Deutschland wählt 99 Abgeordnete für Europa
| Seit der Europawahl im Jahr 1994 sitzen 99 Abgeordnete aus Deutschland im Europäischen Parlament. Daran hat sich bei der letzten turnusmäßigen Europawahl im Juni 2009 auch nichts geändert. Der EU-Reformvertrag von Lissabon wird - aller Voraussicht nach - erst zum Ende des Jahres 2009 in Kraft treten können.
Seit der letzten Europawahl im Juni 2004 saßen bis zum Januar 2007 insgesamt 736 Abgeordnete aus den seinerzeit 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) im Europaparlament. Mit dem EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 erhöhte sich die Gesamtzahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf 785. |
|
Vertrag von Nizza gilt weiter
Der EU-Reformvertrag von Lissabon kann nur dann in Kraft treten, wenn ihm alle 27 EU-Mitgliedstaaten zugestimmt haben. Am 12. Juni 2008 hatte aber die Bevölkerung Irlands in einer Volksabstimmung (Referendum) eine Zustimmung des Landes (Ratifizierung) zum Lissabon-Vertrag abgelehnt. Seitdem war offen, wann der Lissabon-Vertrag in Kraft treten könnte - noch vor der Europawahl 2009 oder erst danach.
Bei ihrem EU-Gipfel am 11./12. Dezember 2008 in Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten mit Irland über das weitere Vorgehen verständigt. Danach soll es eine zweite Volksabstimmung in Irland geben - jedoch erst nach der Europawahl 2009 (vgl. Beschluss des EU-Gipfels vom 11./12. Dezember 2008...).
Da der EU-Reformvertrag von Lissabon also vermutlich erst nach der Europawahl 2009 in Kraft treten wird, fand die Europawahl 2009 noch unter den Bedingungen des EU-Vertrages von Nizza statt. Deshalb hat sich die Zahl der Sitze im Europäischen Parlament bei der Europawahl 2009 von 785 Abgeordnete auf 736 Abgeordnete für alle 27 EU-Mitgliedstaaten reduziert - so wie es im EU-Vertrag von Nizza in der Fassung der EU-Beitritsverträge vorgesehen ist.
Sitzverteilung im Europäischen Parlament
| Land | 2004 bis 2009 | der Wahl 2009 gemäß Nizza-Vertrag | Lissabon-Vertrag | ||
| Belgien | |||||
| Bulgarien | |||||
| Dänemark | |||||
| Deutschland | |||||
| Estland | |||||
| Finnland | |||||
| Frankreich | |||||
| Griechenland | |||||
| Irland | |||||
| Italien | |||||
| Lettland | |||||
| Litauen | |||||
| Luxemburg | |||||
| Malta | |||||
| Niederlande | |||||
| Österreich | |||||
| Polen | |||||
| Portugal | |||||
| Rumänien | |||||
| Schweden | |||||
| Slowakei | |||||
| Slowenien | |||||
| Spanien | |||||
| Tschechien | |||||
| Ungarn | |||||
| Vereinigtes Königreich | |||||
| Zypern | |||||
| insgesamt |
LINKS zum Thema
Deutsche Abgeordnete im Europäischen Parlamnt
Übersicht des deutschen EP-Informationsbüros über die am 7. Juni 2009 gewählten 99 deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP).
Niedersächsische Abgeordnete
Dem zuletzt im Juni 2009 neu gewählten Europäischen Parlament der 7. Wahlperiode (2009 bis 2014) gehören elf Abgeordnete aus Niedersachsen an. Wer sind diese Abgeordneten?
Kontaktieren Sie Ihre(n) Europa-Abgeordnete(n)
Selbstverständlich können Sie bei Problemen mit der Europäischen Union und im EU-Binnenmarkt auch direkt Kontakt zu Ihrer bzw. Ihrem regional zuständigen Abgeordneten im Europäischen Parlament (EP) Kontakt aufnehmen. Eine alphabetische Liste aller Mitglieder des Europaparlaments der 6. Wahlperiode (2004 bis 2009) finden Sie im Internet.
Dialog mit der EU
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie Sie als EU-Bürgerin bzw. EU-Bürger direkt mit der EU in Kontakt treten können, um z.B. Antworten auf Ihre Fragen zur EU oder bei rechtlichen Problemen im EU-Binnenmarkt zu erhalten oder mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern der EU über aktuelle Fragen zu diskutieren. Wir stellen Ihnen hier einige dieser Kontakt- und Diskussions-Möglichkeiten vor.






