Alle Personen, welche in Deutschland das sog. aktive Wahlrecht haben, haben auch das passive Wahlrecht, d.h. sie können sich um einen Abgeordnetensitz im Europäischen Parlament bewerben.

Alle Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Deutschland,

  • die das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder als
  • Unionsbürgerin bzw. Unionsbürger einen Wohnsitz in Deutschland haben oder sich dort sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind,

können für einen Sitz im Europäischen Parlament grundsätzlich kandidieren.

Kandidieren kann man allerdings nur auf Bundes- oder Landeslisten von Parteien oder sonstigen politischen Vereinigungen. Die Parteien oder sogenannten politischen Vereinigungen stellen Listen mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten für das Europäische Parlament auf. Die deutschen und europäischen Wahlgesetze schreiben vor, dass sich die Bewerberinnen und Bewerber auf Parteitagen oder Mitgliederversammlungen einem demokratischen Auswahlverfahren stellen müssen.

Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber können, anders als bei der Bundestagswahl, bei der Europawahl nicht kandidieren.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundeswahlleiters unter: Informationen für Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber und auf den Seiten des Europäischen Parlaments unter: Wer kann gewählt werden?
© Text: Der Bundeswahlleiter, www.bundeswahlleiter.de, Wiesbaden 2019
© Text: Europäisches Parlament, www.europarl.europa.eu, 2019
(Die hier dargestellten Informationen wurden teilweise ergänzt und verändert.)

Das Mindestalter für das aktive und passive Wahlrecht bei der Europawahl ist im nationalen Recht festgelegt. Das Mindestalter für das passive Wahlrecht bei der Europawahl unterscheidet sich erheblich zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und liegt zwischen 18 und 25 Jahren:

© Grafik: EPRS Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments, Oktober 2018