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Europa und seine ländlichen Räume -
der "andere" Umgang mit der Ressource Boden
Vor ca. 100 Vertretern aus Gemeinden, Umweltverbänden, Behörden von Land und Landkreisen, Landwirten, Beratern und aus der Politik referierten Experten von der Generaldirektion (GD) 'Landwirtschaft' aus Brüssel, der Leibnitz-Universität Hannover und aus dem Hause der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen am 9. Juni 2010 in Oldenburg und Bremervörde.
 
Die "Akteure im ländlichen Raum" waren gekommen, um gezielt Anregungen zu erhalten für einen "anderen" Ungang mit der Ressource Boden.
 

Weltweit ist der "Landhunger" bzw. das "Land Grabbing" festzustellen, es gilt die international erarbeiteten Leitlinien zur Landpolitik umzusetzen, um Schlimmeres zu verhindern. Deutlich wurde, dass der Schutz von Umwelt und das Erbringen von Umweltdienstleistungen Kosten verursacht und damit nicht umsonst sein kann.
 
Lösungsansätze für Landnutzungskonflikte wurden in einer intensiven Darstellung der Landnutzungsansprüche, in einer sich anschließenden Abstimmung der Rahmenbedingungen und daraus resultierend, einer intensiven Kommunikation zwischen den Nutzern gesehen, um praxisnah kombinierte Maßnahmen für eine multifunktionale Landnutzung entwickeln zu können.
 
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung beschreibt das Ziel, dass der Flächenverbrauch im Jahr 2020 auf 30 ha gesenkt werden soll. Bei der Inanspruchnahme von land- oder forstwirtschaftlichen Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist auf agrarstrukturelle Belange Rücksicht zu nehmen, insbesondere sind für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignete Böden nur im notwendigen Umfang in Anspruch zu nehmen. Es ist vorrangig zu prüfen, ob der Ausgleich oder Ersatz auch durch
– Maßnahmen zur Entsiegelung,
– Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen oder
– Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen
erbracht werden kann, um möglichst zu vermeiden, dass Flächen aus der Nutzung genommen werden. Eine Möglichkeit, den Flächenverbrauch zu reduzieren, wird in der Produktionsintegrierten Kompensation (PIK) gesehen.
 
Der Umgang mit der steigenden Anzahl von Biogasanlagen bzw. dem Entwickeln von Alternativen zum Maisanbau waren neben anderen, interessante Themen.
 
Quelle des Textes: LWK Niedersachsen


DOWNLOADS zur Veranstaltung


Europa und seine ländlichen Räume - der "andere" Umgang mit der Ressource Boden
Einladung mit dem Programm der Veranstaltung am 9. Juni 2010 in Bremervörde als PDF-Dokument.
 
Texte der Vorträge:
Vortrag-Asche.pdf
Vortrag-Herrmann.pdf
Vortrag-Ramme.pdf
Vortrag-Scheele.pdf
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