EU-Erweiterung und Türkei - Wulff antwortet auf Schülerfragen
In Hannover stellte sich der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff beim "EU-Projekttag" am 22. Januar den Fragen junger Erwachsener. Auf der Europa-Karte im Klassenzimmer sind die meisten Länder gelb markiert, an Stellwänden Daten über jedes der 27 EU-Mitglieder aufgeführt. Doch beim Besuch des hohen Gastes aus der niedersächsischen Staatskanzlei löchern Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) 14 in Hannover Wulff vor allem mit einem Thema: Was wird aus der Türkei? Warum liegt die Messlatte für einen Beitritt so hoch? Und warum ist er nicht für einen Vollbeitritt?
Routiniert erklärt der CDU-Bundesvize die Parteilinie - und die heißt "privilegierte Partnerschaft". Ein Vollbeitritt der Türkei würde die EU finanziell überfordern, die Türkei habe zudem noch gewaltigen Nachholbedarf etwa bei Meinungs- und Religionsfreiheit. Und Sofia und Bukarest seien nun einmal europäischer als Anatolien. Die Schüler, darunter auch einige Türken, haken nach: Ist die EU ein christlicher Club? Die Tür für die Türkei sei nicht verschlossen, Europa dürfe sich nicht abschotten, antwortet Wulff. Aber einen Vollbeitritt lehne er zum jetzigen Zeitpunkt ab.
Knapp anderthalb Stunden lang besucht Wulff die Berufsschule - 2.600 Schüler, 30 Nationalitäten, rein kaufmännische Berufe. Doch auch am "EU-Projekttag" holen ihn die Niederungen der Landespolitik ein. Als Schülerinnen begeistert Fotos über eine fünfwöchige Reise nach Spanien zeigen, ist Wulff bei der Tagespolitik: "Im Moment wird gerade diskutiert über einen Andalusien-Aufenthalt des Landtags. Wenn man die Bilder sieht, ist es fast schon zwingend, dass der Umweltausschuss dort hin fährt." Die geplante Reise stößt allerdings auf Kritik. Der Bund der Steuerzahler fordert, dass nur eine kleine Delegation und nicht der gesamte Ausschuss nach Spanien reisen sollte.
Quelle des vorstehenden Textes:
Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom 22. Januar 2007.
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Während seines Besuchs an den Berufsbildenden Schulen (BBS) 14 in Hannover überreichte Ministerpräsident Wulff die EU-Mobilitätspässe an sechs Auszubildende (1. Foto oben links), die als angehende Reiseverkehrs-Kaufleute ein Praktikum in Andalusien absolviert hatten.
Anschließend diskutierte der Ministerpräsident mit Schülerinnen und Schülern über EU- und Europa-Fragen (2. Foto oben rechts und 1. Foto unten links). Zum Abschluss seines Besuchs zog der Ministerpräsident die Gewinner bei einem "EUropa-Quiz" des EIZ Niedersachsen und überreichte den Gewinnerinnen und Gewinnern die Preise (2. Foto unten rechts).
Europass Mobilität:
Der "Europass Mobilität" ist ein Dokument zum Nachweis von Auslandsaufenthalten im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Diese werden in den Pass eingetragen und geben so einen Überblick über internationale Erfahrungen und erlernte Fachinhalte. Der Pass ist eine wichtige Unterstützung für Auszubildende und junge Arbeitnehmer, die damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt vergrößern können. Weitere Infos dazu unter www.europass-info.de...
Projekt Europa: Wulff in der Schule
Zum Europatag eilen Politiker in die Klassenräume. Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) vom 23. Januar 2007 über den Besuch von Ministerpräsident Christian Wulff bei den Berufsbildenden Schulen (BBS) 14 der Region Hannover am 22. Januar in Hannover.
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Pressespiegel zum EU-Projekttag
Das EIZ Niedersachsen hat - in zwei Teilen - einen "Pressespiegel" mit Medienberichten zum EU-Projekttag am 22. Januar 2007 zusammen gestellt.Sie können beide Pressespiegel hier herunterladen.
PDF-Dokument: Pressespiegel (1) vom 29.01.2007 (2,6 MB)...
PDF-Dokument: Pressespiegel (2) vom 30.01.2007 (3,6 MB)...









