„Nachdenken über Europa“ ist eine Initiative des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), die den Bürgern Raum bietet, ihre Anliegen, Gedanken und Ideen zur Zukunft Europas zum Ausdruck zu bringen.

Wie können die Bürger an dieser neuen Initiative teilnehmen?

Rückmeldungen sind wichtig für die Strukturierung des Beitrags des AdR zu den „Überlegungen zur EU“ und geben Anregungen für die weitere Reform der Europäischen Union. Ziel der AdR-Initiative ist es, vor Ort den Menschen zuzuhören und anschließend über ihre Anliegen, Vorschläge und Vorstellungen von der EU in Brüssel zu berichten.

In diesem Sinne ist der Europäische Ausschuss der Regionen bereit, die Organisation lokaler Veranstaltungen 2017 in ganz Europa zu unterstützen, insbesondere in Form von „Bürgerdebatten“ auf Initiative seiner Mitglieder, Regionen, Provinzen, Städte und ihrer nationalen Verbände und in Partnerschaft mit anderen EU-Einrichtungen in den Mitgliedstaaten. Darüber hinaus könnten auch von Regionalparlamenten und Kommunalräten Anstöße zu politischen Diskussionen zum Thema „Nachdenken über Europa“ ausgehen.

Die Schlussfolgerungen dieser Diskussionen bzw. die eventuell verabschiedeten Erklärungen und Entschließungen der örtlichen Veranstaltungen könnten in die Stellungnahme des AdR zum Thema „Überlegungen zu Europa: die Stimme der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften zur Wiederherstellung des Vertrauens in die EU“ einfließen, die Ende 2017/Anfang 2018 vor dem Beginn des Wahlkampfes für die Europawahlen 2019 verabschiedet werden soll.

Veranstaltung in Niedersachsen

Die Initiative des AdR bietet die Möglichkeit, über die regionalen Mitglieder des AdR in einen direkten Dialog mit den Menschen in den Regionen zu treten. Das EIZ hat diese Initiative aufgegriffen und am 5. September 2017 in Zusammenarbeit mit der Region Hannover zur Veranstaltung „Bürgerdialog: Nachdenken über Europa“ eingeladen. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung konnten Fragen zu europäischen Themen live an die AdR-Mitglieder Frau Staatssekretärin Birgit Honé (Mitglied für Niedersachsen) und Frau Staatsrätin Ulrike Hiller (Mitglied für Bremen) gerichtet werden. Birgit Honé ist seit dem 22. November 2017 Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Neben Fragen zur Zusammenarbeit der Regionen in Europa im AdR wurden insbesondere Themenkomplexe wie die Rolle Europas bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und bei der Digitalisierung, die europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik oder auch der Umgang mit Rechtspopulismus in Europa und die Auswirkungen des Brexit angesprochen.

Aufgrund des großen Zuspruchs konnten nicht alle Fragen innerhalb der Veranstaltung beantwortet werden. Sie sind aber mit Hilfe der App sli.do gesammelt und nachträglich beantwortet worden und können nun hier in deinem PDF-Dokument abgerufen werden.

Die Fragen und Antworten aus der Veranstaltung sind an den AdR weitergeleitet worden. Sie vermitteln – zusammen mit den Beiträgen aus anderen Regionen Europas – einen Eindruck davon, welche Themen die Menschen in den Regionen besonders bewegen und die deshalb bei der Reflexion über die Zukunft Europas verstärkt berücksichtigt werden müssen.