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Mehr Demokratie und Dialog mit den Bürgern Während in Berlin die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten am 24./25. März zusammen gekommen waren, um den Geburtstag der EU zu feiern, trafen sich zur gleichen Zeit über 200 junge Menschen aus allen 27 EU-Ländern an dem Ort, an dem vor 50 Jahren alles begann: in Rom.
Beim Europäischen Jugendgipfel ging es vor allem darum, was junge Menschen von der EU erwarten: in Sachen Bildung und Arbeitsmarkt, Migration und demokratischer Beteiligung. Und auch der Jugendgipfel verabschiedete eine Erklärung. |
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Die EU brauche dringend ein demokratischeres, offeneres Entscheidungssystem, in dem das Europaparlament in allen Politikbereichen voll mitentscheiden kann. Das Europäische Parlament soll nach dem Willen der Teilnehmer auch das Recht bekommen, selbst EU-Gesetze vorzuschlagen.
Bettina Schwarzmayr, die Präsidentin des Europäischen Jugendforums - dem Dachverband der Jugendorganisationen in Europa - sagte in ihrer Eröffnungsrede "wir wollen ein starkes Europäisches Parlament", da dieses als gewähltes Organ den legitimen Verbindungskanal zwischen Bürgern und der EU darstelle.
Neben der Präsidentin des Jugendforums sprachen zur Eröffnung des live im Internet übertragenen Gipfels auch die Vizepräsidentin der EU-Kommission Margot Wallström, Italiens Premierminister Romano Prodi, der für Jugend und Bildung zuständige EU-Kommissar Ján Figl´ sowie die deutsche Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering sprach bereits am Freitagabend vor dem offiziellen Beginn des Jugendgipfels zu den Teilnehmern.
"Jugend und Zivilgesellschaft stärker involvieren"
Alejo Vidal-Quadras, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sagte in seinen Begrüßungsworten, dass die europäische Einigung dem Kontinent "Frieden, Stabilität und Wohlstand“ und Chancen für junge Menschen gebracht hätten, die frühere Generationen nicht gehabt hätten. Aber die EU können "nicht effektiv funktionieren, wenn sie fern von den Bürgern und ohne deren Unterstützung" ist. Sie müsse den Austausch mit der Zivilgesellschaft und "mit Euch, der europäischen Jugend und mit Jugendorganisation suchen und sie stärker involvieren".
Auch in der Abschlusserklärung des Jugendgipfels findet sich die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung der jungen Europäer und ihrer Vereine und Verbände, die "Schulen der Demokratie und aktiver Bürgerschaft" seien. Die Erklärung fordert auch eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre.
Umfassende Erklärung und Hoffnung auf mehr
Weitere Themen der Abschlusserklärung sind etwa der Klimawandel und die zukünftige Energiepolitik, die Entwicklung der Länder des Südens, Bildungschancen für alle Jugendlichen in der EU und die Anerkennung nicht-formaler, außerschulischen Lernens. Auch der Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit in Europa und der Rolle des Staates dabei ist ein Kapitel gewidmet.
Die Themen waren zuvor in Debatten auf nationaler Ebene vorbereitet worden. In allen 27 Ländern hatten sich Jugendliche und junge Erwachsene mit einem Diskussionspapier befasst, das im Januar von 60 Jugend-Delegierten in Brüssel erarbeitet worden war. Dieser Vorbereitung ist es zu verdanken, dass in Rom in relativ kurzer Zeit eine durchaus anspruchvolle Abschlusserklärung verabschiedet werden konnte.
Manche Teilnehmer hätte sich die Vorschläge dennoch konkreter gewünscht. So etwa Lina Nefaite aus Litauen, die den Staats- und Regierungschefs gerne klare Richtlinien "mit konkreten Vorschlägen und Ideen" an die Hand gegeben hätte. Sophie Tsourds aus Zypern hofft, dass der Gipfel nicht nur Symbolik bleibt und Matti Vandemaele aus Flandern forderte ein Treffen von 27 jungen Leuten mit den Staats- und Regierungschefs, um über Europa zu diskutieren.
Zumindest wird die Abschlusserklärung des Jugendgipfels von Rom an alle EU-Organe weitergeleitet werden, und im Parlament wird sich unter anderem der Kulturausschuss damit befassen.
DOWNLOAD zum Thema
Rome Youth Declaration
Der erste Europäische Jugendgipfel am 24. und 25. März 2007 in Rom hat eine "Jugend-Erklärung" verabschiedet, die Sie hier - in englischer Sprache - herunterladen können:
| final-declaration-en.pdf |
LINKS zum Thema
EU-Jugendgipfel "Dein Europa - Deine Zukunft"
Website zum Europäischen Jugendgipfel vom 23. bis 25. März 2007 in Rom.
Extern: Website (en)...
Youth Summit- Preparatory meeting
Abschlussbericht der Auftaktsitzung vom 18. bis 20. Januar 2007 in Brüssel zur Vorbereitung auf den EU-Jugendgipfel vom 23. bis 25. März 2007 in Rom.
Extern: Abschlussbericht (en)...
Junge Europäer im Spiegel der Statistik
PresseInformation des EU-Statistikamtes Eurostat vom 23. März 2007 zum EU-Jugendgipfel in Rom mit statistischen Zahlen zu Jugendlichen in Europa.
Extern: PresseInformation...

