EU-Gericht soll über Rechte von Briten nach Brexit urteilen

08.02.2018 Amsterdam (dpa) – Ein Amsterdamer Gericht hat den Europäischen Gerichtshof beauftragt, über die EU-Rechte von britischen Bürgern nach dem Brexit zu urteilen. Der Luxemburger Hof solle dazu ein Rechtsgutachten abgeben, entschied das Gericht am Mittwoch und gab damit einer Klage von fünf in den Niederlanden lebenden Briten statt. «Es ist fraglich, ob ein Brexit automatisch zum Verlust der EU-Bürgerschaft für Briten in der EU führt», heißt es in dem Richterspruch.

Die Kläger fordern von den Niederlanden eine Garantie ihrer EU-Bürgerrechte nach dem Brexit. Sie hatten angeführt, dass sie bislang in der EU frei reisen und arbeiten durften. Sie fürchten jedoch, dass sie nach dem Brexit ihren Wohnort Niederlande verlassen müssten.

Ein Rechtsgutachten des Europäischen Gerichtshofes könnte weitreichende Folgen für alle rund 1,2 Millionen Briten haben, die außerhalb Großbritanniens in anderen EU-Staaten leben. Der Klage haben sich auch zwei Organisationen von Briten in den Niederlanden angeschlossen. In den Niederlanden leben rund 46 000 Briten.

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