CO2-Emissionen bei Pkw
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"Dieser Vorschlag zeigt, dass die EU entschlossen ist, eine Vorreiterrolle bei der Senkung von CO2 einzunehmen", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am 19. Dezember. Gleichzeitig achte man darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten.
Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass die CO2-Emissionen von Neuwagen bis 2012 von derzeit 160 g/km auf 130 g/km sinken. Durch einen so genannten integrierten Ansatz sollen weitere 10 Gramm pro Kilometer gespart und der Kohlendioxidausstoß in Europa um insgesamt 19 Prozent gesenkt werden. Eine Grenzwertkurve soll künftig die zulässigen CO2-Emissionen von Neuwagen in Abhängigkeit von der Masse des Fahrzeugs angeben. Die Kurve wird so angelegt, dass ein Flottendurchschnitt von 130 g CO2/km erreicht wird.
Jeder Hersteller muss dafür sorgen, dass ab 2012 die gemessenen durchschnittlichen Emissionen aller seiner Fahrzeuge, die in einem bestimmten Jahr hergestellt und zugelassen werden, unter der Grenzwertkurve liegen. Das bedeutet, dass bei schweren Pkw größere Verbesserungen gegenüber dem heutigen Zustand erzielt werden müssen als bei leichteren Wagen. Die Hersteller können aber auch in Zukunft Fahrzeuge bauen, deren Emissionen über der Grenzwertkurve liegen, vorausgesetzt, sie werden durch unter der Linie liegende Fahrzeuge ausgeglichen. Die EU-Mitgliedstaaten überwachen die Fortschritte der Hersteller jedes Jahr anhand der Daten über die Zulassung neuer Personenkraftwagen.
Der Vorschlag der EU-Kommission sieht ein Anreizsystem für die Autohersteller zur Reduzierung der CO2-Emissionen vor. Bei Überschreiten der Grenzwerte soll ab 2012 ein stufenweiser Zuschlag gezahlt werden. Dieser soll von 20 Euro pro g/km in 2012 auf 95 Euro pro g/km im Jahr 2015 ansteigen. Mit diesem Vorschlag soll die globale Wettbewerbsfähigkeit durch soziale Gerechtigkeit, Flexibilität und die Förderung der Entwicklung und des Einsatzes der neuesten Automobiltechnik sichergestellt werden. Nach der Verordnung können sich mehrere Hersteller zu einem Pool zusammenschließen, um so die Zielvorgaben für die spezifischen Emissionen erfüllen zu können.
HINTERGRUND: Die Pläne der EU-Kommission
Brüssel (dpa) - In vier Jahren sollen Neuwagen in der EU fast ein Fünftel weniger klimaschädliches CO2 ausstoßen als jetzt. Bei diesem Ziel sind sich die Mitgliedstaaten grundsätzlich einig, um den richtigen Weg allerdings wird heftig gerungen.
Strittig ist insbesondere, wie stark jeder einzelne Autohersteller den Abgas- Ausstoß seiner Fahrzeuge und Flotte senken muss und welche Strafen bei Verstößen gegen die Klimaschutz-Vorgaben drohen. Die Mitgliedstaatern mit starker Autoproduktion - vor allem Deutschland, Frankreich, Italien - versuchen, das beste für ihre Unternehmen herauszuholen.
Die Bundesregierung will die Hersteller großer Autos wie BMW, Audi oder Daimler vor einer übermäßigen finanziellen Belastung schützen. Ihr Argument: Es bringe nichts, wenn vor allem die großen Autos sauberer werden, denn durch ihre Masse stoßen die Kleinwagen insgesamt viel mehr klimaschädliches Kohlendioxid aus.
Frankreich hingegen stellt sich schützend vor Kleinwagenbauer wie Peugeot und Renault. Das Argument: Kleine Autos schädigten die Umwelt ohnehin deutlich weniger als große, deshalb seien beim Abgas- Einsparen erstmal die Spritschlucker dran.
Strittig ist auch, welche Maßnahmen zur CO2-Reduzierung anerkannt werden. Deutschland kämpft dafür, dass auch energiesparende Klimaanlagen oder ein 6-Gang-Getriebe positiv in die Ökobilanz eines Autos eingehen. Diskutiert wird auch eine Art «Kleiner Emissionshandel»: Hersteller, die an den Abgas-Vorgaben scheitern, könnten innerhalb eines Konzernverbundes oder sogar mit sonst konkurrierenden Herstellern zusammentun, um ihr Abgas-Profil zu verbessern.
| Quelle der vorstehenden Information:
Der Abdruck der vorstehenden Meldung vom 20. Dezember 2007 erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). |
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Ein Kompromissabkommen zur Senkung der CO2-Emissionen von Neuwagen konnte am 1. Dezember 2008 erzielt werden. Die Automobilindustrie, die stark von der aktuellen Wirtschaftskrise getroffen ist, hatte im Vorfeld der Entscheidung viel Druck ausgeübt, berichtet das Europa-Magazin "EurActiv". / Weiterer Link zum Thema: Bericht der "ARD tagesschau" dazu...
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Kommission fördert umweltfreundliche und Kraftstoff sparende Fahrzeuge
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Promotion of clean and energy efficient vehicles
Über diese Seite der EU-Kommission kann die am 19. Dezember 2007 verabschiedete Mitteilung "Proposal for a directive on the promotion of clean and energy efficient vehicles" herunter geladen werden.
Kommission plant Rechtsrahmen, um die Erfüllung der EU-Ziele für geringere CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen sicherzustellen
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The EU strategy to reduce CO2 emissions from cars
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Community strategy to reduce CO2 emissions from cars
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