EU-Kommission erwartet leicht schwächeres Wachstum in der Eurozone

08.11.2018 Brüssel (dpa) – Die EU-Kommission rechnet angesichts Italiens umstrittener Schuldenpläne mit einem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum in Europa als ursprünglich angenommen. Das Brutto- inlandsprodukt (BIP) werde im kommenden Jahr in der Eurozone um 1,9 Prozent zunehmen, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Im Sommer war sie noch von 2,0 Prozent ausgegangen.

Sämtliche europäischen Volkswirtschaften seien auf Wachstumskurs, erklärte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. «Unsicherheiten und Risiken, innerhalb Europas und außerhalb, nehmen allerdings zu und wirken sich negativ auf die Wirtschaftstätigkeit aus.»

Zweifel über die Qualität der öffentlichen Finanzen in hoch verschuldeten Mitgliedstaaten könnten auf die Banken übergreifen und das Wachstum weiter belasten, teilte die Kommission noch mit.

Italien weist eine der höchsten Gesamtverschuldungen der Welt auf. Die Regierung plant für 2019 dennoch deutlich höhere Ausgaben als ursprünglich mit den europäischen Finanzministern vereinbart. Die EU-Kommission hatte den ersten Budgetentwurf Roms daher in einem historisch einmaligen Vorgang zurückgewiesen.

Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)