Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen
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Die europäische Leitwährung
Fünf Jahrzehnte Römische Verträge, fünf Jahre Euro, das Zahlungsmittel für 320 Millionen Europäer: Der Traum der Gründerväter von einer stabilen Währungszone ist Wirklichkeit geworden. Der Euro ist eine der härtesten Währungen der Welt. An ihm orientieren sich die Börsen, er gilt heute in 13 EU-Mitgliedstaaten, in vielen anderen Staaten ist er inoffiziell Zweitwährung oder wird zu einem festen Umrechnungskurs gehandelt. Sein Erfolg ist der Erfolg der europäischen Wirtschaft. Waren bei seiner Einführung rund 220 Milliarden Euro Bargeld in Umlauf, so hatte sich diese Zahl bis Ende 2006 bereits auf über 600 Milliarden fast verdreifacht.
 

Die marktwirtschaftlich bestimmte Nachkriegsordnung in Europa stützte sich auf das Bretton-Woods-System (1944), dessen Leitwährung der Dollar war. Das System geriet Ende der 50er Jahre unter Druck; in den 60er Jahren drohte eine neue Ära der Währungsinstabilität. Der Weg zum Euro führte über einen gemeinsamen Steuerungsmechanismus, die sogenannte "Währungsschlange", das Europäische Währungssystem (EWS) mit der Verrechnungseinheit European Currency Unit (ECU) und den Delors-Bericht 1988. Er sieht drei Schritte zur Wirtschafts- und Währungsunion vor:Den Stabilitätspakt, der strikte Haushaltsdisziplin vorsieht, hatten die EU-Finanzminister bereits 1996 beschlossen.
 
Am 1. Januar 1999 wurde der Euro als Rechnungseinheit eingeführt. Den Namen hatte der Europäische Rat im Dezember 1995 bestimmt. Neben Franken, Krone, Gulden war auch ECU lange im Rennen, bis der deutsche Finanzminister Theo Waigel den Namen "Euro" ins Spiel brachte. Am 1. Januar 2002 war es so weit: An EU-Bürger in zwölf Mitgliedstaaten wurden Euro-Münzen und -Banknoten ausgegeben.
 
Heute denken laut Eurobarometer-Umfrage bereits 57 Prozent der Befragten bei ihren täglichen Einkäufen in Euro. Nur bei teureren Anschaffungen rechnen 40 Prozent noch in ihre alte Währung um. Die Mehrheit (68 Prozent) zeigte sich mit der Einheitswährung zufrieden. Allerdings hält sich hartnäckig die Meinung, der Euro sei an Preiserhöhungen schuld. Dies ist nicht durch Fakten zu belegen, die Inflationsrate liegt seit der Euro-Einführung unter zwei Prozent jährlich.
 
Euro-Münzen erinnern an den 50. Jahrestag
Zum 25. März 2007 werden alle dem Eurogebiet angehörenden Länder (Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Finnland, Slowenien) anlässlich des 50. Jahrestags der Unterzeichnung der Verträge von Rom eine 2-Euro-Münze mit gemeinsamer Rückseite. In Deutschland wird zusätzlich eine eigene 10-Euro-Gedenkmünze aufgelegt.
 

Quelle der vorstehenden Informationen:
Themenheft Nr. 18 "50 Jahre Römische Verträge" vom Januar 2007 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.


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