Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen
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2010 wird "Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut"

Die Europäische Kommission hat im Dezember 2007 das Jahr 2010 zum "Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" ernannt. Eine Kampagne im Umfang von 17 Millionen Euro soll die Selbstverpflichtung der Europäischen Union (EU) unterstreichen, einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung bis 2010 zu leisten. Der EU-Kommissar für soziale Angelegenheiten, Vladimír Špidla, sagte dazu am 12. Dezember 2007 in Brüssel: "Das Europäische Jahr wird die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, wie stark Armut immer noch den Alltag vieler Europäer prägt."
 
78 Millionen Menschen sind EU-weit von Armut bedroht. Umfragen zufolge haben EU-Bürger den Eindruck, dass in der eigenen Region etwa jeder Dritte in Armut lebt und jeder Zehnte unter extremer Armut leidet. In allen Mitgliedstaaten ist ein Teil der Bevölkerung von Ausgrenzung und Benachteiligung betroffen, oft haben diese Personen zudem nur eingeschränkten Zugang zu Grundversorgungsleistungen.
 
Das Europäische Jahr 2010 richtet sich deshalb an alle staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure. Es soll helfen, ärmeren Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und sie voll in die Gesellschaft zu integrieren. Außerdem soll es die Verantwortung des Einzelnen beim Kampf gegen Armut und Ausschluss unterstreichen. Das Jahr soll außerdem an die Bürger appellieren, sich für einen stärkeren Zusammenhalt in der Gesellschaft einzusetzen und schließlich auch Mitwirkende auf allen Regierungsebenen dazu ermuntern, kontinuierliche Anstrengungen in dieser Richtung zu unternehmen.
 
Das Europäische Jahr 2010 wird mit dem Abschluss der auf zehn Jahre angelegten Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung (Lissabon-Strategie) zusammenfallen, in deren Rahmen sich die EU verpflichtet hat, die Beseitigung der Armut bis 2010 "entscheidend voranzubringen". Mit dem Europäischen Jahr wird ferner ein Prozess eingeleitet, der bereits in der Sozialpolitischen Agenda 2005-2010 angekündigt wurde.


WEITERE INFORMATIONEN zum Thema


EU-Jahr 2010: "Armut stoppen - gemeinsam handeln"
Gegen Armut handeln


LINKS zum Thema


EU eröffnet Europäisches Jahr 2010: Armut darf nicht sein!
PresseInformation der EU-Kommission vom 20. Januar 2010.
 
Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010
Memorandum der EU-Kommission vom 20. Januar 2010 mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Europajahr.
 
Lebensbedingungen im Jahr 2008
17% der Bevölkerung in der EU27 von Armut bedroht - Kinder und ältere Menschen stärker von Armut bedroht. PresseInformation des EU-Statistikamtes Eurostat in Luxembuurg vom 18. Januar 2010 mit statistischen Informationen zum Thema Armut in den EU-Staaten.
 
Stop poverty now!
Offizielle Website der EU-Kommission zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010.
 
Mit neuem Mut.
Offizielle Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010 in Deutschland.
 
Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Legislative Entschließung des Europäischen Parlaments (EP) vom 17. Juni 2008 zu dem Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (2010).
 
Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Vorschlag der EU-Kommission für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrates über das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (2010) als PDF-Dokument.
 
Zusammenfassung der Folgenabschätzung
Arbeitspapier der Dienststellen der EU-Kommission zum Vorschlag der EU-Kommission für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrates über das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (2010) als PDF-Dokument.
 
Soziale Eingliederung
Solidarität ist ein Kernmerkmal der Europäischen Union. Es ist ein wesentliches Ziel der europäischen Gesellschafts- und Sozialmodelle, dass Menschen nicht daran gehindert werden sollten, vom wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu profitieren und dazu beizutragen. Informationen der EU-Kommission zum Sozialschutz und zum Kampf gegen Armut in der EU.
 
Gemeinsamer Bericht über Sozialschutz und soziale Eingliederung 2007
Memorandum der EU-Kommission vom 19. Februar 2007 mit Fragen und Antworten zum Sozialschutzbericht der EU.
 
Sozialagenda 2005 - 2010
Die EU-Kommission hat am 9. Februar 2005 ihre neue sozialpolitische Agenda veröffentlicht, mit der sie im Rahmen der umgestalteten Lissabonner Strategie für Wachstum und Arbeitsplätze das europäische Sozialmodell modernisieren möchte. Die neue Agenda konzentriert sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und gleicher Chancen für alle und soll gewährleisten, dass die Vorteile der Wachstums- und Arbeitsplatzinitiative der EU allen Mitgliedern der Gesellschaft zugute kommen. Durch die Modernisierung der Arbeitsmärkte und der Sozialschutzsysteme werden die Menschen Chancen nutzen können, die sich ihnen im Zuge des internationalen Wettbewerbs, des technologischen Fortschritts und der gewandelten Bevölkerungsstruktur bieten. Damit leistet die sozialpolitische Agenda einen Beitrag zum Schutz der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Informationen der EU-Kommission zur Sozialpolitischen Agenda.