Mobiles Gesundheitswesen braucht mehr Datenschutz und mehr Privatsphäre

14.01.2015 Brüssel. Mehr Patientensicherheit, ein klarer Rechtsrahmen, mehr Privatsphäre und mehr Datenschutz könnten dem mobilen Gesundheitswesen in Europa einen Schub verleihen. Das zeigen die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum mobilen Gesundheitswesen, die die Europäische Kommission am Dienstag veröffentlicht hat.

Zwar nutzen immer mehr Europäer mobile Geräte, um ihre Gesundheit zu überprüfen oder um sich von Gesundheitsexperten beraten zu lassen. Aber gibt es eine Reihe von Hürden, die verhindern, dass sich das mobile Gesundheitswesen (mHealth) vollständig entfalten kann.

Über 200 Beiträge von Behörden, Gesundheitsdienstleistern, Patientenorganisationen und Internetunternehmern wurden für die Konsultation der EU-Kommission eingereicht. Die meisten Beiträge wollen mit einer strengeren Privatsphäre und Sicherheitstools, wie zum Beispiel Datenverschlüsselung und Autorisierungsmechanismen, das Vertrauen der Nutzer stärken. Die Hälfte der Beiträge fordert einen stärkeren Datenschutz und strengere Regeln für die Geräte, die bei der mobilen Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen verwendet werden.

Die Internetunternehmer bemängeln den schwierigen Marktzugang, weil ein klarer Rechtsrahmen, Interoperabilität und gemeinsame Qualitätskriterien fehlen.

Im Laufe des Jahres 2015 will die EU-Kommission mit Interessenvertretern weitere politische Schritte diskutieren.