Licht an für den Umweltschutz
| Seit 1. September 2009 ist es soweit: Die EU-Staaten beenden schrittweise die Energieverschwendung durch herkömmliche Glühbirnen. Denn diese wandeln nur zehn Prozent der Energie in Licht um, der Rest geht als Wärme verloen.
Mattglas- und 100-Watt-Glühbirnen dürfen künftig nicht mehr auf den Markt gebracht werden. Das besagt die im März 2009 beschlossene "Glühbirnen-Verordnung" im Rahmen der Öko-Design-Richtlinie. Die Verordnung gilt für Haushaltslampen sowie Leuchtmittel zur Beleuchtung von Büros, Straßen und Industrieanlagen. Ab September 2010 dürfen dann 75-Watt Lampen nicht mehr in den Handel gebracht werden, und ab September 2011 die 60-Watt Lampen. Ab September 2012 werden alle Lampen im Handel die strenge Energieeffizienzklasse C und im Jahre 2016 die Energieeffizienzklasse B erfüllen müssen. |
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Die EU-Kommission wird laut ihrem Arbeitsprogramm von Ende 2008 in den kommenden Monaten weitere Energiesparvorgaben vorlegen. Einige davon sind schon auf den Weg gebracht, zum Beispiel für den Stand-by-Betrieb von Haushalts- und Bürogeräten.
Acht Fragen und Antworten zu Energiesparlampen
Wie viel spart ein Haushalt?
Wenn auf effiziente Beleuchtung umgestellt wird, geht die EU von einer Ersparnis von zehn bis 15 Prozent der Stromkosten aus. Das können im Schnitt 50 Euro pro Jahr sein. Größere Stromfresser im Haushalt sind allerdings Flachbildschirme oder Computer im dauerhaften Stand-by-Betrieb. Die EU hat bereits eine detaillierte Stand-by-Verordnung vorbereitet.
Rentiert sich die Anschaffung teurer Energiesparlampen für mich?
In der Anschaffung sind sie teurer als herkömmliche Glühbirnen, doch Tests von Verbraucherschützern ergaben, dass nicht immer die teuersten die besten Energiesparlampen sind. Generell gilt: Bereits nach einem Jahr Betriebsdauer haben sie sich durch die eingesparten Stromkosten bezahlt gemacht.
Schreibt die EU vor, welche Lampen ich kaufen muss?
Es gibt keine Vorschrift für bestimmte Lampentypen. Die Verbraucher müssen nicht die „Kompaktleuchtstofflampen“ mit fluoreszierender Technik kaufen. Verbesserte Birnen mit Halogentechnologie und Lampen mit Leuchtdioden (LED) sind als Alternativen zu konventionellen Glühbirnen erhältlich. Sie haben die gleiche Lichtqualität wie
Herkömmliche Leuchtmittel.
Sind Energiesparlampen gesundheitsgefährdend?
Sowohl von der EU-Kommission als auch von der britischen Gesundheitsbehörde beauftragte Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass eine normale Nutzung der fluoreszierenden Leuchten (Energiesparlampen) keine Gesundheitsrisiken mit sich
bringt. Übrigens: Energieeffiziente Halogen- und LED-Lampen enthalten kein Quecksilber.
Wie schütze ich mich vor dem Quecksilber?
Nur Energiesparlampen enthalten eine geringe Menge Quecksilber. Der Grenzwert liegt bei fünf Milligramm. Eine Amalgam-Zahnfüllung enthält hundertmal so viel Quecksilber. Sollte eine Lampe zerbrechen, kann Quecksilber in geringer Menge austreten. Tipp: Das Zimmer lüften und die Scherben mit einem feuchten Tuch entsorgen. Die Hersteller müssen auf den Verpackungen darauf hinweisen, wie zerbrochene Lampen zu behandeln sind.
Wie erfahre ich, welche Lichtleistung die Energiesparlampe bringt?
Auf der Verpackung muss die Menge des ausgegebenen Lichts in Lumen vermerkt sein. 1.300 bis 1.400 Lumen entsprechen einer 100-Watt-Glübirne, 920-970 Lumen einer 75-Watt-Birne und 410-430 der 40-Watt-Birne. Das Licht entspricht dem Tageslicht, ist also eher kalt-weiß. Inzwischen gibt es aber auch Energiesparlampen, die ein warmes (gelbes) Licht ausstrahlen.
Wie entsorge ich eine Energiesparlampe?
Energiesparlampen gehören am Ende ihrer Lebensdauer in den Sondermüll. Da Quecksilber
sowohl umwelt- wie auch gesundheitsschädigend ist, dürfen Energiesparlampen nicht in den Hausmüll oder in den Glascontainer entsorgt werden. Für ausgediente Lampen gibt es spezielle Sammelbehälter auf Recyclinghöfen und im Handel. Die Rückgabe bei kommunalen Sammelstellen ist kostenlos.
Darf ich herkömmliche Glühbirnen noch woanders, zum Beispiel im Ausland, kaufen?
Glühbirnen dürfen in der EU zum Verkauf nicht mehr auf den Marktgebracht werden. Die Einfuhr für den persönlichen Gebrauch ist kein Problem. (vth)
Übrigens Australien hat seine jährlichen Treibhausgasemissionen in Höhe von 575 Millionen Tonnen durch das Umstellen auf Kompakt-Leuchtstofflampen um mehr als eine Million Tonnen verringert. In Deutschland sieht sich Norderney als Vorreiter. Bis Ende 2009 sollen auf der ostfriesischen Insel überwiegend Energiesparlampen leuchten. Mit der Aktion "Norderney wird glühbirnenfrei" sollen pro Jahr bis zu 150.000 Euro eingespart werden. |
| Quelle der vorstehenden Informationen:
EU-Nachrichten Nr. 28 vom 3. September 2009 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland. |
DOWNLOADS zum Thema
Häufig gestellte Fragen zu der Verordnung über die schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühlampen
Ausführliche Informationen der EU-Kommission über die einzelnen Schritte bei der Umsetzung der EU-Verordnung als PDF-Dokument.
Hintergrundmaterial zum Thema
Dokument der EU-Kommission mit Informationen zur Maßnahme, den verfügbaren Lampen-Alternativen, die Vorteile für die Verbraucher und Hintergründen zum Gesetzgebungsverfahren als PDF-Dokument.
LINKS zum Thema
Energiesparlampen: Besseres Licht mit weniger Energie
Durch höhere Energieeffizienznormen für Lampen sorgt die Europäische Union dafür, dass Europas Wohnungen umweltfreundlicher erhellt werden. Informationen der EU-Kommission zum Thema.
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Über diese Seite können Informationen zum Thema in den Amtssprachen der EU abgerufen werden.






