Schnelles Breitband: Öffentliche Konsultation zur Nutzung der Ultrahochfrequenzen

13.01.2015 Brüssel. Wie soll das Ultrahochfrequenzband (UHF) in Europa künftig genutzt werden? Hierzu möchte die Europäische Kommission bis zum 12. April in einer öffentlichen Konsultation verschiedene Meinungen einholen. Die EU-Kommission bittet Akteure aus dem Mobil- und Rundfunksektor, aus der drahtlosen Veranstaltungstechnik, Wissenschaftler, Verbände und Bürger um ihre Meinung zu den Vorschlägen, die eine Expertengruppe unter der Leitung des früheren EU-Kommissars Pascal Lamy vor einem Jahr unterbreitet haben. Die Autoren des Lamy-Berichts hatten sich dafür ausgesprochen, die knappen Ultrahochfrequenzen zu nutzen, um flächendeckend schnelle drahtlose Breitbandverbindungen bereitzustellen.

Die Beiträge können bis 12. April eingereicht werden und sollen der EU-Kommission helfen, eine einheitliche Position im Spektrum-Management zu definieren. Damit der digitale Binnenmarkt in der Europäischen Union (EU) gelingt, müssen die nationalen Grenzen aufgebrochen und ein harmonisierter europäischer Ansatz für das Radiospektrum entwickelt werden.

Für die Umnutzung der Ultrahochfrequenzen für schnelle drahtlose Breitbandverbindungen hatten die Experten um Lamy einen Zeitrahmen bis 2020 (+/- zwei Jahre) vorgeschlagen, damit der Übergang für den terrestrischen Rundfunk, der bisher diese Frequenzen genutzt hat, reibungslos erfolgen kann.