Brexit: EU und Vereinigtes Königreich befragen WTO zu Handelsbeziehungen

12.10.2017 Brüssel. Die Europäische Union (EU) und das Vereinigte Königreich (UK) haben sich in einem gemeinsamen Brief zur Klärung von aus dem Brexit resultierenden Handelsfragen an die Welthandelsorganisation (WTO) gewandt. Dies gab die Europäische Kommission am Mittwoch (11. Oktober) bekannt.

Während der Austrittsverhandlungen der letzten Monate waren Fragen zu Warenverkehr, Dienstleistungen und Öffentlichem Beschaffungswesen aufgetreten, die beide Seiten im Einklang mit den Regeln und Verfahren der WTO lösen wollen. Die Verhandlungen in diesen Fragen zielen darauf ab, dass das Vereinigte Königreich seinen internationalen Verpflichtungen, die das Land durch seine EU-Mitgliedschaft mit der WTO eingegangen ist, nachkommt und einen geordneten Rückzug vorbereitet.

Mit dem gemeinsamen Brief an die WTO läuten die EU und das Vereinigte Königreich einen transparenten Austausch mit allen Mitgliedern der WTO ein. Sobald das Vereinigte Königreich die EU verlassen hat, wird es eigene Verpflichtungen mit der WTO haben. Das betrifft unter anderem Zollkontingente. Daher ist es erforderlich, dass beide Seiten ihre jeweiligen Verpflichtungen klären.

Am 29. April verabschiedete der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Länder politische Leitlinien, die einen Rahmen für die Verhandlungen sowie die dabei von der EU vertretenen allgemeinen Standpunkte und Grundsätze vorgeben.

Links zum Thema:

European Union and United Kingdom engage with World Trade Organization members on certain issues arising from the UK’s withdrawal from the EU
Nachricht der EU-Kommission vom 11. Oktober 2017.

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