Energiesparende Beleuchtung kommt voran
| Seit dem 1. September 2010 verschwindet die 75-Watt-Glühbirne aus den Läden. Einem durchschnittlichen Haushalt erspart das bis zu 50 Euro Stromkosten im Jahr - der Umwelt 15 Millionen Tonnen CO2.
Einfach ist das Prinzip, das sich Thomas Alva Edison 1879 ausgedacht hat: Ein Wolfram-Faden glüht hell, wenn ihn Strom durchfließt, kann aber unter Glas mangels Sauerstoff nicht verbrennen. Einfach, und extrem ineffizient: Glühbirnen verwandeln nur fünf Prozent der Energie in Licht. Der Rest heizt die Umwelt. Längst gibt es bessere Techniken, die Nacht zum Tag zu machen. So beschloss die EU 2008 mit ihrer Ökodesign-Richtlinie (2005/32/EG), die Glühbirne bis 2012 schrittweise zu ersetzen. |
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Noch fällt manchem Bürger die Wahl einer modernen Lichtquelle schwer. Doch so groß wie vor einem Jahr ist die Aufregung nicht mehr. Die Vorteile der neuen Regelung liegen auf der Hand: Die effizientere Beleuchtung spart rund 40 Terrawatt, das ist der Strombedarf von elf Millionen Haushalten. Gut für das Klima: Der CO2-Ausstoß sinkt um jährlich 15 Millionen Tonnen. Zudem ist es gut für den Geldbeutel. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat vorgerechnet: Wer eine 60-Watt-Glühlampe gegen eine 11-Watt-Energiesparlampe tauscht, spart über deren Lebensdauer hinweg beim heutigen Strompreis rund 100 Euro und hat es genauso hell.
Was er von einer Energiesparlampe erwarten darf, erfährt der Käufer künftig viel genauer. Die EU-Verordnung verpflichtet Hersteller, zehn zentrale Angaben auf die Schachtel zu drucken: Helligkeit, Farbtemperatur, Lebensdauer, wie oft sich die Lampe ein- und ausschalten lässt, ob sie sich dimmen lässt und einiges mehr. EU-Energiekommissar Günther Oettinger: "Das wird Verbrauchern ihre Kaufentscheidung erleichtern. Zudem weist ein Logo auf die besonderen Entsorgungsauflagen hin, die von den Mitgliedstaaten einzuhalten sind."
Der Verbraucher muss sich umgewöhnen: Die Watt-Zahl kann er vergessen, für die Helligkeit steht der Lumenwert. 900 Lumen entsprechen etwa einer 75-Watt-Glühbirne, 60-Watt sind rund 700 Lumen. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben: 6.500 Kelvin entsprechen dem Tageslicht, ideal für Arbeitsplätze. Mit 3.300 Kelvin und weniger ist zufrieden, wer warmes und weißes Licht ähnlich dem der herkömmlichen Glühlampe will.
Einziger Nachteil der Energiesparlampen: Sie enthalten ein wenig Quecksilber und dürfen nicht in den Hausmüll. Man muss sie zur kommunalen Sammelstelle bringen. Eine höhere Quecksilberbelastung für die Umwelt befürchten Experten aber nicht. Denn weil weniger Strom verbraucht wird, sinken auch die quecksilberhaltigen Abgase aus Kohlekraftwerken. (mb)
| Quelle der vorstehenden Informationen:
EU-Nachrichten Nr. 28 vom 2. September 2010 der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland. |
WEITERE INFORMATIONEN
DOWNLOADS zum Thema
Häufig gestellte Fragen zu der Verordnung über die schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühlampen
Ausführliche Informationen der EU-Kommission über die einzelnen Schritte bei der Umsetzung der EU-Verordnung als PDF-Dokument.
Hintergrundmaterial zum Thema
Dokument der EU-Kommission mit Informationen zur Maßnahme, den verfügbaren Lampen-Alternativen, die Vorteile für die Verbraucher und Hintergründen zum Gesetzgebungsverfahren als PDF-Dokument.
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Energiesparlampen: Besseres Licht mit weniger Energie
Durch höhere Energieeffizienznormen für Lampen sorgt die Europäische Union dafür, dass Europas Wohnungen umweltfreundlicher erhellt werden. Informationen der EU-Kommission zum Thema.
European lamps become more energy efficient
Über diese Seite können Informationen zum Thema in den Amtssprachen der EU abgerufen werden.






