2006: Europaïsches Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
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Die EU-Kommission stellt insgesamt 6 Millionen Euro für das Jahr der Arbeitskräftemobilität bereit. Mit 4,3 Millionen Euro soll der Löwenanteil Projekten zur Sensibilisierung zugute kommen. Die Ausschreibungen sind ab September 2005 zu erwarten. Im Juni 2006 ist eine große Mobilitätskonferenz in Wien anberaumt. Mit "Job Fair Europe" ist eine Europa-Stellenbörse geplant, die Online-Job-Börsen aus 100 europäischen Städten vernetzt. Geplant sind zudem verschiedene Studien über die Auswirkungen der Mobilität. Ein Preis wird für die Organisation ausgeschrieben, die am meisten für die Arbeitskräftemobilität getan hat.
Arbeitsmärkte ab 2006 öffnen
Im Jahr 2006 können die zweijährigen Übergangsregelungen für die Freizügigkeit von Arbeitskräften aus den neuen Mitgliedstaaten fallen oder gelockert werden. Zwölf EU-Staaten hatten die Migration beschränkt. Deutschland und Frankreich gehören zu den Ländern mit den größten Hindernissen. Dabei ist es auch in den Staaten, die wenig oder keine Schranken eingeführt haben, wie Schweden, Grobritannien oder Irland nicht zu einer Massenzuwanderung aus Osteuropa gekommen.
Dies belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Danach sind rund 150.000 Personen seit dem 1. Mai 2004 von Ost- nach Westeuropa migriert - ein Drittel des vom DIW prognostizierten Wanderungspotenzials. Die Migranten sind im Durchschnitt höher qualifiziert als die Bevölkerung hierzulande.
Großbritannien und Irland profitieren
Ein Löwenanteil arbeitet jetzt in Großbritannien und Irland. Beide EU-Länder hatten wie Dänemark und Schweden ihre Arbeitsmärkte zum Stichtag der Erweiterung geöffnet. Hierzulande ist die Bevölkerung aus den EU10 im Jahr 2004 sogar gesunken. Deutschland und fünf andere EU-Staaten haben die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den zehn neuen Mitgliedstaaten (EU10) dagegen zunächst zwei Jahre lang stark beschränkt, mit negativen Folgen, wie das DIW nachweist. "Die Übergangsfristen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit führen zu erheblichen gesamtwirtschaftlichen Verlusten in der erweiterten EU. Am Ende könnte Deutschland von einer Umlenkung qualifizierter Migranten aus den neuen Mitgliedstaaten nach Großbritannien und in andere EU-Staaten negativ betroffen sein", prognostiert Herbert Brücker, Autor der DIW-Studie. Es gibt daher aus volkswirtschaftlicher Perspektive wenig stichhaltige Gründe, die Ost-West-Wanderung zu unterbinden.
Quelle dieser Information:
EU-Nachrichten Nr. 25 vom 07.07.2005 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland2006: Europäisches Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer 2006 ist zum Europäischen Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer erklärt worden. Dieses kleine Faltblatt der Europäischen Kommission in Brüssel gibt einen Überblick über die Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten und erklärt, wie Sie teilnehmen können und wo Sie weitere Informationen erhalten.
Das Faltblatt ist erhältlich in allen 20 Amtssprachen der Europäischen Union und kann im Internet heruntergeladen werden. Extern: Faltblatt... |
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Das Europäische Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
Extern: e.public-Magazin...
Zeitschrift "Sozial Agenda"
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Das Magazin kann im Internet abonniert werden. Die Ausgabe 12/2005 steht dort zum Download zur Verfügung.
Extern: Magazin "Sozial Agenda"...
Links zum Thema:
Das Europäische Jahr der Mobilität der ArbeitnehmerMemorandum der EU-Kommission vom 20. Februar 2006 mit Fragen und Antworten zum Thema.
Extern: Memo...
2006 Europaïsches Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
PresseInformation der EU-Kommission vom 30. Juni 2005.
Extern: PresseInformation...
2006 Europaïsches Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
Informationen der EU-Kommission über Veranstaltungen und sonstige Aktivitäten im Rahmen des Mobilitätsjahres.
Extern: Informationen...
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Übergangsfristen bewirken Umlenkung der Migration nach Großbritannien und Irland
PresseInformation des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom 1. Juni 2005.
Extern: PresseInformation des DIW...







