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Mehr Service für kleine Unternehmen
 
EU-Kommission richtet neues Netzwerk für KMU ein

Die EU-Kommission hat am 7. Februar 2008 in Brüssel den Startschuss für ein neues und wirkungsstarkes Netzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gegeben. Das neue "Enterprise Europe Network" (EEN) wird ihnen helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen und ihre Innovationskraft gezielt einzusetzen.
 
Das Netzwerk besteht aus rund 500 Organisationen, darunter Handelskammern, regionale Entwicklungsagenturen und Technologiezentren an Hochschulen. Etwa 4.000 Fachleute stehen für die Beratung bereit. Sie kennen sich nicht nur in den 27 EU-Mitgliedsländern aus, sondern haben auch Kontakte zu den Bewerberländern und den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Alle Dienstleistungen werden künftig unter einem Dach angeboten. Das Enterprise Europe Network kombiniert die Arbeit der Euro Info Centres (EIC) und der Innovation Relay Centres (IRC) in der EU. Die beiden Vorläufer, die bereits seit 20 beziehungsweise 12 Jahren tätig sind, werden in dem neuen Netzwerk aufgehen.
 
Die Grundidee: Geschäftsleute können auf Beratung vor der Haustür zurückgreifen. Es gibt keine langen Wege, wer als Mittelständler Hilfe braucht, bekommt sie maßgeschneidert geliefert.
 
Das Enterprise Europe Network bietet folgende Serviceleistungen:
 
1. Technologiepartnerschaften und grenzüberschreitende Beratung
Das neue Netzwerk bietet Beratung, wenn ein Unternehmen international tätig werden will. Nicht einmal eines von zehn KMU ist außerhalb seine Heimatlandes tätig, obwohl die nationalen Grenzen weggefallen sind und Unternehmen mit Wettbewerbsvorteilen zahlreiche Möglichkeiten in internationalen Marktnischen vorfinden könnten. Das Unterstützungsnetzwerk wird Unternehmen, die sich im Ausland engagieren wollen, gezielt Hilfestellung geben. Schon heute könnten so eine Million europäische KMU am grenzüberschreitenden Handel teilnehmen.
 
2. Innovationsförderung
Innovationen in kommerziellen Erfolg umzusetzen - das ist oft der entscheidende Knackpunkt in einem Unternehmen. Das Netzwerk bietet Hilfe, wenn es um Patentrechte, einzuhaltende Standards, Rechtsvorschriften und EU-Richtlinien geht. Die KMU sollen sich stärker mit den Ergebnissen von Forschungszentren beschäftigen und neue Ideen umsetzen. Der Zugang zu den Innovationszentren wird leichter.
 
3. EU-Programme und Finanzierung
KMU sind oft nicht richtig über die vielen verschiedenen Finanzierungsquellen in der EU informiert. Wo gibt es regionale, soziale, Forschungs- und Umweltschutzzuschüsse? Das Netzwerk will die Informationslücke schließen.
 
4. Sammeln von Feedback
Die EU-Kommission will das Unterstützungsnetzwerk nutzen, um ein regelmäßiges Feedback einzuholen. Dadurch will sie sicherstellen, dass ihre politischen Maßnahmen und Initiativen bei den KMU auch ankommen und keinen unnötigen bürokratischen Aufwand verursachen.
 
Das Zitat
"Kleine Unternehmen sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Sie stehen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen an erster Stelle und sind eine unerschöpfl iche Quelle für innovative Produkte und Dienstleistungen."
Günter Verheugen, Kommissionsvizepräsident und EU-Kommissar für Unternehmens- und Industriepolitik
Das Enterprise Europe Network verteilt kein Geld, aber seine Berater wissen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es im Rahmen der EU-Programme gibt. Und: Die Beraterinnen und Berater beginnen nicht bei Null: Sie können auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen. EU-Industriekommissar Günter Verheugen rief alle europäischen Unternehmen auf, das Netzwerk möglichst zahlreich in Anspruch zu nehmen und seine Leistungsfähigkeit auf die Probe zu stellen. (vth)
 

Quelle der vorstehenden Informationen:
EU-Nachrichten Nr. 5 vom 7. Februar 2008 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.


PUBLIKATIONEN zum Thema


enterprise europe network
Europas Engagement für kleine Unternehmen. Broschüre der EU-Kommission zur Vorstellung des Netzwerkes für KMU als PDF-Dokument zum Download.


Ohne sie läuft nichts: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa
Lange Zeit waren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine unterschätzte Größe in der Erfolgsgeschichte des EU-Binnenmarkts. Dabei zeigt sich gerade jetzt in der Wirtschaftskrise, dass KMU schwierige Konjunkturzeiten besser überstehen als manch schwerfälliger "Dampfer" unter den europäischen Konzernen. Die "Großen" könnten ohne die vielen kleinen Zuliefer- und Spezialbetriebe im globalen Markt nicht lange überleben. KMU sind flexibel, sie arbeiten über Grenzen hinweg, sie passen sich an, sie organisieren sich immer wieder neu. Das aktuelle Themenheft vom Juli 2009 bietet Informationen rund um KMUs.
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LINKS zum Thema


Unterstützung für europäische Unternehmen "direkt vor der Haustür" - Vizepräsident Verheugen stellt das "Enterprise Europe Network" vor
PresseInformation der EU-Kommission vom 7. Februar 2008.
 
Enterprise Europe Network, one stop shop for business and innovation support services
Memorandum der EU-Kommission vom 7. Februar 2008 mit Informationen zum Thema.
 
Enterprise Europe Network (EEN)
Business Support at Your Doorstep. Informationen der EU-Kommission zum neuen EU-Netzwerk für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
 
The Enterprise Europe Network in Germany
Adressen von Einrichtungen im Rahmen des EU-Netzwerkes in Deutschland.
 
Enterprise Europe Network (EEN) Niedersachsen
Die Europäische Kommission hat das europäische Unterstützungsnetzwerk "Enterprise Europe Network" (EEN) im Frühjahr 2008 ins Leben gerufen. Das EEN vereint die vorherigen Netzwerke der "Euro Info Centres" (EIC) und der "Innovation Relay Centres" (IRC). Das neue Netzwerk unterstützt die internationale Zusammenarbeit von Wirtschaft - hier besonders von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) - und Wissenschaft.