Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen
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Klima(Schutz)politik der EU
 
Climate Action: EU-Klimaschutzpaket vorgelegt

Die Europäische Kommission hat am 23. Januar 2008 in Brüssel ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Energie- und Klimapolitik der EU vorgestellt. Es zeigt den Weg auf, wie die Beschlüsse des Europäischen Rats der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten vom März 2007 (siehe unten unter "Downloads") umgesetzt werden können.
 
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte die Vorschläge der EU-Kommission am 23. Januar. "Die EU-Komission hat ein gutes, ambitioniertes Paket vorgelegt", sagte Gabriel in Berlin. Deutschland unterstütze dieses Paket nachhaltig. Die EU-Kommission habe wichtige deutsche Hinweise aufgenommen und umgesetzt. Beispiel hierfür sei die Berücksichtigung der Wettbewerbssituation der stromintensiven Industrie.
 
In einigen Punkten sehe Deutschland aber noch Nachbesserungsbedarf: etwa bei der Frage, wann die EU die Sonderregeln für die stromintensive Industrie im Emissionshandel festlegen wolle. Gesprochen werden müsse auch über die Gültigkeit der Nachhaltigkeitskriterien für alle Formen von Biomasse.
 
Das am 23. Januar von der EU-Kommission vorgelegte "Klimapaket" umfasst vier Entwürfe für Rechtsakte der Europäischen Union:
 
1. Reduzierung der Treibhausgase in den einzelnen Mitgliedsstaaten
Maßgabe ist das im März 2007 von den Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten vereinbarte Ziel, EU-weit die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent abzusenken. Industrie und Energieunternehmen sollen bis 2020 21 Prozent Minderung gegenüber 2005 erbringen, Haushalte, Verkehr, Dienstleistungen müssen ihre Emissionen um 10 Prozent reduzieren.
 
Der Verteilungsschlüssel ist an der Wirtschaftskraft orientiert: Deutschland soll für die nicht in den Emissionshandel einbezogenen Sektoren - Verkehr, Haushalte, Landwirtschaft, Abfall - um 14 Prozent gegenüber 2005 mindern. Das liegt leicht unter den Minderungspflichten, die die EU-Kommission etwa für Frankreich und Großbritannien vorsieht.
 
Sollten sich auch andere große Emittenten in einem neuen internationalen Klima­schutzabkommen zu ähnlichen Minderungszielen verpflichten, so wird die EU wie 2007 beschlossen insgesamt um 30 Prozent mindern. Die heute vorgeschlagenen Verteilungsschlüssel werden dann nochmals angepasst.
 
2. Förderung der erneuerbaren Energien
Im März 2007 wurde von den Staats- und Regierungschefs verabredet, den Anteil von Wind-, Wasser- und anderen regenerativen Energien am Endenergieverbrauch in der EU bis 2020 auf insgesamt 20 Prozent zu erhöhen. Für die nationalen Quoten wird jeweils der bisherige Anstieg zwischen 2001 und 2005 berücksichtigt. Hinzu kommen 5,5 Prozentpunkte und ein Faktor aus Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt und Einwohnerzahl. Für Deutschland heißt dies eine Steigerung von rund 6 auf 18 Prozent bis zum Jahr 2020.
 
Für alle EU-Mitgliedsstaaten gilt pauschal die im März 2007 beschlossene Biokraftstoff-Quote von 10 Prozent. Für die Stoffe werden Nachhaltigkeitskriterien eingeführt, um den umweltschonenden Anbau zu sichern. Außerdem sollen die Biokraftstoffe ein Mindestniveau an Netto-CO2-Einsparung einhalten.
 
Der Handel von Zertifikaten für erneuerbare Energien (so genannte Öko-Zertifikate) auf Unternehmensebene steht unter Genehmigungsvorbehalt der Mitgliedsstaaten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Transfers ins Ausland die Einhaltung der nationalen Ausbauziele gefährden. Deutschland hat sich für diese Lösung stark gemacht, da ein solcher Handel die Ausbauziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes konterkariert.
 
3. Weiterentwicklung des Emissionshandels
Die EU-Kommission will eine einheitliche Gesamtmenge (Cap) für den Emissionshandel in alle Mitgliedsstaaten festlegen. Auch die Zuteilungsregeln für die Anlagentypen werden harmonisiert:Auch das Emissionshandelssystem steht unter dem Vorbehalt, dass es bei der geringeren EU-Minderungspflicht von 20 Prozent bleibt.
 
Die Einnahmen aus dem Emissionshandel gehen an die EU-Mitgliedsstaaten. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um Innovationen in erneuerbare Energien oder Forschung zur CO2-Abscheidung und -Speicherung zu fördern. Ein Teil soll auch in die Entwicklungsländer fließen und diese bei der Anpassung an den Klimawandel fördern.
 
4. CO2: Abscheidung und Ablagerung
Die EU-Kommission schreibt in ihrem "Klimapaket" vom 23. Januar 2008 Anforderungen an die Genehmigungen für Speicherung (Ablagerung) und eine Notifizierungspflicht für Ablagerungsgenehmigungen fest. Außerdem fordert sie, dass bei großen Kraftwerkneu­bauten mit mehr als 300 MW Kapazität Speichermöglichkeiten vorzusehen sind.
 
Die EU-Kommission geht von direkten Kosten in Höhe von 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahre 2020 aus, die durch das Paket entstehen. Aufgrund von CO2-Zertifikaten, die durch Klimaschutzprojekte nach dem Kyoto-Protokoll im Ausland erworben werden, könne der Wert niedriger ausfallen. Neue Leitlinien für Umweltschutzbeihilfen sollen es den EU-Mitgliedsstaaten erleichtern, Fördermaßnahmen für die Wirtschaft ergreifen.
 
Wie geht es weiter?
Der Vorschlag der EU-Kommission vom 23. Januar 2008 wird gleichzeitig im EU-Ministerrat und im Europäischen Parlament erörtert. Bei dem Gesetzespaket greift das Mitenscheidungsverfahren. Das heißt: Das Europäische Parlament muss dem endgültigen Rechtsakt zustimmen. Die EU-Kommission strebt an, das "Klimapaket" noch in der laufenden Legislaturperiode des Parlaments, also bis Juni 2009, zu verabschieden.
 

Quelle der vorstehenden Informationen:
Pressebericht der Bundesregierung vom 23. Januar 2008.


Klimaziele für alle Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2020
In ihren EU-Nachrichten Nr. 3 vom 24. Januar 2008 hat die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland unter anderem eine tabellarische Übersicht zu den rechtlich bindenden Klimazielen für die EU-Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2020 auf der Grundlage der Vorschläge der EU-Kommission veröffentlicht.
 
Diese Tabelle (Grafik rechts) bietet zwei Übersichten:
  • Reduktionsziele in den nicht vom Emissionshandelssystem (EHS) der EU betroffenen Wirtschaftssektoren (bezogen auf das Jahr 2005) und

  • Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in den EU-Mitgliedstaaten im Jahre 2020.



Tabelle: Für Vergrößerung bitte die Grafik klicken.


LINKS zum Thema


Wissenschaftliche Fakten des Klimawandels
Entschließung des Europäischen Parlaments (EP) vom 21. Mai 2008 zu den wissenschaftlichen Fakten des Klimawandels: Feststellungen und Beschlussempfehlungen.
 
Wissenschaftliche Fakten des Klimawandels
Bericht des Abgeordneten Karl-Heinz Florenz vom 8. April 2008 für den Nichtständigen Ausschuss zum Klimawandel des Europäischen Parlaments.
 
Sigmar Gabriel: Europa bleibt Vorreiter beim Klimaschutz
Unterstützung für Brüsseler Klima- und Energiepaket. PresseInformation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vom 23. Januar 2008.
 
20 20 by 2020: Europe's Climate Change Opportunity
Text der Rede von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zum Klimapaket der EU-Kommission am 23. Januar 2008 vor dem Plenum des Europäischen Parlaments in Brüssel.
 
Climate Action: Das "Klimapaket" der EU-Kommission
The "Climate action and renewable energy package": the European Commission's legislative proposal to achieve agreed EU objectives in the fight against climate change. Über diese Seite der EU-Kommission können alle PresseInformationen, Memoranden, sonstigen Dokumente und Publikationen zu dem am 23. Januar 2008 veröffentlichten Energie- und Klimapaket der EU-Kommission - auch in deutscher Sprache - abgerufen werden, darunter unter anderen:
- PresseInfo IP/08/80: Mehr Wachstum und Beschäftigung durch Klimaschutz
- MEMO/08/34: Vorschlag der Kommission, die Belastungen zu verteilen
- MEMO/08/35: Vorschlag der Kommission für eine Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems
- MEMO/08/36: Vorschlag für eine Richtlinie über die geologische Speicherung von Kohlendioxid
- MEMO/08/33: Mitteilung zum Richtlinienpaket "Erneuerbare Energiequellen und Klimawandel"
- MEMO/08/32: Erste Bewertung nationaler Aktionspläne für Energieeffizienz (NEEAP)
- MEMO/08/31: Staatliche Beihilfen: Leitlinien für staatliche Umweltschutzbeihilfen


DOWNLOADS zum Thema


Europäischer Rat März 2009: Energie und Klimawandel
Die EU ist weiterhin entschlossen, eine führende Rolle dabei zu übernehmen, dass im Dezember 2009 in Kopenhagen ein globales und umfassendes Klimaschutzübereinkommen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als 2º C zustande kommt. Text der Schlussfolgerungen des Vorsitzes (Schlussdokument) mit den Ergebnissen bzw. Beschlüssen der Tagung des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am 19. und 20. März 2009 in Brüssel (EU-Frühjahrsgipfel) als PDF-Dokument.
 
Europäischer Rat Dezemer 2008: Energie und Klimawandel
Der Weg für das Klimaschutzpaket der EU ist frei. Nach hartem Ringen hat sich der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am 11./12. Dezember 2008 in Brüssel auf ein Paket zum Klimaschutz geeinigt. Die Teilnehmer billigten einen Kompromiss, der erhebliche Zugeständnisse an Deutschland und Polen beim Emissionshandel vorsieht. Nähere Ausführungen dazu im Schlussdokument des EU-Gipfels.
 
Europäischer Rat März 2007: Klimawandel und Energie
Der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten hat sich auf seinem Frühjahrsgipfel am 13./14. März 2008 in Brüssel auch mit den Themen Klimawandel und Energie befasst. Nähere Ausführungen dazu im Schlussdokument des EU-Gipfels.
 
Klimawandel und internationale Sicherheit
Gemeinsamer Bericht des Hohen Vertreters und der Europäischen Kommission vom 14. März 2008 (S113/08) für die Tagung des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am 13./14. März 2008 in Brüssel. Zum Hintergrund: Der Europäische Rat hat die Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheit ins Blickfeld gerückt und den Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU (Javier Solana) sowie die EU-Kommission im Juni 2007 ersucht, dem Europäischen Rat auf seiner Frühjahrstagung 2008 einen gemeinsamen Bericht vorzulegen.
EU-Rat-Klimawandel-Sicherheit.pdf

Große Firmen unterstützen Klimaziel für 2050
Sony, Nike, Nokia und neun weitere multinationale Unternehmen haben am 15. Februar 2008 in Tokyo eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie sich für eine 50%ige Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 aussprechen. Dies entspricht den Forderungen, die von Wissenschaftlern der UN und von den EU-Staats- und Regierungschefs im Rahmen internationaler Verhandlungen zum Klimawandel vorgebracht wurden.
Tokyo-Erklaerung.pdf

Europäischer Rat März 2007: Klimaschutz- und Energiepolitik
Der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs der EU hat auf seinem Frühjahrsgipfel am 8./9. März 2007 in Brüssel unter anderem wichtige Beschlüsse zur Klimaschutz- und Energiepolitik der EU gefasst.
 
Eine Energiepolitik für Europa - Aktionsplan 2007 - 2009
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben bei ihrem EU-Frühjahrsgipfel am 8./9. März 2007 in Brüssel einen Aktionsplan von 2007 bis 2009 zur EU-Energiepolitik beschlossen (Anlage 1 der Schlussfolgerungen).


INFORMATIONEN zum Thema



EU-Analyse zu Wirtschaftskrise und Klimaschutz:
30-Prozent-Ziel ist weiter möglich
Die Wirtschaftskrise hat die Ausgangsbedingungen für die Klimaziele der EU verändert. Eine am 26. Mai 2010 veröffentlichte Analyse der EU-Kommission regt dazu an, über ehrgeizigere Ziele zu diskutieren. Sie wolle eine sachkundige Debatte, betonte die EU-Kommissarin für Klimapolitik, Connie Hedegaard, und forderte dazu auf, die Situation für die Zeit nach der Krise neu zu durchdenken.
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Neustart der EU für Klimaschutzstrategie nach Kopenhagen
Die EU-Kommission hält an ihren ehrgeizigen Klimazielen fest. In einer neuen, im März 2010 veröffentlichten Strategie plädiert sie dafür, dass nun zügig die Kopenhagener Vereinbarung innerhalb der UN-Verhandlungen umgesetzt und mit der Anschubfinanzierung für die Entwicklungsländer begonnen wird. Zudem will sie die EU mit ihrer neuen Wirtschaftsstrategie "Europa 2020" zur klimafreundlichsten Region der Welt machen.
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Branche: Deutschland EU-Vorreiter bei Öko-Energien
Deutschland kann die von der EU vorgegebenen Ziele für 2020 beim Ausbau erneuerbarer Energien nach Angaben der Branche deutlich überschreiten. Statt der von der EU geforderten 18 Prozent werde Deutschland den Anteil von Ökoenergien am Endenergieverbrauch von jetzt knapp 10 auf mehr als 28 Prozent steigern können, ermittelte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) im Rahmen einer im Januar 2010 vorgestellten "Roadmap" 2020 für den Ökoenergie-Ausbau. Dadurch würden jährlich rund 290 Millionen Tonnen CO2 eingespart und knapp 50 Milliarden Euro Kosten für Sprit und Öl vermieden.
Extern: PresseInfo des BEE... / PDF-Dokument: Roadmap 2020 des BEE...
 

Weltweites Netzwerk gegen Klimawandel beschlossen
Mit einem weltweiten Informationssystem über Klimadaten sollen die Auswirkungen der Erderwärmung besser bewältigt werden. Den Aufbau eines solchen Systems beschloss eine UN-Klimakonferenz am 3. September 2009 in Genf. Eindringliche Appelle formulierte vor allem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der UN-Generalsekretär warnte, die Menschheit steuere bislang auf einen Abgrund zu, berichtet die "ARD tagesschau".
Extern: ARD-Bericht... / Website der UN-Klimakonferenz...
 

EU-Weißbuch: EU hilft den Regionen bei Anpassung an Klimawandel
Die Folgen des Klimawandels treffen Europa schneller und härter als gedacht - die Auswirkungen sind jedoch von Region zu Region verschieden. Besonders die Landwirtschaft bekommt die Wucht des Klimawandels zu spüren. In einem Weißbuch legte die Kommission am 1. April 2009 dar, wie die EU die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unterstützen will. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der europäischen Landwirtschaft.
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EU-Parlament gibt grünes Licht für Klima- und Energiepaket
Das Europäische Parlament hat grünes Licht gegeben für ein weltweit einmaliges Milliarden-Programm im Kampf gegen die gefährliche Erderwärmung. Mit überwältigender Mehrheit verabschiedeten die Abgeordneten am 17. Dezember 2008 das EU-Klima- und Energiepaket, auf das sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder in der Woche zuvor geeinigt hatten.
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Nachhaltige Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen
Das Europäische Parlament (EP) hat sich am 18. November 2008 für die Unterstützung einer frühzeitigen Demonstration von nachhaltiger Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ausgesprochen. Die klimapolitischen Ziele der EU könnten nur erreicht werden, wenn es gelingt, den Einsatz der CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) auf breiter Front sicherzustellen. Deswegen befürwortet das Parlament die Errichtung von mindestens 12 Demonstrationsanlagen.
Extern: EP-Pressebericht... / EP-Entschließung...
 

UN: Emissionen der Industrieländer nehmen zu
Die Reduzierung der von den Industrieländern zwischen 1990 und 2006 verursachten CO2-Emissionen um fünf Prozent sei hauptsächlich auf den wirtschaftlichen Abschwung in den mittel- und osteuropäischen Ländern im Laufe der 90er-Jahre zurückzuführen gewesen. Wie Zahlen der Vereinten Nationen (UN) zeigen, weist der allgemeine Trend seit 2000 allerdings wieder nach oben, berichtet das Europa-Magazin "EurActiv" am 18. November 2008.
Extern: EurActiv-Bericht... / PDF-Dokument: UN-Bericht...
 

Windkraft: Enercon will 1.000 neue Jobs im Emsland schaffen
Das Windenergie-Unternehmen Enercon aus Aurich will trotz dunkler Wolken am Konjunkturhimmel bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze im Emsland schaffen. Im Eurohafen zwischen Meppen und Haren soll das weltweit modernste Werk zur Produktion von Rotorblättern entstehen, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am 5. November 2008.
Extern: NDR-Bericht...
 

Niedersachsen: Start der Regierungskommission Klimaschutz
Eine Regierungskommission zum Klimaschutz in Niedersachsen hat am 30. Oktober 2008 die Arbeit aufgenommen. Der Vorsitzende der Kommmission, Professor Uwe Schneidewind, sagte, die Kommission solle eine Ideenschmiede für eine innovative Klimaschutzpolitik sein. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich-Sander betonte, Niedersachsen sei das erste Bundesland, das eine Regierungskommission auf dem Gebiet des Klimaschutzes eingesetzt habe.
Extern: PresseInformation vom 30. Oktober 2008...
 

Öko-Offensive der EU: Abkehr von alten Mustern
Die europäischen Verbraucher dürfen sich auf eine weit reichende Öko-Revolution aus Brüssel einstellen. Die EU-Kommission ist entschlossen, umweltfreundlichere - und das heißt vor allem energiesparende Produkte und Herstellungsverfahren durchzusetzen. Ein am 16. Juli 2008 von der Kommission verabschiedeter Aktionsplan setzt auf eine Fülle freiwilliger und verbindlicher Maßnahmen, um nachhaltige Produkte zu normieren und ihre Verbreitung zu fördern.
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Klimapolitik der EU: Energie für eine Welt im Wandel
Saubere Energie, weniger Treibhausgase, mehr Wachstum und Beschäftigung - die EU-Kommission hat am 23. Januar 2008 Vorschläge für den Klimaschutz auf den Tisch gelegt, die sich konkret an jedes Mitgliedsland richten. Damit sollen die vom Europäischen Rat im Frühjahr 2007 eingegangenen Verpflichtungen umgesetzt werden. Bis 2020 geht es um 20 Prozent weniger CO2 und eine Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent. Die Kommission ist überzeugt, dass die vereinbarten Ziele nicht nur technologisch erreichbar, sondern auch ökonomisch lohnend sein werden.
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Erneuerbare Energien: Offshore-Windpark vor Borkum
Vor der Küste der niedersächsischen Nordsee-Insel Borkum soll der Windpark "Borkum West II" entstehen. Die 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse werden ab 2010 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr, ausreichend für die Bedarfsdeckung von über 300.000 Haushalten, liefern. An dem Projekt mit einem Investitionsvolumen von ca. einer Milliarde Euro sind 40 Stadtwerke beteiligt. PresseInformation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vom 22. Januar 2008.
 

Integriertes Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung
Das Bundeskabinett hat im August 2007 in Meseberg mit 29 Eckpunkten ein ambitioniertes Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Am 5. Dezember 2007 legt das Bundeskabinett ein umfangreiches Paket mit 14 Gesetzen und Verordnungen vor. Ein zweites kleineres Paket weiteren Rechtsetzungsvorhaben folgt am 21. Mai 2008. Eine Information (PDF-Dokument) des Bundesumweltministeriums (BMU) vom Dezember 2007 zum Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung.
Extern: PDF-Dokument... und Infos der Bundesregierung...
 

EIZ-Tagung zu Klima & Meer
Rund 120 Teilnehmer trafen sich am 22. November 2007 in Oldenburg auf der Veranstaltung des Europäischen Informations-Zentrums (EIZ) Niedersachsen zum Thema "Klima & Meer - Europa im Klimawandel". Dies war der Auftakt für weitere Veranstaltungen im Jahr 2008 rund um dieses aktuelle Thema.
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DIW prognostiziert 800 Milliarden Euro Schaden
Die Wirtschaftsforscher sind sich einig: Der Klimawandel wird in Deutschland enormen Schaden anrichten. Nun legte das Deutsche Institut der Wirtschaft (DIW) am 14. März 2007 mit seinem "Wochenbericht" Nr. 11/2007 Zahlen vor. Das DIW rechnet bis 2050 mit Kosten von mindestens 800 Milliarden Euro.
Extern: Bericht der "ARD tagesschau"...
 
 

EU macht ernst mit dem Klimaschutz
Der Klimawandel ist in vollem Gange. Europa setzt alles daran, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Dieses Ziel ist erreichbar, wenn weltweit bis 2050 der Ausstoß an Treibhausgasen gegenüber dem Stand von 1990 um die Hälfte vermindert wird. Entschlossene Maßnahmen sind nötig, heißt es in der am 10. Januar 2007 beschlossenen Mitteilung der EU-Kommission.
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CO2-Emissionen bei Pkw
Die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neuen Personenkraftwagen sollen bis 2012 auf 120 g/km sinken. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag hat die Europäische Kommission am 19. Dezember 2007 in Brüssel vorgelegt. Der Vorschlag bildet die Basis einer Strategie der Europäischen Union (EU) zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz von Pkw. Etwa 12 Prozent aller CO2-Emissionen in der EU werden zurzeit von Autos verursacht.
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PUBLIKATIONEN zum Thema


Die Erde kann ohne uns - aber wir nicht ohne sie
Die Europäische Kommission und die Regierungsvertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten kommen sehr gut vorbereitet und politisch geeint nach Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt soll zwischen dem 7. und 18. Dezember 2009 ein neues globales Klimaschutzabkommen fertig gestellt und verabschiedet werden.
 
Das Themenheft der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland vom November 2009 gibt eine gute Übersicht, wie sich die EU auf den Kopenhagener Klimagipfel vorbereitet hat und wie konkret sie bereits im Kampf gegen die Erderwärmung geworden ist.
 
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EU-Umweltagentur:
"Weiter so" keine Option für Europas Energiesystem
Die EU-Umweltagentur (EEA) ruft mit alarmierenden Zahlen zu neuen Anstrengungen zum Klimaschutz in Europa auf. Der Energieverbrauch in Europa werde bis 2030 um 26 Prozent steigen, warnt die Kopenhagener Agentur in ihrem am 20. November 2008 veröffentlichten Energie- und Umweltbericht 2008. Dabei würden fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl weiterhin die Hauptquelle sein. 80 Prozent der Treibhausgase kämen in Europa nach wie vor aus dem Energiesektor.
 
Der EEA Report No. 6/2008 bewertet die wichtigsten Faktoren, Umweltbelastungen und einige Auswirkungen von Energieerzeugung und verbrauch und berücksichtigt dabei die Hauptziele der europäischen Energie- und Umweltpolitik: Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, erhöhte Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie ökologische Nachhaltigkeit. Der Bericht befasst sich mit sechs politischen Fragestellungen, stellt gegenwärtige Entwicklungen in der EU vor und vergleicht diese mit anderen Staaten.
 
Extern: EEA-PresseInformation... / EEA Report No. 6/2008...



Präsentation: Maßnahmenpaket Klimawandel und Energie

Die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland hat zu dem am 23. Januar 2008 von der EU-Kommission veröffentlichten Maßnahmenpaket zum Klimawandel eine PowerPoint-Präsentation (.ppt) mit insgesamt 36 Schaubildern bereit gestellt. Schwerpunkt dieser Präsentation ist die Revision des EU-Emissionshandelsystems.
 
Extern: PowerPoint-Präsentation (.ppt)...


VIDEOS zum Thema




Videoclip rechts:

20% erneuerbare Energien im Jahr 2020
Die Europäische Union hat es sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien an ihrem Energieendverbrauch von 8,5% 2005 auf 20% im Jahr 2020 zu erhöhen. Ein sicherlich ehrgeiziges Ziel, aber auch ein notwendiger Beitrag im Rahmen des globalen Kampfes gegen den Klimawandel und für eine bessere Bewältigung unserer Energieabhängigkeit.



Videoclip rechts:

Eine EU-Strategie für Biokraftstoffe
Die EU unterstützt Biokraftstoffe mit dem Ziel, die Emissionen von Treibhausgasen zu verringern, die Entkarbonisierung von Kraftstoffen zu fördern, die Bezugsquellen für Treibstoffe breiter zu fächern, neue Einkommensmöglichkeiten in ländlichen Gebieten anzubieten und langfristig einen Ersatz für fossile Brennstoffe zu entwickeln.



Videoclip rechts:

Auch Du kannst die Erde retten!
Klimawandel ist globales Problem, und dennoch kann jeder von uns ihn aufhalten. Kleine Veränderungen im Alltag haben große Auswirkungen: Treibhausgasemissionen können verhindert werden, ohne die Lebensqualität einzuschränken. Dabei kann sogar Geld gespart werden!