Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen
Niedersächsische Staatskanzlei
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Zugang für ausländische Fachkräfte erleichtert
Deutschland droht in den nächsten Jahren ein Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften. Um dem vorzubeugen, beschloss das Bundeskabinett am 16. Juli 2008 das Aktionsprogramm "Beitrag der Arbeitsmigration zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland".
 
Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble lobte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz das Programm als ein "gutes und modernes Konzept". Mit ihm stelle sich Deutschland erstklassig auf, sagte er.
 
Schäuble machte deutlich: "Wir haben beschlossen, alles daran zu setzen, das heimische Potential an Qualifikation auszuschöpfen, aber im Bereich von Hochqualifizierten auch entsprechend eine arbeitsmarktadäquate Steuerung zu ermöglichen."
 

Änderungen bei Vorrangprüfungen und Mindestgehaltsgrenzen
Zur nachhaltigen Sicherung und Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland sieht das Aktionsprogramm unter anderem vor:Dazu die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer: "Bessere Bildungschancen, der erleichterte Zuzug von Fachkräften und die verbesserte Anerkennung ausländischer Abschlüsse dienen nicht nur der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie tragen entscheidend zur besseren Integration in Deutschland bei."
 
Das Aktionsprogramm soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten.
 
Aus- und Weiterbildung inländischer Arbeits- und Fachkräfte
Um den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken, liegt der Fokus der Bundesregierung weiterhin auf:Hierzu hatte die Bundesregierung die Qualifizierungsinitiative "Aufstieg durch Bildung" am 9. Januar 2008 beschlossen.
 
Monitoring ermittelt Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften
Das am 16. Juli 2008 beschlossene Aktionsprogramm sieht ein Arbeitsmarkt- und Fachkräfte-Monitoring vor. Damit sollen aktuelle, mittel- und längerfristige Bedarfe nach qualifizierten Arbeitskräften besser identifiziert werden.
 
Darüber hinaus kann das Monitoring das Angebot und die Nachfrage nach Arbeitskräften ermitteln. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse und unter Berücksichtigung längerfristiger Faktoren können im Einzelfall pragmatische Entscheidungen getroffen werden.
 
Es soll somit präziser festgestellt werden, wie sich der demografische Wandel künftig auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland niederschlagen wird. Zum Arbeitsmarkt- und Fachkräfte-Monitoring wird das Bundesarbeitsministerium in Abstimmung mit den anderen beteiligten Ressorts eine Allianz einberufen. Sie soll die Bundesregierung bei Entscheidungen zur arbeitsmarktadäquaten Zuwanderung beraten.


LINKS zum Thema


Aktionsprogramm der Bundesregierung
Beitrag der Arbeitsmigration zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland. Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zum Thema.
 
Mehr Fachkräfte und bessere Bildungschancen
Das Bundeskabinett hat am 9. Januar 2008 den Startschuss für eine "Qualifizierungsinitiative für Deutschland" gegeben. Damit sichert die Bundesregierung den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs. Gleichzeitig geht es um bessere Bildungschancen: von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Weiterbildung. Bericht der Bundesregierung zum Thema.