Europäischer Pakt für die Gleichstellung der Geschlechter
Der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hat auf seinem Frühjahrsgipfel am 23./24. März 2006 in Brüssel einen "Europäischen Pakt für die Gleichstellung der Geschechter" beschlossen. Hier finden Sie den Text des Beschlusses im Wortlaut - mit weiterführenden Links im Text:EUROPÄISCHER PAKT FÜR DIE GLEICHSTELLUNG DER GESCHLECHTER
Anlage II zu den Beschlüssen des Europäischen Rats am 23./24. März 2006
Extern / PDF-Dokument: Gesamttext der Schlussfolgerungen einschl. Anlagen...
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- ein Beitrag zu leisten ist, um die Bestrebungen der EU in Bezug auf die im Vertrag verankerte Gleichstellung der Geschlechter zu verwirklichen,
- geschlechtsspezifische Unterschiede in den Bereichen Beschäftigung und Sozialschutz abzubauen sind, um damit einen Beitrag zur umfassenden Nutzung des Leistungspotenzials der europäischen Erwerbsbevölkerung zu leisten,
- ein Beitrag zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen durch die Förderung der besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Privatleben für Frauen und Männer zu leisten ist,
- Maßnahmen zum Abbau geschlechtsspezifischer Diskrepanzen und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Stereotypen auf dem Arbeitsmarkt
- Förderung der Beschäftigung von Frauen aller Altersklassen und Abbau geschlechtsspezifischer Diskrepanzen auf dem Arbeitsmarkt, einschließlich der Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung;
- gleiches Entgelt für gleiche Arbeit;
- Bekämpfung geschlechtsspezifischer Stereotypen, insbesondere in Bezug auf die geschlechtsspezifische Segregation am Arbeitsmarkt und das Bildungswesen;
- Überlegungen, wie Sozialsysteme stärker auf die Erwerbstätigkeit von Frauen ausgerichtet werden können;
- Förderung der Teilhabe von Frauen an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen und des Unternehmergeistes von Frauen;
- Aufforderung an die Sozialpartner und Unternehmen, Initiativen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung zu ergreifen und Pläne für die Gleichstellung am Arbeitsplatz zu unterstützen;
- Einbeziehung des Gleichstellungsaspekts in alle öffentlichen Aktivitäten.
- Maßnahmen zur Förderung der besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Privatleben für alle
- Erfüllung der Zielvorgaben des Europäischen Rates (Barcelona, März 2002) in Bezug auf die Bereitstellung von Einrichtungen für die Kinderbetreuung;
- Verbesserungen in Bezug auf die Bereitstellung von Einrichtungen für die Betreuung pflegebedürftiger Personen;
- Förderung des Elternurlaubs für Frauen und Männer.
- Maßnahmen für eine bessere Politikgestaltung durch eine durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts und eine genauere Beobachtung
- Gewährleistung, dass die Auswirkungen der Geschlechtergleichstellung in den Folgenabschätzungen für neue EU-Politiken berücksichtigt werden;
- Weiterentwicklung von nach Geschlechtszugehörigkeit aufgeschlüsselten Statistiken und Indikatoren;
- umfassende Nutzung der Möglichkeiten, die sich durch die Errichtung des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen bieten.
EUROPÄISCHES INSTITUT FÜR GLEICHSTELLUNGSFRAGEN
Zum "Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen" (European Institute for Gender Equality) können folgende Informationen abgerufen werden:
Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen öffnet seine Türen in Vilnius
Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) in Vilnius öffnet heute erstmals seine Türen. Ziel des Instituts ist es, die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen zu fördern. Für den Zeitraum 2007-2013 ist das Institut mit einem Etat von 52,5 Millionen Euro ausgestattet. Das Institut wird im Jahr 2010 etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. PresseInformation der EU-Kommission vom 16. Dezember 2009.
Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen
Bericht der Abgeordneten Lissy Gröner und Amalia Sartori vom 11. Dezember 2006 betreffend den Gemeinsamen Standpunkt des Rates im Hinblick auf den Erlass der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen für den Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter des Europäischen Parlaments (EP) als PDF-Dokument.
Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen
Legislative Entschließung des Europäischen Parlaments (EP) vom 14. Dezember 2006 zu dem Gemeinsamen Standpunkt des Rates im Hinblick auf den Erlass der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen.
Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen
Gemeinsamer Standpunkt des Rates der EU vom 31. Juli 2006 im Hinblick auf den Erlass der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Errichtung eines Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen als PDF-Dokument.
Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen
Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen hat seinen Sitz in Vilnius (Litauen). Das Institut hat die Aufgabe, Fachwissen zur Verfügung zu stellen, die Kenntnisse über Gleichstellung von Frauen und Männern zu verbessern und die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen. Informationen und Dokumente der EU-Kommission zum Europäischen Institut.
WEITERE INFORMATIONEN zum Thema
DOWNLOADS zum Thema
Gleichstellung von Frauen und Männern 2010
Über diese Seite der EU-Kommission (oben rechts auf der Seite) kann der im Dezember 2009 veröffentlichte Jahresbericht 2010 der EU-Kommission zum Thema Gleichstellung als PDF-Dokument abgerufen werden.
Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2009
Über diese Seite der EU-Kommission (weiter unten auf der Seite) kann der im April 2009 veröffentlichte Jahresbericht 2009 der EU-Kommission zum Thema Gleichstellung als PDF-Dokument abgerufen werden.
Ein Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006-2010
Mitteilung der EU-Kommission vom 1. März 2006 - KOM(2006)92 als PDF-Dokument.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Gesetz zur Umsetzung europäischer Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung vom 14. August 2006, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt (BGBl.) Nr. 39 vom 17. August 2006 als PDF-Dokument.
LINKS zum Thema
Gleichstellung der Geschlechter im Bildungsbereich: Das größte Problem sind nach wie vor traditionelle Rollenbilder
Viele junge Männer und Frauen entscheiden sich noch immer für Berufe, die traditionelle Geschlechterrollen widerspiegeln. Das hat eine EU-Studie ergeben. Auch in Deutschland folgt die Studienfachwahl oft traditionellen Mustern. PresseInformation der EU-Kommission vom 7. Juni 2010.
Gender Pay Gap 2008: Deutschland weiterhin eines der Schlusslichter in der EU
Frauen verdienen in Deutschland noch immer fast ein Viertel weniger als Männer. Im Durchschnitt lag der Bruttoverdienst der Männer 2008 um 23,8 Prozent über dem der Frauen. Damit sei die Einkommenskluft zwischen den Geschlechtern in Deutschland weiter deutlich tiefer als im EU-Durchschnitt. PresseInformation des Statistischen Bundesamts vom 5. März 2010.
EU-Vergleich: Deutschlands Frauen verdienen zu wenig Geld
EU-Justizkommissarin Reding bemängelt deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Hier verdienen Frauen im Durchschnitt 23,2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Im EU-Vergleich gehören die Deutschen damit zu den Schlusslichtern bei der Gleichberechtigung, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" am 5. März 2010.
Bundesinitiative zur Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft gestartet
Mehr Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen - diese Idee steht hinter der neuen Bundesinitiative "Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft", einem Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), das gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) entwickelt wurde. Die gemeinsame Initiative soll dazu beitragen, die Beschäftigungssituation von Frauen in der Wirtschaft zu verbessern. PresseInformation des BMAS vom 14. Januar 2010.
Bericht der Kommission: Gleichstellung ist Teil der Lösung zur Überwindung der Krise
Frauen sind besonders hart betroffen von der Wirtschaftskrise. Sie sind auf dem Arbeitsmarkt in der schwächeren Position und finden nur schwer wieder einen neuen Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der EU-Kommission zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Daher sollte in der künftigen Strategie der EU für Wachstum und Beschäftigung die geschlechtsspezifische Dimension stärker herausgestellt werden. PresseInformation der EU-Kommission vom 18. Dezember 2009.
Weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz dank EU-Recht
Arbeitnehmer und Angestellte in Europa sind gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts geschützt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Gleichstellungsbericht der EU-Kommission. Danach haben Beschäftigte von den EU-Rechtsvorschriften profitiert und die nationale Umsetzung der Gleichstellungs-Richtlinie (2002/73/EG) ist zufrieden stellend verlaufen. In einzelnen Ländern gibt es jedoch nach wie vor Probleme beim Zugang zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg. PresseInformation der EU-Kommission vom 29. Juli 2009.
Frauen fassen immer häufiger in hochqualifizierten Berufen Fuß
Seit 1994 ist der Anteil der Frauen in den naturwissenschaftlichen Berufen von 20 auf 30 Prozent gestiegen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der am 16. Juni 2009 erschienenen Ausgabe 1/2009 der Zeitschrift IAB-FORUM.
Frauen in der Politik in Europa - Zeit zum Handeln
Dieser Bericht verfolgt das Ziel, ein entsprechendes Bewusstsein für das Ausmaß der Chancenungleichheit von Männern und Frauen in der Politik zu schaffen. Zu diesem Zweck wird die aktuelle Situation analysiert, und es werden einige der Gründe erforscht, warum diese anhaltende Benachteiligung so schwer aus der Welt zu schaffen ist. Über diese Seite der EU-Kommission (weiter unten auf der Seite) kann der im März 2009 veröffentlichte Bericht der EU-Kommission zum Thema als PDF-Dokument abgerufen werden.
Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland
seit 15 Jahren kaum geringer geworden
Bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter, gleichem Beruf und im gleichen Betrieb verdienen Frauen 12 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern hat sich gegenüber dem Stand vor 15 Jahren kaum verändert, zeigt eine Studie, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam mit der Universität Konstanz durchgeführt hat. Die Analyse legt offen: Unterm Strich beruht die geringere Entlohnung von Frauen weniger auf finanzieller Ungleichbehandlung im Einzelfall, sondern vor allem auf gesellschaftlichen Strukturen, die Frauen seltener als Männer in gut bezahlte Jobs gelangen lassen. PresseInformation des IAB vom 19. März 2009.
Frauen und Wissenschaft
Das Europäische Parlament macht darauf aufmerksam, dass der Frauenanteil in den höheren akademischen Rängen selten über 20% liegt und die Wahrscheinlichkeit, dass Männer Professuren oder entsprechende Stellen besetzen, dreimal größer als bei Frauen ist. Deshalb fordert das Parlament unter anderem ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis, indem Frauen mit mindestens 40% vertreten sind, sowie positive Maßnahmen zugunsten von Forscherinnen. Entschließung des Europäischen Parlaments (EP) vom 21. Mai 2008 zum Thema "Frauen und Wissenschaft".
Frauen und Wissenschaft
Bericht der Abgeordneten Britta Thomsen vom 22. April 2008 über das Thema "Frauen und Wissenschaft" für den Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter des Europäischen Parlaments.
Deutschland: Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern
Zum internationalen Frauentag 2008 hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am 7. März den Startschuss für das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" gegeben. Die breit angelegte Initiative unterstützt Frauen, die nach einer familienbedingten Pause wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Dabei werden die verschiedenen Lebenssituationen und individuellen Bedürfnisse der Frauen berücksichtigt. Das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" will den beruflichen Wiedereinstieg ins Blickfeld der Menschen rücken. PresseInformation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom 7. März 2008 mit Informationen zum Programm als PDF-Dokument im Anhang.
Berichte zur Gleichstellung von Frau und Mann in der Europäischen Union
Jährliche Berichte der Europäischen Kommission zum Thema.
2007: Europäisches Jahr der Chancengleichheit
Mit ihrem Vorschlag für eine "Sozialpolitische Agenda 2005-2010" hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, das Jahr 2007 zum Europäischen Jahr der Chancengleicheit zu erklären.
Gender Mainstreaming
Weiterführende Links rund um das Thema finden Sie in unserer Link-Datenbank.^
Familie und Beruf besser vereinbaren können
Frauen brauchen mehr Chancen, um auch mit Kindern im Beruf erfolgreich sein zu können. Statt mindestens 14 sollen europaweit 18 Wochen Mutterschutz eingeführt werden. Gleiches soll auch für selbstständig tätige oder im Familienbetrieb mithelfende Frauen gelten. Das sehen zwei Richtlinienvorschläge der EU-Kommission vor. Sie sind Teil eines Gesamtpakets der EU-Kommission zur Familienpolitik, das am 3. Oktober 2008 vorgestellt wurde.





