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EU-Erweiterung und Mittelstand: Bulgarien, Rumänien, Kroatien
Ausgabe 2005/2 vom April 2005
des Informationsdienstes "Europa-Fokus Niedersachsen"
Informationen und Beiträge zur EU-Erweiterung und zu den drei Ländern
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Europa-Fokus Niedersachsen | Ausgabe 2005/2 | April 2005
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Inhalt der Ausgabe:
Vorwort
Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident
Mit der zum 1. Mai 2004 erfolgten EU-Erweiterung um 10 neue Mitgliedstaaten ist Niedersachsen mit seinen acht Millionen Einwohnern aus einer bis dahin geographischen Randlage in die Mitte der EU gerückt.
Niedersachsen, über Jahrzehnte durch eine Mauer von Osteuropa getrennt, ist seit dem vergangenen Jahr ausschließlich von befreundeten EU-Mitgliedstaaten umgeben. Nicht wenige Menschen, die in einem instabilen politischen Umfeld oder in Krisenregionen leben, würden sich glücklich schätzen in einem geographischen und politischen Umfeld zu leben, das ausschließlich aus befreundeten Nachbarstaaten besteht.
Die Erweiterung der EU hat für Niedersachsen nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit sich gebracht. Die Exporte in die neuen EU-Mitgliedstaaten sind überdurchschnittlich gewachsen und haben dazu beigetragen, Arbeitsplätze in der niedersächsischen Wirtschaft zu sichern. Allerdings sind in einigen Bereichen auch negative Auswirkungen festzustellen. So haben in niedersächsischen fleischverarbeitenden Betrieben ca. 6.000 Beschäftigte in den vergangenen Monaten ihren Arbeitsplatz verloren, weil sie durch so genannte Billiglohnarbeitskräfte aus Osteuropa ersetzt worden sind. Hier werden wir sehr genau prüfen müssen, ob dies nach den Kriterien der Dienstleistungsfreiheit zulässig ist oder ob es sich nicht vielfach um illegale Beschäftigungsverhältnisse handelt. In dieser Frage erwarten wir von der EU-Kommission tragfähige Lösungen.
Insgesamt überwiegen jedoch die Vorteile bei weitem und es ist deshalb wichtig, Informationsdefizite in der Bevölkerung und im Mittelstand über den Erweiterungsprozess abzubauen und die mit der Erweiterung verbundenen wirtschaftlichen und politischen Vorteile stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken.
Ich begrüße es deshalb, dass das in meinem Haus angesiedelte Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen im Frühjahr 2004 eine landesweite Informationskampagne zur EU-Erweiterung speziell für den Mittelstand gestartet hat, damit sich auch die kleineren und mittleren Unternehmen und Freiberufler ein umfassendes Bild über den Erweiterungsprozess und die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen machen können.
Mit der vorliegenden Broschüre werden umfängliche Informationen über die neuen Erweiterungsländer Bulgarien, Rumänien und Kroatien, Ansprechpartner in diesen Ländern und Kooperationsmöglichkeiten gegeben. Ich hoffe, dass möglichst viele niedersächsische Unternehmen die Chancen des um 35 Millionen Bürgerinnen und Bürger anwachsenden EU-Binnenmarktes nutzen.
EU-Erweiterung - Wo wir stehen und wie es weitergeht
Angelika Band, Niedersächsische Staatskanzlei
Wirtschaftsministerium unterstützt mittelständische Unternehmen
Gerhard Gizler, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Bulgarien
- Auf einen Blick
- Beitrittskandidat Bulgarien:
Ein Markt mit noch viel Spielraum und großen Gestaltungsmöglichkeiten
Dr. Hans-Friedrich Ruwwe, Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) - "Wettbewerbsfähig bleiben und neue Märkte erschließen"
Interview mit Bertram Rollmann, Textilunternehmen PRINTEX - Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt:
Europaweit gültige Zeugnisse für Sprachen und Büro-Software
Johann Theessen, Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes
- Auf einen Blick
- Rumänien auf dem Weg in die EU
S.E. Adrian Vierita, Botschafter der Republik Rumänien - "Wir produzieren für den rumänischen Markt"
Interview mit Jens Bachmeier, Fuchs Gewürze GmbH - Altstadtsanierung in Sibiu / Rumänien
Steffen Mildner, Rumänisch-deutsches Kooperationsprojekt "Altstadtsanierung Sibiu / Hermannstadt"
- Auf einen Blick
- Wirtschafts- und Investitionsvorteile für klein- und mittelständische Unternehmen in Kroatien
Gordana Telenta, Kroatische Botschaft in Berlin - Kroatien - ein Markt in Aufbruchstimmung
Dr. Thomas Vinke, mep projektmanagement GbR
Vergleichender Überblick über die Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer
Prof. Dr. Heinz Moll, BM Partner Revision GmbH
Immobilienerwerb in Kroatien, Rumänien und Bulgarien
Ulrich Herfurth, Herfurth & Partner Rechtsanwälte GbR
EIZ Niedersachsen führt Informationskampagne für den Mittelstand weiter
Bettina Raddatz, Leiterin des EIZ Niedersachsen
Infos über Europa - Nützliche Adressen
Links zum Thema:
Die Erweiterung der EU
Nach dem Beitritt von 10 Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 - der größten Erweiterung in der Geschichte der EU - wollen in den kommenden Jahren noch weitere Länder in diese Gemeinschaft als neue Mitglieder aufgenommen werden. Hier finden Sie Informationen und weiterführende Links rund um das Thema EU-Erweiterung.
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EU-Beitrittskandidaten
Links zu den Ländern der Beitrittskandidaten in unserer Link-Datenbank.
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