17.05.2013 Brüssel. Die heute (Donnerstag) vorgestellten Daten zum Emissionshandel zeigen ein zwiespältiges Bild. Zwar sind die Emissionen der 12 000 Kraftwerke und Industrieanlagen, die am EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) teilnehmen, im vergangenen Jahr um zwei Prozent gesunken. Allerdings wird die Wirksamkeit des EHS dadurch untergraben, dass sich das Überangebot an Zertifikaten im letzten Jahr verdoppelt hat.

Dazu erklärte EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard: „Die gute Nachricht lautet, dass die Emissionen im Jahr 2012 erneut zurückgegangen sind. Die schlechte Nachricht ist aber, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage vor allem wegen der beispiellos starken Inanspruchnahme internationaler Gutschriften weiter verschlechtert hat. Zu Beginn von Phase 3 liegt ein Überschuss von beinahe 2 Milliarden Zertifikaten vor. Das Europäische Parlament und der Rat müssen also rasch über eine vorübergehende Rücknahme von Zertifikaten vom Markt (sogenanntes „Backloading“) beschließen.“

Unter das EU-EHS fallen neben den teilnehmenden Anlagen in den 27 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen und Liechtenstein seit 2012 auch die Emissionen von Fluggesellschaften, die Flughäfen in diesen Ländern und eng mit ihnen verbundenen Gebieten anfliegen. Die von Fluggesellschaften gemeldeten geprüften Emissionen belaufen sich auf knapp 84 Millionen Tonnen.

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