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2008: Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs
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Mit den für das Europäische Jahr zur Verfügung stehenden zehn Millionen Euro werden über Programme und andere Gemeinschaftsaktionen möglichst konkrete und vielfältige Projekte finanziert. Die anvisierten Bereiche sind vor allem Kultur, Bildung, Jugend, Sport sowie Unionsbürgerschaft.
Bei der Vorstellung dieses Vorschlags erklärte der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Mehrsprachigkeit zuständige Kommissar Ján Figel: "In den letzten Jahren hat sich in Europa viel geändert: Mehrere Erweiterungen, eine größere Mobilität durch den Binnenmarkt und ein stärkerer Austausch von Menschen und Waren mit außereuropäischen Ländern haben ihre Wirkung gezeigt. Dadurch kam es zu Interaktionen zwischen den Europäern und anderen Kulturen, Sprachen, Völkern und Religionen inner- und außerhalb des europäischen Kontinents. Der Dialog zwischen den Kulturen ist also unverzichtbar, wenn sich die europäischen Völker und ihrer verschiedenen Kulturen annähern sollen."
Die EU-Kommission schlägt deshalb vor, 2008 zum Europäischen Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen auszurufen, um die Bürgerinnen und Bürger - vor allem die jungen - für dieses Thema zu interessieren.
Das Europäische Jahr 2008 soll allgemein darauf zielen:
- den interkulturellen Dialog zu fördern, der es den europäischen Bürger und allen, die in der Europäischen Union leben, ermöglichen soll, sich die Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, um die zunehmend offene und komplexe Umgebung meistern zu können;
- den europäischen Bürgerinnen und Bürger und allen, die in der Europäischen Union leben, deutlich zu machen, wie wichtig es ist, eine aktive und weltoffene Unionsbürgerschaft zu entwickeln, welche die kulturelle Vielfalt respektiert und auf gemeinsamen Werten gründet.
Ferner werden die Mitgliedstaaten eng eingebunden, die sich vor allem auf die Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation konzentrieren sollen.
Die EU-Kommission sieht für das europäische Jahr 2008 Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro für drei Arten von Aktionen vor, welche die operationellen Ziele darstellen:
- Informations- und Werbekampagne für die Ziele des Europäischen Jahres - das durch ein Logo symbolisiert wird - wofür die Hälfte der Mittel eingesetzt werden könnte;
- Förderung einer begrenzten Anzahl von beispielhaften Aktionen auf Gemeinschaftsebene (beispielsweise große Fest- oder Sportveranstaltungen) zur Bekanntmachung der Ziele des Europäischen Jahres, vor allem bei den Jugendlichen;
- finanzielle Beteiligung an nationalen Aktionen, die eine starke europäische Dimension aufweisen.
WEITERE INFORMATIONEN
| Videoclip rechts: Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung. |
| Europa zielt auf ein Tor: Nein zu Rassismus Verschiedenste Fußballfans aus unterschiedlichen Ländern verfolgen in verschiedenen Sprachen Spiel und Emotionen hautnah am Bildschirm mit. Eine Koproduktion von EU-Kommission und UEFA gegen Rassismus - während der Fußballmeisterschaft 2008 ausgestrahlt. Videoclip abspielen... | ![]() |
DOWNLOADS zum Thema
Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs (2008)
Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs (EJID) wurde begründet durch die Entscheidung 1983/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. September 2006. Der Text dieser Entscheidung - mit den Zielen und Maßnahmen des EU-Jahres - wurde im Amtsblatt der EU Nr. L 412 vom 30. Dezember 2006 veröffentlicht.
Extern: Entscheidung als PDF-Dokument...
LINKS zum Thema
Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs 2008
Informationen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zum Europäischen Jahr 2008 sowie zu den Aktionen und Veranstaltungen in Deutschland dazu.
Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs 2008
Website der Europäischen Union zum Europäischen Jahr 2008.
Startschuss für Europäisches Jahr des Interkulturellen Dialogs
Am 8. Januar 2008 wurde in Ljubljana 2008 offiziell als das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs eingeläutet. Ziel ist es, den EU-Bürgern zu helfen, "in einem offeneren, komplexeren kulturellen Umfeld" zurechtzukommen. Dabei soll besonders der Dialog zwischen dem Islam und dem Christentum gefördert werden, berichtet das Europa-Magazin "EurActiv".
Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs
Informationen der EU-Kommission zu ihrem Vorschlag.
Die Völker Europas "in Vielfalt geeint" - Start der Kampagne zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008
PresseInformation der EU-Kommission vom 4. Dezember 2007.
Drei von vier EU-Bürgern begrüßen den Dialog mit anderen Kulturen
Fast drei Viertel (72 %) aller EU-Bürgerinnen und -Bürger meinen, dass Menschen mit einem anderen ethnischen, religiösen oder nationalen Hintergrund das kulturelle Leben in ihrem Land bereichern; 23 % stimmen dem nicht zu. Dies geht aus einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Flash-Eurobarometer-Umfrage hervor. Die Teilnehmer wurden nach ihren Formen des Kontakts mit Menschen aus anderen Kulturen, nach ihrer Haltung gegenüber kultureller Vielfalt überhaupt und nach dem bevorstehenden Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs (2008) gefragt. PresseInformation der EU-Kommission vom 4. Dezember 2007.
Eurobarometer: Intercultural dialogue in Europe
Ergebnisse der Umfrage des Flash-Eurobarometer Nr. 217 zum Thema interkultureller Dialog. Die Ergebnisse könnenm über diese Seite abgerufen werden.
Der Interkulturelle Dialog
Aufgrund der sukzessiven Erweiterung der Europäischen Union, der wegen des Binnenmarktes gestiegenen Mobilität, aufgrund vergangener wie gegenwärtiger Migrationsströme, des umfassenden Austauschs mit dem Rest der Welt in den Bereichen Handel, Bildung und Freizeit und aufgrund der Globalisierung im Allgemeinen ergeben sich immer mehr Wechselwirkungen zwischen den Kulturen, Religionen, Ethnien und Sprachen innerhalb und außerhalb Europas. Angesichts dieser zunehmend multikulturell geprägten europäischen Gesellschaften gewinnen die Entwicklung interkultureller Kompetenzen und die Förderung des interkulturellen Dialogs an Bedeutung. Informationen der EU-Kommission zum Thema.



