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EU-Erweiterung & Mittelstand - Chancen und Risiken
Ausgabe 2004/1 vom Mai 2004
des Informationsdienstes "Europa-Fokus Niedersachsen"
 
Infos für mittelständische Unternehmen zum Thema EU-Erweiterung


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Europa-Fokus Niedersachsen | Ausgabe 2004/1 | Mai 2004
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Inhalt der Ausgabe:
Vorwort
Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident
 
Mit der Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern zum 1. Mai 2004 rückt Niedersachsen von der bisherigen geografischen Randlage in eine zentrale Lage der Europäischen Union. Gleichzeitig wird der Binnenmarkt der Europäischen Union auf 455 Millionen Menschen anwachsen.
 
Deutschland und damit auch Niedersachsen hat eine Schlüsselrolle bei der EU-Erweiterung. So nimmt Deutschland bei den Exporten in die neuen Mitgliedstaaten der EU die erste Stelle unter den bisherigen Unionsländern ein. Die deutsche und auch niedersächsische Wirtschaft verfügt schon heute über gut etablierte Geschäftsbeziehungen nach Osteuropa. Für die größeren Beitrittsländer Polen, Tschechien und Ungarn ist Deutschland der größte Wirtschaftspartner.
 
Dennoch wird die EU-Erweiterung von vielen kleineren und mittleren Unternehmen, Freiberuflern und anderen Selbstständigen mit Skepsis betrachtet. Insbesondere das Bau- und Ausbaugewerbe befürchtet einen zunehmenden Verdrängungsprozess durch Billigkonkurrenz aus Osteuropa. Auch fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger: Wie können die wachsenden Verkehrsströme bewältigt werden und wird es womöglich zu einer massenhaften Zuwanderung aus den neuen Mitgliedstaaten kommen? Für einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren schließen Übergangsregelungen letzteres aus. Auch lassen die damaligen Erfahrungen mit dem Beitritt Griechenlands und Portugals in die EU derartige Befürchtungen als unbegründet erscheinen.
 
Als stark exportorientierte Volkswirtschaft wird Deutschland von der Erweiterung profitieren; dennoch wird es in Einzelfällen zu Arbeitsplatzverlagerungen kommen. Auch müssen sich kleinere Unternehmen auf eine zunehmende Internationalisierung einstellen und geeignete Unternehmensstrategien, z.B. Nischen-, Qualitäts- und Innovationsstrategien entwickeln. Als ein Land, in dem mehr als 90 Prozent der Unternehmen unter 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, sind wir gut beraten, die Sorgen des Mittelstandes ernst zu nehmen und diese bei der Diskussion über die wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Erweiterung nicht auszuklammern.
 
Chancen und Risiken der Erweiterung müssen offen ausgesprochen und Ansätze für Lösungsstrategien speziell auch für den kleineren Mittelstand aufgezeigt werden. Hierzu soll die Informationskampagne des Europäischen Informations-Zentrums (EIZ) Niedersachsen "EU-Erweiterung & Mittelstand - Chancen und Risiken" einen Beitrag leisten. Die Kampagne wird in engem Schulterschluss mit der NBank, der Osteuropa-Agentur, dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium und vielen kompetenten Mittelstandsverbänden und Wirtschaftskammern in Niedersachsen durchgeführt. Ich hoffe, dass das Informations-, Diskussions- und Beratungsangebot im Rahmen der Kampagne von möglichst vielen mittelständischen Unternehmen, Freiberuflern und anderen Selbständigen genutzt wird.
 
Was bedeutet die EU-Erweiterung für die niedersächsische Wirtschaft?
Walter Hirche, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
 
Erfahrungen niedersächsischer Unternehmen
  • Niedersächsischer Holzbauer in Polen erfolgreich
    Firma Cordes aus Rotenburg/Wümme seit 2002 mit eigener Produktion in Gniezno
    Interview mit dem Unternehmer Heinrich Cordes
  • EU-Beitritte stellt Zusammenarbeit auf stabiles Fundament
    Sartorius-Konzern aus Göttingen seit vielen Jahren in Osteuropa tätig
    Interview mit Georg Pytlik, Sartorius AG
Die Neuen im Blick
  • Polens größter Handelspartner ist Deutschland
    Konsul Joachim Thannhäuser, Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg
  • Tschechien und Niedersachsen: Nachbarn, die sich wirklich nah sind
    Gesandter Jan Sechter, Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland
Beratung und Unterstützung
  • NBank: Umfassende Beratung aus einer Hand
    Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH - NBank
  • Osteuropa-Agentur: Spezielles Angebot für Handwerksbetriebe
    Aneta Holtmann, Osteuropa-Agentur
Praktische Tipps
  • Checkliste:
    Was Sie prüfen sollten, bevor Sie in den neuen Mitgliedstaaten investieren
    Hatto Brenner, Präsident der Europäischen Union Mittelständischer Unternehmen
  • Grundstückserwerb durch Ausländer in den neuen mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten der EU
    Ulrich Herfurth, Rechtsanwalt in Hannover
Qualifizierung und Praktika
  • Qualifizierungsoffensive für den Mittelstand - Landesprogramm für Osteuropa-Aktivitäten nutzbar
    Reinhard Bode-Schütte, Landesberatungsgesellschaft für Integration und Beschäftigung
  • Fit für Mittel- und Osteuropa - Qualifizierung, Praktikums- und Kontaktvermittlung
    Martina Graupner-Kreutzmann, InWEnt gGmbH
    Petra Schulze-Ganseforth, Region Hannover
Info-Kampagne des EIZ Niedersachsen:
EU-Erweiterung & Mittelstand - Chancen und Risiken.
Bettina Raddatz, Leiterin des EIZ Niedersachsen
 
Europa und die Neuen - Fragen und Antworten zur EU-Erweiterung
Monika Wolff, EIZ Niedersachsen
 
Infos über Europa - Nützliche Adressen


Links zum Thema:
Die Erweiterung der EU
Nach dem Beitritt von 10 Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 - der größten Erweiterung in der Geschichte der EU - wollen in den kommenden Jahren noch weitere Länder in diese Gemeinschaft als neue Mitglieder aufgenommen werden. Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links rund um das Thema EU-Erweiterung.
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EU-Beitrittskandidaten
Links zu den Ländern der Beitrittskandidaten in unserer Link-Datenbank.
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Niedersachsen wird sich am 14. Mai 2012 (Montag) am 6. bundesweiten EU-Projekttag an Schulen beteiligen. Hier finden Sie nähere Informationen zum EU-Projekttag 2012.
Informationen, Dokumente und Links zum EU-Reformvertrag und zum Prozess seiner Ratifizierung.
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