Eurostat Jahrbuch der Regionen 2018 : Wie stehen die Regionen im Vergleich zu anderen?

13.09.2018 Brüssel – Wie hoch ist die Nutzung der sozialen Netzwerke in den Regionen der EU? Leben die Menschen auf dem Land oder in der Stadt und wie hoch ist das Beschäftigungsniveau? Diese und andere Fragen beantwortet das Eurostat-Jahrbuch der Regionen, das jedes Jahr von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird.

Im Vergleich der 276 europäischen Regionen in den Bereichen Regionalpolitik, Gesundheit, allgemeine und berufliche Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, strukturelle Unternehmensstatistiken, Forschung und Innovation, digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Tourismus, Verkehr und Landwirtschaft schneiden die deutschen Regionen sehr unterschiedlich ab. Oberbayern zeigt eine vergleichsweise hohe Beschäftigungsquote, wohingegen Berlin als Hauptstadt im Vergleich ein geringes BIP pro Kopf aufweist.

Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in überwiegend städtischen Regionen, in der gesamten EU lassen sich Entwicklungen erkennen, dass die Städte weiter wachsen. Deutschland und Polen haben polyzentrische Entwicklungsmuster mit mehreren relativ großen Städten, die über das Staatsgebiet verteilt sind, während Frankreich und das Vereinigte Königreich monozentrischer sind und die Städte Paris und London weiter wachsen.

Beschäftigung in Deutschland

Die Regionen Oberbayern und Tübingen sind mit einer Beschäftigungsrate von über 80 Prozent im EU-Vergleich unter den Top Fünf. Berlin hingegen war die einzige Metropolregion der Hauptstadt in der EU mit einem BIP pro Beschäftigten unter dem nationalen Durchschnitt.

Im westlichen Teil der EU gibt es tendenziell höhere Beschäftigungsquoten für Menschen im erwerbsfähigen Alter, die in ländlichen Gebieten leben, als in Städten. Auch in deutschen Städten sind 77 Prozent der Bevölkerung in Beschäftigung, auf dem Land sind es 82 Prozent. Im östlichen Teil der EU und in den baltischen Mitgliedstaaten hingegen sind die Beschäftigungsquoten in Städten höher als in ländlichen Regionen.

Internetnutzung

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Bevölkerung im Alter von 16-74 Jahren in der EU nutzte 2017 das Internet, um an sozialen Netzwerken teilzunehmen (z.B. Instagram, Facebook oder Twitter). Die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands sind hier sehr hoch. EU-weit ist Brandenburg mit einer Partizipationsrate von 38 Prozent am unteren Ende, wohingegen in Berlin mit über 50 Prozent der Bevölkerung soziale Netzwerke nutzen.

Weitere Informationen:

Das gesamte Jahrbuch der Regionen 2018