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Viele Sprachen - eine einzige Familie
| Sprache ist ein Mittel zur Entfaltung der Persönlichkeit. Für die Europäische Union (EU) ist es daher von entscheidendender Bedeutung, dass jeder ihrer über 480 Millionen Bürger sein Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit wahrnehmen kann. Die EU, die der Integration zwischen den Mitgliedstaaten verpflichtet ist, fördert zugleich das Recht der Bürger, in der Muttersprache zu sprechen und zu schreiben. Diese beiden komplementären Ziele sind der greifbare Ausdruck des Leitspruchs der Europäischen Union In Vielfalt geeint.
Um die berufliche und persönliche Mobilität im europäischen Binnenmarkt zu erhöhen und die Grundlagen für die interkulturelle Kommunikation und das Verständnis anderer Kulturen weiter auszubauen, setzt sich die EU nachdrücklich dafür ein, dass ihre Bürger weitere europäische Sprachen lernen. Gerade in einer immer größer und vielfältiger werdenden Europäischen Union ist es wichtig, dass sich die Bürger miteinander verständigen können. |
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WEITERE INFORMATIONEN zum Thema
| Jeder Europäer soll eine Sprache "adoptieren" Die EU-Kommission hat am 18. September 2008 eine neue Initiative zum Sprachenlernen gestartet. Ziel: Jeder EU-Bürger soll die Chance bekommen, neben seiner Muttersprache in zwei Sprachen kommunizieren zu können. Amin Maalouf, französisch-libanesischer Schriftsteller und Vorsitzender der Beratergruppe für den Interkulturellen Dialog, schlug vor, jeder solle sich eine "persönliche Adoptivsprache" aneignen.mehr... |
| SprachSchnupperKurse im EIZ Niedersachsen Mit Erfolg führt das Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen seit dem Jahr 2003 "SprachSchnupperKurse" durch. Die Kursreihe unter dem Motto "Unterwegs in Europa" richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die für ihren Urlaub, für ein Praktikum oder für ein Auslandssemester erste Einblicke in eine Fremdsprache gewinnen wollen.mehr... |
| Amtssprachen der EU Informationen zu den offiziellen Amtssprachen in der Europäischen Union (EU) finden Sie ebenfalls auf unseren Seiten.
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Sprachen und Mobilität
Jeder Unionsbürger hat das Recht, in einem anderen Mitgliedstaat der EU zu leben und zu arbeiten. Mit der Errichtung des größten Binnenmarktes der Welt gibt die EU jedem die Möglichkeit, dort zu arbeiten, wo es Arbeit gibt, und damit auch dazu beizutragen, die EU zum wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.
Die Beherrschung anderer europäischer Sprachen ist der Schlüssel zu wirklicher Mobilität innerhalb der EU. Wer andere Sprachen spricht, kann die Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Reisemöglichkeiten, die Europa ihm eröffnet, voll ausschöpfen und seinem Unternehmen nicht zuletzt internationale Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Das Erlernen der Landessprache ist nicht nur der Schlüssel zu einem Arbeitsplatz in einem anderen Land, sondern auch eine Möglichkeit, Land und Leute besser kennen zu lernen und dadurch konkret zu erfahren, was es heißt, Europäer zu sein.
Förderung des Sprachenlernens
Für die Europäische Union ist es ein vorrangiges Anliegen, die Bürger dabei zu unterstützen, in anderen EU-Ländern zu arbeiten, Urlaub zu machen, Land und Leute kennen zu lernen und dadurch das Gefühl der Zugehörigkeit zu ein und derselben Gemeinschaft stärken.
Aus diesem Grund fördert die Europäische Union mit einer Reihe von Programmen die Vermittlung und den Erwerb europäischer Sprachen. Allen Programmen ist eins gemeinsam: Gefördert werden ausschließlich grenzüberschreitende Projekte, an denen Partner aus mindestens zwei, häufig sogar drei EU-Ländern beteiligt sind.
Die EU-Programme sollen die Bildungspolitik der Mitgliedstaaten ergänzen. Die Bildungspolitik, zu der auch die Sprachvermittlung gehört, wird von den Regierungen der Mitgliedstaaten festgelegt. Die EU-Programme sind darauf ausgerichtet, Länder und Regionen durch gemeinsame Projekte einander näher zu bringen und die Vorteile von Sprachunterricht und Sprachenlernen konkret zu verstärken.
Die beiden EU-Programme Sokrates und Leonardo da Vinci bilden den globalen Rahmen für die Förderung des Sprachenlernens und -lehrens: Sokrates für den Bereich der allgemeinen Bildung, Leonardo da Vinci für den Bereich der beruflichen Bildung. Über diese beiden Programme werden von der EU jährlich rund 30 Millionen Euro für Sprachvermittlung und Sprachenlernen ausgegeben.
Seit der Einführung des EU-Programms Lingua im Jahr 1990 hat sich die EU aktiv für die Ausweitung des Sprachenlernens und die Verbesserung der sprachdidaktischen Methoden eingesetzt. Lingua wurde in das 1995 geschaffene Programm Sokrates integriert. Es deckt alle Amtssprachen der EU ab.
Lingua unterstützt verschiedene Aspekte des Programms Sokrates durch grenzüberschreitende Projekte und Maßnahmen für Lehrende und Lernende. Lingua zielt darauf ab,
- das Bewusstsein für die sprachliche Vielfalt der Union zu schärfen,
- die Bürger dafür zu gewinnen, während ihres gesamten Lebens Fremdsprachen zu lernen,
- den Zugang zum Fremdsprachenunterricht in Europa zu erleichtern,
- innovative Ansätze und bewährte Verfahren im Sprachunterricht zu entwickeln und zu verbreiten,
- sicherzustellen, dass allen Lernenden ein vielfältiges Angebot an Lernhilfen für den Sprachunterricht zur Verfügung steht.
Mit Blick auf die bevorstehende Erweiterung brachte die Europäische Kommission im Juni 2003 einen "Aktionsplan zur Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt" auf den Weg.
In dem Aktionsplan für den Zeitraum 2004-2006 wird dargelegt, welche Maßnahmen die Mitgliedstaaten mit Unterstützung der EU-Organe durchführen können. Der Aktionsplan baut auf dem Bestehenden auf und zielt auf eine bessere Koordinierung und eine effizientere Nutzung der vorhandenen Mittel ab.
Der Aktionsplan will vermitteln, dass es gut ist, neben der Muttersprache eine weitere Sprache zu lernen, dass es allerdings noch besser ist, eine zweite Fremdsprache zu lernen, und zwar je früher, desto besser.
Der Europäische Tag der Sprachen
Durch den Europäischen Tag der Sprachen soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Stellenwert des Sprachenlernens in einem immer stärker zusammenwachsenden Europa geschärft werden. Der Tag bringt zum Ausdruck, dass die sprachliche Vielfalt zu den Stärken Europas gehört, und macht deutlich, dass das Sprachenlernen auch zu mehr Toleranz und gegenseitigem Verständnis führen kann. Extern: Informationen zum Sprachentag... |
Verständigung in der Vielfalt: Sprachen im Europaparlament
Die Europäische Union (EU) ist eine Gemeinschaft von 27 Mitgliedstaaten, deren Einheit und Vielfalt in 23 Amtssprachen sowie einer Fülle nationaler, regionaler und lokaler Sprachen zum Ausdruck kommen. Sie ist die Heimat von fast 500 Millionen Menschen mit unterschiedlichem ethnischem und sprachlichem Hintergrund. Die Mehrsprachigkeit trägt zu den europäischen Werten der Demokratie, Gleichberechtigung, Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit bei.
Die Erhaltung dieser einmaligen sprachlichen Vielfalt ist eine große Herausforderung. Da die EU seit dem 1. Januar 2007 in 23 Sprachen arbeitet, lohnt sich ein Blick auf die Bedeutung der Mehrsprachigkeit, ihren Nutzen und ihre Kosten.
Die EU ist eine multikulturelle, mehrsprachige Demokratie und verwendet drei Alphabete:
Lateinisch, Griechisch und Kyrillisch.
Statistische Fakten
Als Hintergrund für die weiteren Teile des Berichts des Europäischen Parlaments (EP) hier ein paar Statistiken über die Kosten der Mehrsprachigkeit:- Gesamtkosten für Übersetzen und Dolmetschen in allen EU-Institutionen: 1 Prozent des Gesamthaushalts der EU im Jahr 2005 (ca. 1,123 Milliarden Euro, d.h. weniger als 2,30 Euro jährlich je Bürger);
- Kosten der Übersetzung von Texten für alle EU-Institutionen: geschätzte 800 Millionen Euro (im Jahr 2006);
- Gesamtkosten der Verdolmetschung: knapp 190 Millionen Euro (2005);
- Anteil der Kosten für Mehrsprachigkeit an den Gesamtausgaben des Parlaments: gut ein Drittel;
- 673.000 Seiten übersetzte das Europäische Parlament in der ersten Jahreshälfte 2007 (165.000 davon extern);
- seit 2005 hat das Parlament über eine Million Seiten pro Jahr übersetzt;
- pro Tag erfordert das EU-System im Schnitt über 2.000 Übersetzer und 80 Dolmetscher.
- Die EU spricht Ihre Sprache ...
- Viele Sprachen, eine Union ...
- Gesprochenes und geschriebenes Wort ...
- Lost in Translation? Kontrollierte umfassende Mehrsprachigkeit ...
- Einheit in Vielfalt: EU-Finanzmittel für Mehrsprachigkeit ...
DOWNLOADS zum Thema
Eine neue Rahmenstrategie für Mehrsprachigkeit
"Je mehr Sprachen du sprichst, desto mehr bist du Mensch", sagt eine slowakische Redewendung. Getreu diesem Sprichwort sollen die Bürger der EU zu Mehrsprachigkeit angeregt werden. Dies sieht eine neue Rahmenstrategie der EU-Kommission vor (Mitteilung vom 22. November 2005). Ziel ist es, die Sprachenvielfalt zu fördern und das Interesse der Bürger für Fremdsprachen zu wecken. Besonders in den Schulen und in der Weiterbildung soll das Erlernen von Fremdsprachen Priorität erhalten. Die EU-Kommission will langfristig zu einer mehrsprachigen Gesellschaft und Wirtschaft in Europa beitragen. Im Jahr 2006 wird sie gute Beispiele des frühen Fremdsprachenerwerbs in einer Studie veröffentlichen. Auch über die Folgen mangelnder Sprachkenntnisse für die europäische Wirtschaft ist eine Untersuchung geplant.
Extern: PDF-Dokument: Mitteilung der EU-Kommission...
Europa: Anregung für Sprachen
Die Ausgabe 22/2004 der Reihe "Das Magazin - Die Bildung und Kultur in Europa" der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission befasst sich ausführlich mit dem Thema Sprachenlernen. In dem Heft gibt es Informationen zur EU-Förderung, zum Aktionsprogramm 2004-2006, Praxisbeispiele und Hinweise zur Projektförderung.
PDF-Dokument: Magazin...
LinguaGO - Computerspiel
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LINKS zum Thema
Europa-Sprachenportal
Das Portal führt zu EU-Informationen zum Thema Sprachen. Das Informationsangebot ist vielfältig - es reicht von der EU-Politik zur Förderung des Sprachenlernens und der Sprachvielfalt über die Vorschriften zur Verwendung der Amtssprachen bis zu einem Überblick über Beschäftigungsmöglichkeiten für ausgebildete Sprachfachleute bei den Institutionen der EU.
Sprachen in Europa
Die Europäische Kommission bietet im Internet Informationen zu den Amtssprachen in der Europäischen Union (EU), zum Stellenwert von Fremdsprachen in den Bildungssystemen, zu Regional- und Minderheitensprachen, zur Sprachenpolitik der EU sowie zur Förderung des Lernens von Fremdsprachen durch die EU.
Regional- und Minderheitensprachen: Euromosaik-Studie
Um ein genaueres Bild der aktuellen Situation der einzelnen Sprachgemeinschaften in Europa zu erhalten, hat die EU-Kommission 1992 eine Studie über die Minderheitensprachen in der EU in Auftrag gegeben: Euromosaik. Ziel war es, die verschiedenen Regional- und Minderheitensprachen festzustellen und das Produktions- und Reproduktionspotential der Sprachgemeinschaften und Minderheiten sowie die dabei auftretenden Schwierigkeiten zu untersuchen.
Weiterführende Links
In unserer Link-Datenbank finden Sie in der Kategorie "Sprachenlernen" eine Reihe von Links rund um das Thema sowie zu Einrichtungen, die Sprachkurse anbieten.
GD Übersetzung: Auswahlverfahren für Stellen bei EU-Institutionen
Wenn Sie eine Beamtenstelle bei der GD Übersetzung anstreben, müssen Sie ein offenes Auswahlverfahren für EU-Beamte bestehen. Organisiert werden diese Auswahlverfahren vom Europäischen Amt für Personalauswahl (EPSO). Informationen der GD Übersetzung zum Thema.
Generaldirektion Dolmetschen
Website der Generaldirektion (GD) bei der EU-Kommission mit Informationen zu deren Arbeit.
Lingu@net Europa
Website des multilingualen Zentrums für das Fremdsprachenlernen. Auf dieser von der EU geförderten Webseite lässt sich das eigene Sprachniveau testen.
My Language exchange
Online-Community für den Austausch über Sprachen und Sprachenlernen im Internet.
eTandem - Partnervermittlung
Website der "Tandem Agency" des "International Tandem Network" an der Ruhr-Universität Bochum für Studierende an Universitäten und anderen Hochschulen, für Schüler und für Klassen sowie für alle übrigen erwachsenen Lerner.
| Quellenhinweis: Einen Teil der Informationen auf dieser Seite haben wir der Broschüre "Viele Sprachen, eine einzige Familie - Sprachen in der Europäischen Union" vom Juli 2004, herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, entnommen. PDF-Dokument: Broschüre... |






