Der Euro - die gemeinsame Währung der Europäer
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Der Euro wurde zunächst am 1. Januar 1999 als "Buchgeld" (im bargeldlosen Zahlungsverkehr) eingeführt. Am 1. Januar 2002 wurde der Euro dann offiziell als Bargeld eingeführt. Die neuen Euro-Banknoten und -Münzen ersetzten die nationalen Währungen (zum Beispiel in Deutschland die "D-Mark") in 12 der damals 15 EU-Mitgliedsländer. Der Euro ist die am deutlichsten sichtbare Errungenschaft der Europäischen Union (EU).
Der Geltungsbereich des Euro wird sich weiter vergrößern, wenn weitere Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Euro übernehmen, sobald ihre Wirtschaftssysteme dafür bereit sind.
Alle Euro-Banknoten und -Münzen können in allen Euro-Ländern verwendet werden. Alle Banknoten sind gleich, während die Münzen auf ihrer Vorderseite ein einheitliches Design aufweisen, zeigen sie auf íhrer Rückseite ein landestypisches Symbol.
Die Länder des Euro-Währungsgebietes
Das Währungsgebiet der 17 EU-Mitgliedsländer, die den Euro bereits eingeführt haben, wird auch als "Eurozone" (oder "Euro-Zone") bezeichnet.
Die heute 17 Euro-Länder der EU sind:
| Euro-Land | Einführung des Euro als Landeswährung | |
| Belgien | |
| Deutschland | |
| Finnland | |
| Frankreich | |
| Griechenland | |
| Irland | |
| Italien | |
| Luxemburg | |
| Malta | |
| Niederlande | |
| Österreich | |
| Portugal | |
| Slowakei | |
| Slowenien | |
| Spanien | |
| Zypern | |
| Estland |
Hätten Sie es gewusst?
Über die oben genannten Länder des Euro-Währungsgebietes hinaus gilt der Euro in vier weiteren Ländern, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind, als offizielle Landeswährung:
Andorra Andorra hat traditionell keine eigene Landeswährung. Da das Land in den Pyrenäen von Frankreich und Spanien umschlossen ist, gelten in Andorra die Währungen dieser beiden Länder. Und da Frankreich und Spanien seit dem 1. Januar 2002 den Euro eingeführt haben, gilt seit dem der Euro auch in Andorra als Landeswährung.
Allerdings hat Andorra - im Gegensatz zu Monaco, San Marino und dem Vatikanstaat - nicht die Genehmigung, Euro-Münzen mit eigenen nationalen Rückseiten als offizielles Zahlungsmittel zu prägen. Andorra gibt zwar selbstgeprägte Euro-Münzen mit eigenen nationalen Münz-Rückseiten heraus, aber diese sind keine anerkannten Zahlungsmittel, sondern nur Sammlerstücke für Münzsammler. |
Monaco Monaco hat keine eigene Landeswährung. Da das Land vollständig - mit Ausnahme der Küste - von Frankreich umschlossen ist und mit Frankreich eine Wirtschafts- und Währungsunion besteht, gilt in Monaco die Währung Frankreichs. Und da Frankreich seit dem 1. Januar 2002 den Euro eingeführt hat, gilt seit dem der Euro auch in Monaco als Landeswährung.
Aber: Anstelle der nationalen Rückseiten der Euro-Münzen Frankreichs, haben die Euro-Münzen Monacos eigene Münz-Rückseiten. |
San Marino San Marino hat traditionell keine eigene Landeswährung. Da das Land vollständig von Italien umschlossen ist, gilt in San Marino die Währung Italiens. Und da Italien seit dem 1. Januar 2002 den Euro eingeführt hat, gilt seit dem der Euro auch in San Marino als Landeswährung.
Aber: Anstelle der nationalen Rückseiten der Euro-Münzen Italiens, haben die Euro-Münzen San Marinos eigene Münz-Rückseiten. |
Vatikan Der Vatikanstaat hat keine eigene Landeswährung. Da das Land vollständig von Italien umschlossen ist, gilt im Vatikanstaat die Währung Italiens. Und da Italien seit dem 1. Januar 2002 den Euro eingeführt hat, gilt seit dem der Euro auch im Vatikan als Landeswährung.
Aber: Anstelle der nationalen Rückseiten der Euro-Münzen Italiens, haben die Euro-Münzen des Vatikanstaates eigene Münz-Rückseiten. |
Der Euro ist auch in Drittländern und in Nachbarregionen der Euro-Zone, beispielsweise in Südosteuropa, weit verbreitet. Einige Länder - z.B. die Republik Montenegro - haben den Euro (in Nachfolge der Deutschen Mark) einseitig als Landeswährung eingeführt, ohne Mitglied der EU bzw. der Eurozone zu sein. Diese Länder haben nicht das Recht eigene Euro-Münzen zu prägen.
AKTUELL zum Thema
Magazin zur Europapolitik: 10 Jahre Euro Der Euro ist im Alltag von rund 329 Millionen EU-Bürgern aus sechzehn Mitgliedstaaten angekommen. Dabei liegt seine Einführung gerade einmal zehn Jahre zurück. Als Bargeld gibt es den Euro erst seit sieben Jahren. Zuletzt führte die Slowakei die neue Währung am 1. Januar 2009 ein. Langfristig werden noch weitere Länder hinzukommen.
Das "Magazin zur Europapolitik" der Bundesregierung befasst sich in seiner Ausgabe vom Januar 2009 mit dem Euro-Jubiläum. Extern: Magazin zur Europapolitik... |
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| Wirtschafts- und Währungsunion der EU Vor zehn Jahren - bei ihrem Gipfel am 2./3. Juni 1998 - haben die Staats- und Regierungschefs der damals 15 Mitgliedstaaten die endgültige Einführung des Euro zum 1. Januar 1999 beschlossen. Die ersten Euro-Münzen und -Banknoten wurden 2002 ausgegeben. Die ursprüngliche Euro-Zone umfasste elf EU-Länder. Heute sind es 15 Staaten. Trotz anfänglichen Misstrauens: Der Euro ist zweifellos eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. mehr... |
WEITERE INFORMATIONEN
| Videoclip rechts: Unterwegs in Europa: der Euro |
LINKS zum Thema
Euro-Gedenkmünzen und -Sondermünzen
Die Europäische Kommission hat am 30. September 2003 entschieden, 2-Euro-Gedenkmünzen zuzulassen. Die Ausgabe solcher Münzen ist begrenzt möglich und kann pro Ausgabeland nur einmal jährlich erfolgen. Auch Deutschland gibt seit 2006 eigene 2-Euro-Gedenkmünzen heraus. Außerdem gibt es eine mehrjährige Serie von 100-Euro-Goldmünzen zur Würdigung von UNESCO-Weltkulturerbestätten in Deutschland.
Für Kinder: Der Euro
Auf seinen "Entdecke Europa!"-Seiten bietet das niedersächsische Europa-Pferd "Eurogaloppo" Kindern (8-14 Jahre) auch nähere Informationen zum Euro, zu den Euro-Ländern, zu den Euro-Banknoten und -Münzen sowie zur Euro-Sicherheit.
Die Erweiterung des Eurogebiets
Die praktischen Vorbereitungen für die Euro-Einführung in weiteren Ländern laufen auf Hochtouren. In den nächsten Jahren wollen weitere Staaten ihre nationalen Währungen durch den Euro ersetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Tempo erhöht werden.
Europäische Zentralbank
Seit 1999 wacht die Europäische Zentralbank (EZB) darüber, dass die Europawährung - der Euro - auf Dauer stabil bleibt.
Der Euro
Informationen der EU-Kommission in Brüssel zum Euro.
Euro - die gemeinsame Währung
Links zum Thema in unserer Link-Datenbank.
SEPA: Verbraucher profitieren vom Euro-Zahlungsverkehrsraum
Im Europäischen Parlament diskutierten die Abgeordneten am 4. Juni 2008 über europäische Finanzdienstleistungen im Privatkundenbereich. Eine grundlegende Voraussetzung, um von Angeboten aus dem Ausland zu profitieren, ist ein kostengünstiges und schnell arbeitendes Bezahlsystem über Ländergrenzen hinweg. Das Bankenwesen hat dafür den Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA geschaffen. SEPA steht für "Single Euro Payments Area", einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum.








