EU-Bestandsaufnahme zum Internet: Europäer surfen zu langsam

13.06.2013 Brüssel. Im Internet surfen kann mittlerweile fast jeder in Europa, aber nur jeder zweite hat einen schnellen Breitbandanschluss. Und nur zwei Prozent verfügen über ultraschnelle Anschlüsse – weit entfernt von der Zielmarke von fünfzig Prozent in 2020. Das geht aus dem Fortschrittsbericht zur Digitalen Agenda für Europa hervor, den die Europäische Kommission Mittwoch veröffentlicht hat.

„Wie die Daten zeigen, besteht unser größtes Problem in diesem Jahr darin, dass es an Investitionen in sehr schnelle Netze mangelt und noch immer kein echter Telekommunikationsbinnenmarkt besteht. Das Problem ist klar, und wir werden es entschlossen mit einem Telekom-Binnenmarktpaket angehen“, sagte Neelie Kroes, für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin.

Ein weiteres Problem sind nach wie vor die mangelnden Computerkenntnisse: Jeder zweite EU-Bürger hat keine oder nur geringe Kenntnisse. Vierzig Prozent der Unternehmen, die IT-Fachkräfte einstellen oder suchen, haben Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Dabei wird die Zahl der freien Stellen für Fachkräfte in der Internet- und Telekommunikationsbranche bis 2015 voraussichtlich auf 900.000 anwachsen.

Links zum Thema:

EU-Fortschrittsanzeiger: jährlicher Überblick über Erfolge im digitalen Bereich
PresseInformation der EU-Kommission vom 12. Juni 2013.

Digital Agenda – Scoreboard: Germany
Daten zu Deutschland aus dem Fortschrittsbericht der EU-Kommission.