Mehrheit in Nicht-Euro-Staaten sieht Gemeinschaftswährung positiv

07.06.2019 Brüssel. Eine Mehrheit der Befragten in den EU-Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben, ist der Ansicht, dass die gemeinsame Währung sich positiv auf die Länder ausgewirkt hat, die den Euro bereits verwenden. Das ist das Ergebnis einer neuen Flash-Eurobarometer-Umfrage. Insgesamt 56 Prozent der Befragten in den sieben Mitgliedstaaten (Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und Schweden) teilen diese Ansicht, einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr und insgesamt vier Prozentpunkte mehr als 2016. Am stärksten ist diese Einschätzung in Ungarn (70 Prozent), Rumänien (62 Prozent), Polen (54 Prozent) und Bulgarien (53 Prozent). Fast die Hälfte glaubt auch, dass die Einführung des Euro positive Auswirkungen auf ihr eigenes Land (45 Prozent, -1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr) und auf sie persönlich (47 Prozent, keine Veränderung) hätte.

Insgesamt wünschen sich 55 Prozent, dass der Euro so schnell wie möglich oder nach einiger Zeit (+2) zu ihrer Währung wird, gegenüber 42 Prozent, die dies so spät wie möglich oder nie (-2) wünschen. Eine Mehrheit der Befragten in Ungarn (66 Prozent), Rumänien (61 Prozent) und Kroatien (49 Prozent) befürwortet die Einführung des Euro. Die Flash-Eurobarometer-Umfrage wurde in den sieben Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführt, die sich rechtlich zur Einführung des Euro verpflichtet haben: Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien und Schweden.

77 Prozent der Bevölkerung in diesen sieben Mitgliedstaaten haben bereits Euro-Banknoten oder -Münzen verwendet (+1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr). 49 Prozent fühlen sich gut über die einheitliche Währung informiert (+1) und 81 Prozent sind der Meinung, dass sie es persönlich schaffen würden, sich an die Ablösung der nationalen Währung durch den Euro anzupassen (+2).

Eine im Dezember 2018 veröffentlichte Standard-Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass 75 Prozent der Bevölkerung im Euroraum inzwischen für den Euro sind, den höchsten Stand seit der Einführung der einheitlichen Währung.

Links zum Thema:

Flash-Eurobarometer zum Euro in Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien und Schweden

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.