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Klima und Energie

Die EU vor globalen Herausforderungen
 
Themenheft der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Download: PDF-Dokument... | Nr. 19 | Mai 2007
 
Energie für eine Welt im Wandel
 
Die Welt steht vor großen ökologischen und energiewirtschaftlichen Herausforderungen. Der Klimawandel hat begonnen, seine Auswirkungen sind spürbar: milde Winter, andauernde Sommerhitze, Dürre, Überschwemmungen und Orkantiefs. Aktuelle Prognosen für den Energie- und Verkehrsbereich deuten darauf hin, dass die Emissionen in der EU nicht fallen, sondern bis 2030 um bis zu fünf Prozent steigen werden. Dazu kommt, dass Verbraucher wie Unternehmen noch immer nicht in den Genuss sämtlicher Vorteile eines echten Energiemarktes kommen. Bleiben derzeitige Trends und Strategien
unverändert, wird die Energieimportabhängigkeit der EU gefährlich ansteigen.
 
Die EU-Mitgliedsländer müssen gemeinsam handeln, wenn sie eine nachhaltige, sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung sicherstellen wollen. Deshalb benötigen wir eine entschlossene Energiepolitik. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Paket steht auf drei Grundpfeilern: der Vollendung eines wirklichen Energiebinnenmarktes, einer schnellen Umstellung auf Energieträger mit wenig CO2-Ausstoß und einer effi zienten Energienutzung. Forschung, Technologie und innovative Produkte sind gefordert, um ihren Beitrag zu einer Energiewende zu leisten.
 
EU-Kommissionspräsident Barroso sprach von einer "postindustriellen Revolution", als er die integrierte Strategie für Energie und Klimawandel vorstellte und damit Eckpunkte für eine mögliche zukünftige EU-Energiepolitik skizzierte.
 
Allerdings kann die EU ihre ehrgeizigen Ziele nicht im Alleingang erreichen. Zusätzlich zu einem echten Energiebinnenmarkt ist eine internationale EU-Energieaußenpolitik
nötig, bei der die EU mit einer Stimme spricht. Wirksame Solidaritätsstrategien und echte Energiepartnerschaften mit Anbietern müssen entwickelt werden, die von Transparenz, Berechenbarkeit und Gegenseitigkeit geprägt sind. Die EU-Kommission schlägt eine Reihe konkreter Maßnahmen zur Stärkung internationaler Abkommen vor, darunter die Energiecharta, eine Kyoto-Folgeregelung und neue Klimaziele, die Einbeziehung weiterer internationaler Partner in den Emissionshandel und bilaterale Abkommen mit Drittländern.
 
Die Überprüfung der Energiestrategie durch die EU-Kommission ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer wirksamen Energiepolitik für Europa. Sie blickt voraus und macht den Weg frei für eine neue Strategie, die dem Klimawandel die Stirn bietet. Handelt Europa nicht, zieht der globale Klimawandel unwiderrufliche Folgen für Mensch und Natur nach sich und treibt die wirtschaftlichen Kosten in die Höhe. Die Welt ist einmal mehr auf die Vorreiterrolle Europas angewiesen. Jetzt gilt es zu handeln, um sie für unsere Kinder und Enkel lebenswert zu erhalten.
 
Dr. Gerhard Sabathil
Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
 


LINKS zum Thema


Energiepolitik der EU
Die EU-Kommission hat am 10. Januar 2007 ein Maßnahmenpaket vorgelegt, das die Energiepolitik für die kommenden Jahrzehnte skizziert. In dem Paket greift die Kommission die Herausforderungen des Klimawandels auf, thematisiert angesichts des russischen Öllieferstopps die Versorgungssicherheit und kritisiert den fehlenden Wettbewerb auf dem europäischen Energiemarkt.
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Klima-(Schutz)-Politik der EU
Der Klimawandel ist in vollem Gange. Europa setzt alles daran, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Dieses Ziel ist erreichbar, wenn weltweit bis 2050 der Ausstoß an Treibhausgasen gegenüber dem Stand von 1990 um die Hälfte vermindert wird. Entschlossene Maßnahmen sind nötig, heißt es in der am 10. Januar 2007 beschlossenen Mitteilung der EU-Kommission.
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CO2-Reduktion im Straßenverkehr
Es ging um die Quadratur des Kreises: Wie lässt sich eine drastische CO2-Verminderung zum Schutze des Klimas erreichen, ohne der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie zu schaden? Die Antwort der EU-Kommission am 7. Februar 2007: Das Ziel bleibt gleich, aber der Weg dahin wird anders. Die Treibhausgasemissionen neuer Autos sind bis 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm CO2 je km (g/km) zu begrenzen.
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