Barroso und Rehn forcieren Debatte über Zukunft der Währungsunion

07.05.2013 Brüssel. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn haben heute bei einer hochrangigen Konferenz in Brüssel Anstöße für eine vertiefte europäische Wirtschafts- und Währungsunion gegeben.

„Wir haben nicht die Absicht und auch nicht die Unbescheidenheit zu behaupten, wir hätten alle Antworten. Nein, wir wollen eine demokratische Debatte darüber befeuern, wie die Zukunft Europas aussehen soll“, sagte Barroso zum Auftakt der Konferenz. EU-Kommissar Rehn betonte, dass es mit der neuen wirtschaftspolitischen Steuerung und haushaltspolitischen Überwachung der Europäischen Union (EU) bereits ein robusteres System gebe als bisher, um makroökonomische Ungleichgewichte zu beheben und Strukturreformen voranzutreiben.

Mittelfristig strebt die EU-Kommission darüber hinaus eine Vertiefung der politischen Koordinierung an, etwa in der Besteuerung und Arbeitsmarktpolitik. Auch eine eigene Fiskalkapazität für die Unterstützung von Reformen soll es geben. Die EU-Kommission hatte vor sechs Monaten ein Konzept für eine vertiefte und echte Wirtschafts- und Währungsunion vorgelegt.

Links zum Thema:

Opening keynote speech at the Conference on the Blueprint for a deep and genuine EMU
Text der Rede von EU-Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso am 7. Mai 2013.

The future of EMU: deepening the debate
Text der Rede von EU-Kommissar Olli Rehn am 7. Mai 2013.