Heute: 17. Mai 2012 Donnerstag
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Engament für Europa
Europa ist in den letzten Jahren immer stärker zusammengewachsen. Am deutlichsten sichtbar - und seit dem 1. Januar 2002 auch fühlbar - wird dies durch den Euro, den Einstieg in eine gemeinsame europäische Währung.
 
Auch in anderen Bereichen beeinflussen die Entscheidungen aus Brüssel mehr und mehr unseren Alltag - auch der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen.
 

Niedersachsen vor Ort in Brüssel
Wer in Europa mitreden will, muss vor Ort sein. Deswegen unterhält die Landesregierung seit 1991 eine eigene Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union in Brüssel. In direktem Kontakt mit den EU-Institutionen nimmt sie die Interessen des Landes wahr. Sie beschafft Informationen über aktuelle Entwicklungen an der Quelle und ermöglicht es, dass niedersächsische Positionen frühzeitig in den europäischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess eingebracht werden können.
 
Nicht zuletzt trägt die Arbeit der Landesvertretung in Brüssel erheblich dazu bei, dass Niedersachsen erfolgreich an den europäischen Förderprogrammen partizipiert.
 
Eine wichtige Rolle spielt die Landesvertretung auch bei der Europa-Qualifizierung von Landesbediensteten sowie von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus ganz Niedersachsen, seien es Journalistinnen und Journalisten, kommunale Frauenbeauftragte, Unternehmerinnen und Unternehmer oder Mitglieder von Betriebsräten.
 
Niedersachsen profitiert von Europa
Im Planungszeitraum 1988-1993 erhielt das Land aus den EU-Strukturfonds insgesamt 401,81 Millionen Euro Fördermittel. In der 6-jährigen Planungsphase 1994-1999 sind dem Land insgesamt 0,84 Milliarden Euro zugeflossen. Im siebenjährigen Planungszeitraum 2000-2006 standen mehr als 1,63 Milliarden Euro aus Brüssel zur Verfügung. Niedersachsen erhält in der Programmperiode 2007-2013 insgesamt 2,512 Milliarden Euro von der Europäischen Union (mehr: EUropa fördert Niedersachsen...).
 
Die EU-Mittel werden vor allem in drei niedersächsischen EU-Programmen eingesetzt: für regionale Entwicklung - in festgelegten Gebieten, landesweit für Beschäftigung und Chancengleichheit sowie für den ländlichen Raum (PROLAND). Sie werden ergänzt durch Bundes-, Landes-, kommunale und sonstige öffentliche sowie durch private Mittel. Hinzu treten noch Maßnahmen im Bereich der Fischerei und der Gemeinschaftsinitiativen.
 
Es ist auch gelungen, die zur Bindung der EU-Strukturfondsmittel notwendigen Landesmittel in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu steigern. Die Landesregierung will die notwendigen Haushaltsmittel für die laufende Förderperiode zur Verfügung stellen. Es soll kein Euro nach Brüssel zurückgehen. Das erfordert auch eine optimale EU-Förderberatung.
 
Von der Randlage in das Herz Europas
Niedersachsen liegt seit Wegfall des eisernen Vorhangs zwischen Ost und West und seit der großen Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedstaaten am 1. Mai 2004 nicht mehr am Rand, sondern im Herzen von Europa.
 
Im Zeichen des europäischen Binnenmarkts und der zunehmenden Globalisierung müssen auch Regionen in europäischen Verbünden denken.
 
1991 wurde daher von den Regierungschefs der deutschen Länder Niedersachsen und Bremen sowie der niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland, Groningen und Overijssel die Neue Hanse Interregio (NHI) gegründet. Vor dem Hintergrund veränderter Anforderungen und Rahmenbedingungen haben die NHI-Partner 2010 entschieden, die Form ihrer Zusammenarbeit neu zu strukturieren. Die enge Kooperation soll fortgesetzt und auch ausgebaut werden, es wird allerdings künftig ein stärker projektbezogener Ansatz verfolgt. Die NHI als Organisation und damit auch die NHI-Geschäftsstelle wurden mit Ablauf des Jahres 2010 aufgelöst.
 
Durch diese positiven Erfahrungen ist Niedersachsen 1998 eine engere Kooperation mit zahlreichen anderen Nordseeanrainern in der North Sea Commission (NSC) eingegangen.
 
Mit der Region Haute Normandie in Frankreich hat Niedersachsen eine gemeinsame Erklärung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit abgeschlossen, um auch diese bilaterale Beziehung weiter auszubauen.
 
Auch mit den Staaten in Mittel- und Osteuropa arbeitet Niedersachsen zusammen. Gleich zu Beginn der 90er Jahre wurden Kontakte vermittelt und Partnerschaften geschlossen. Mit den polnischen Wojewodschaften Großpolen und Niederschlesien blickt Niedersachsen auf eine inzwischen über zehnjährige erfolgreiche und stetig ausgebaute Zusammenarbeit zurück.
 
Niedersachsen, Europa und die Welt
Angesichts der Globalisierung der Märkte wächst die Notwendigkeit, sich auch mit Partnern außerhalb Europas auszutauschen und die Rahmenbedingungen für fairen Handel und menschenwürdige Lebensverhältnisse in den Entwicklungsländern zu verbessern.
 
Internationale Partnerschaften unterhält Niedersachsen mit der Provinz Anhui in China, mit Perm und Tjumen in Russland sowie mit Südafrika. In der Provinz Ostkap in Südafrika trägt Niedersachsen seit dem Ende der Apartheid zum Aufbau der Provinzverwaltung bei und fördert den partnerschaftlichen Austausch vor allem im Bildungsbereich. Dazu kommen Projekte zur Linderung existenzieller Notlagen von Menschen auch in anderen Ländern und Krisenregionen. Hiesige entwicklungspolitische Nicht-Regierungs-Organisationen werden dabei einbezogen und erhalten Fördermittel der EU für die inländische Bildungsarbeit.
 
Die EU-Erweiterung - Chancen für Niedersachsen
Zum ersten Mal nach mehr als 50 Jahren gibt es konkrete Chancen für einen ökonomisch, sozial und kulturell geeinten europäischen Kontinent. Die am 1. Mai 2004 erfolgte Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedstaaten Mittel-, Ost- und Südeuropas und am 1. Januar 2007 um Bulgarien und Rumänien schafft für ganz Europa eine dauerhafte und umfassende Friedensordnung. In dem erweiterten europäischen Binnenmarkt kann die Wirtschaft ihre Stellung im globalen Wettbewerb festigen und ausbauen.
 
Niedersachsen profitiert von der EU-Erweiterung. Die Exporte in die mittel- und osteuropäischen Länder haben sich z.B. von zwei Milliarden Euro im Jahr 1996 auf fast 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2000 gesteigert. Im gleichen Maß erhöhten sich auch die Importe aus diesen Staaten, wobei der wichtigste Handelspartner Polen ist.
 
Durch seine verkehrsgünstige Lage wird Niedersachsen auch künftig stärker von der Erweiterung profitieren als andere Bundesländer. Das schafft Arbeitsplätze und sichert die Zukunft unserer Unternehmen.
 
Menschen - nicht nur Staaten - miteinander verbinden
Die fortschreitende europäische Einigung und die Erweiterung der Europäischen Union ist das eine, was Europa ausmacht. Das andere sind die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedstaaten und ihre Haltung zu Europa. Im Bewusstsein vieler Menschen erscheint Europa aber abstrakt und undurchschaubar. Dabei profitieren die Menschen erheblich von Europa, sei es durch das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre in der Euro-Zone oder die günstigen Telefontarife nach Privatisierung der Telekommunikation.
 
Nur informierte Menschen - ob jung oder alt - sind in der Lage, die Vorteile für ihr alltägliches Leben zu nutzen. Deswegen ist es Niedersachsen seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen, Informationen über europäische Themen und Entscheidungsabläufe zu vermitteln, durch Veranstaltungen und Publikationen, die jährlichen Europawochen und die Unterstützung von Verbänden, die den Europagedanken fördern, wie die Europa-Union.
 
EIZ Niedersachsen

Mit Unterstützung der Europäischen Kommission hat die Landesregierung zudem im Mai 2001 in Hannover das Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen eröffnet.
 
Das EIZ ist Anlaufstelle für Europathemen aller Art. Ziel ist es, Europa den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen. Zu diesem Zweck organisiert das EIZ Aktionstage zu aktuellen Themen, Ausstellungen mit Europabezug und Veranstaltungen.
 
Zwei Veröffentlichungen bieten Veranstaltungshinweise, Aktuelles und Hintergrundinformationen, der Newsletter "EIZ News" und die Informationshefte der Reihe Europa-Fokus Niedersachsen. Außerdem können im Internet zahlreiche, ständig aktualisierte Europa-Informationen abgerufen werden.


WEITERE INFORMATIONEN zum Thema


Innovatives Niedersachsen


LINKS zum Thema


Niedersachsen und Europa
In unserer Link-Datenbank finden Sie weiterführende Links zum Thema.
 
Niedersachsen und Europa
Portal für die EU- und Europa-Informationsseiten des Landes. Das Portal wird vom Europäischen Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen in der Niedersächsischen Staatskanzlei als Service-Angebot gestaltet und gepflegt.
 
Land Niedersachsen: Europa & Internationales
Informationen des Landes Niedersachsen zu Europaangelegenheiten, zur interregionalen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und zur internationalen Zusammenarbeit im Internet-Portal des Landes.
 
Niedersächsische Staatskanzlei: Europa & Internationales
Informationen der Behörde des Ministerpräsidenten zu Europaangelegenheiten, zur interregionalen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und zur internationalen Zusammenarbeit des Landes.
 
Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
Informationen zu den Aufgaben der Landesvertretung und deren Adresse.
 
North Sea Commission (NSC)
Im Jahr 1989 gegründete Organisation von Nordsee-Anrainerstaaten.
 
Europäisches Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen
Informationen über diese Einrichtung in der Niedersächsischen Staatskanzlei.


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Website der EU-Ratspräsidentschaft Dänemarks im 1. Halbjahr 2012.
Niedersachsen wird sich am 14. Mai 2012 (Montag) am 6. bundesweiten EU-Projekttag an Schulen beteiligen. Hier finden Sie nähere Informationen zum EU-Projekttag 2012.
Struktur- und Regionalförderung der Europäischen Union für das Land Niedersachsen: Informationen, Daten und Links.
Informationen, Dokumente und Links zum EU-Reformvertrag und zum Prozess seiner Ratifizierung.
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EU- und Europa-Infos für Kinder mit dem niedersächsischen Europa-Pferd "Eurogaloppo".