EU-Sondertreffen zu Seenotrettung am 23. September

10.09.2019 Brüssel/Valletta (dpa) – Bei der Suche nach einer europäischen Übergangslösung für blockierte Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer könnte es am 23. September Fortschritt geben. Für diesen Tag hat Malta Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission in die maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, wie eine Sprecherin des maltesischen Innenministeriums am Dienstag bestätigte. Das ursprünglich für den 19. September vorgesehene Treffen hatte zunächst wegen Terminproblemen verschoben werden müssen.

Die Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Migranten an Bord weiter die Einfahrt in ihre Häfen versagen. Beide Länder hatten dies zuletzt mehrfach getan und gefordert, dass andere EU-Staaten vorher zusagen, alle Migranten an Bord der Schiffe aufzunehmen. Die Menschen mussten daraufhin oft mehrere Wochen auf den Schiffen ausharren.

Derzeit befinden sich auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking» 84 Bootsflüchtlinge. Das Schiff darf bislang weder in Malta noch in Italien anlegen. Für das deutsche Rettungsschiff «Alan Kurdi» wurde nach tagelanger Blockade am Dienstag hingegen eine Lösung gefunden. Zwei EU-Länder hätten sich zur Aufnahme der fünf verbleibenden Migranten bereit erklärt, teilte die maltesische Regierung mit. Die Migranten sollten nicht in Malta bleiben. Welche Staaten die Menschen übernehmen, blieb unklar.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)