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Kosten und Nutzen der EU
Deutschland gehört zu den größten EU-Gewinnern
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Laut Eurobarometer halten es 53 Prozent der Befragten für eine gute Sache, dass Deutschland EU-Mitglied ist. Und 74 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Mitgliedschaft sei essentiell für die deutsche Exportwirtschaft ein Plus von sieben Prozentpunkten. Eine der Hauptsorgen der Umfrage-Teilnehmer ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen in EU-Mitgliedstaaten mit geringeren Lohnkosten. 84 Prozent der Befragten machen die EU für den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland verantworlich.
Deutschland profitiert von EU-Erweiterung
Der Arbeitsmarkt in Europa ist allerdings kein Kuchen, dessen Stücke Deutschland weggenommen und an andere EU-Länder verteilt werden, auch wenn Unternehmensbeispiele wie Electrolux und AEG dieses Bild nahe legen. Die Studie von Wessels und Diederichs weist im Gegenteil nach, dass Deutschland zu den größten EU-Gewinnern gehört. Deutschland hat mit 33,8 Prozent im Vergleich der EU15 den größten Anteil an der Einkommenssteigerung durch die EU-Osterweiterung.
Exportboom nach Osteuropa
Insgesamt haben sich die deutschen Exporte in die EU-Staaten von 2000 bis 2004 um 25 Prozent erhöht; die Ausfuhren in die acht osteuropäischen Beitritssländer stiegen im gleichen Zeitraum sogar um 34 Prozent kein anderer EU-Staat kann auf solche Zuwachsraten verweisen. Deutschlands Stärke liegt dabei zunehmend im Bereich der Spitzentechnologie. Ihr Exportanteil steigt. Umgekehrt sinkt der Anteil nicht forschungsintensiver Industriebranchen. Die Studie belegt: Der Handel mit den neuen EU-Staaten verstärkt schon seit Jahren den Strukturwandel. Deutschland hat dadurch Wettbewerbsvorteile bei wissens- und technologieintensiven Pro-dukten und Dienstleistungen gewonnen.
Binnenmarkt beschert BIP-Wachstum
Eine ähnlich positive Bilanz ziehen die Autoren der Studie für die Nettozahlerposition Deutschlands. Der Nettobetrag am EU-Haushalt liegt bei 7,1 Milliarden Euro. Das sind rund 0,33 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Deutschland ist damit absolut gesehen größter EU-Beitragszahler. Pro Kopf lag der Beitrag im Jahr 2004 mit 87 Euro aber auf Platz 3, hinter den Niederlanden und Schweden.
Dem gegenüber bringt der EU-Binnenmarkt dauerhaft ein Wachstum zwischen 0,6 und 0,8 Prozent des BIP. Auch wenn Deutschland in den kommenden Jahren größter Nettozahler bleiben wird, wiegen die wirtschaftlichen Vorteile des gemeinsamen Marktes dies auf. Für Deutschland als Exportnation hat auch die Einführung des Euro Wachstum gebracht. Die gemeinsame Währung erleichterte den Handel durch höhere grenzüberschreitende Investitionen, einen attraktiven Kapitalmarkt für internationale Investoren und eine größere Währungsstabilität als zu D-Mark-Zeiten.
Deutschland Europa-fit halten
Will Deutschland seinen Vorsprung im Binnenmarkt halten, dann sind allerdings Reformen dringend geboten. Die Autoren der Studie fordern: In die Aus- und Weiterbildung, angewandte und Grundlagenforschung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen muss mehr investiert werden. Gleichzeitig sollten sich die deutschen Märkte konsequenter den mittel- und osteuropäischen Ländern öffnen. Aus Sicht von Wessels gilt es, die Europafähigkeit der deutschen Politik zu verbessern und die Chancen des EU-Vertrags zu nutzen. Europa ist nicht die Ursache für Deutschlands wirtschaftliche Lage - Europa ist Teil der Lösung.
Quelle der vorstehenden Informationen:
EU-Nachrichten Nr. 5 vom 2. Februar 2006 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland
DOWNLOADS zum Thema
Die neue EU: im vitalen Interesse Deutschlands? Deutschland profitiert einer Studie zufolge weit mehr von der EU, als bislang öffentlich dargestellt. Das zeigt eine am 30. Januar 2006 in Berlin vorgelegte Studie über Kosten und Nutzen der EU-Mitgliedschaft. Die verbreitete Wahrnehmung in Deutschland, die EU wäre für die schwache Wirtschaft in Deutschland verantwortlich, entspricht nicht den wirtschaftlichen und politischen Realitäten. |
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| EBD-EUD-Studie.pdf | ||
| EBD-EUD-Studie-Zusammenfassung.pdf |
Deutschland gehört zu den größten EU-Gewinnern
Beitrag aus den "EU-Nachrichten" Nr. 5 vom 2. Februar 2006 der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland mit erläuternden Grafiken zum Text des Beitrags.
| eu-nachrichten-05-06.pdf |
WEITERE INFORMATIONEN
EU kommt billiger als gedacht
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Extern: Magazin-Beitrag...
Welchen Nutzen hat die EU für Deutschland?
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Extern: Magazin-Beitrag...
LINKS zum Thema
Deutschland profitiert deutlich von der EU
Die Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union zahlt sich aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Köln. Der Nutzen, den Deutschland insbesondere aus dem EU-Binnenmarkt zieht, übersteigt deutlich die jährlichen Nettozahlungen von 7,1 Milliarden Euro. Nachricht der Bundesregierung zur Studie.
Extern: Nachricht...
Standard-Eurobarometer 64: Herbst 2005
Die Standard-Eurobarometer-Herbstumfrage gibt einen ersten Überblick über die Meinungen der Bürger am Ende eines ereignisreichen und schwierigen Jahres für die EU. Das erste Halbjahr war gekennzeichnet durch die Ratifizierung der Europäischen Verfassung, während das zweite Halbjahr im Zeichen der Diskussionen über den EU-Haushalt stand. PresseInformation der EU-Kommission vom 20. Dezember 2005.
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Eurobarometer 64
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Europäische Bewegung Deutschland (EBD)
Nationaler Verband der "Europäischen Bewegung" (European Movement | Mouvement Européene). Die Europäische Bewegung tritt für die Weiterentwicklung der europäischen Integration ein. Sie ist ein privates, nichtgouvernementales System von Zusammenschlüssen von Personen und Organisationen.
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Deutschland und Europa
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