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TÜRKEI
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| Staatsflagge | Staatswappen |
| Offizieller Landesname: Republik Türkei | Staatsform: Parlamentarische Republik | |||
| Landesfläche: 775.000 Landkarte | Einwohner 2011: 73.723.000 | |||
| Autokennzeichen: TR | Telefon-Vorwahl: 0090 | |||
| Hauptstadt: Ankara | Landessprache(n): Türkisch | |||
Nationalhymne: abspielen | Internet-Domain: .tr | |||
| Landeswährung: türkische Lira | EU-Aufnahme beantragt: 14. April 1987 | |||
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Sonstige Informationen
Der Name des Landes lautet offiziell "Republik Türkei" (türkisch: Türkiye Cumhuriyeti).
Der Rat der Außenminister der EU-Mitgliedstaaten hat am 3. Oktober 2005 beschlossen, die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei über einen EU-Beitritt des Landes aufzunehmen. Wann diese Verhandlungen aber abgeschlossen sein werden und die Türkei der Europäischen Union beitreten kann, ist noch nicht bekannt.
Geschichte
Als Provinz "Asia Minor" kam Anatolien im 2. Jahrhundert vor Christus unter römische Herrschaft.
Mit der Eroberung des Oströmischen Reiches durch die Osmanen entstand im 15. Jahrhundert eines der größten Reiche der Weltgeschichte. Das Osmanische Reich griff auch auf Europa über. 1389 kam es zur Schlacht auf dem Amselfeld, 1453 wurde Konstantinopel erobert, 1529 Wien belagert.
Der durch den Niedergang des Reiches bedingte allmähliche Rückzug vom Balkan dauerte bis in 20. Jahrhundert. 1909 marschierten die Jungtürken auf Istanbul. 1914-18 nahm die Türkei auf Seiten der Mittelmächte am Ersten Weltkrieg teil, in dessen Folge das eintige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert wurde.
Nach Abschaffung des Sultanats prokamierte Mustafa Kemal (auch genannt "Atatürk") die Republik und machte Ankara zur Hauptstadt. Er trennte Staat und Religion, schaffte die muslimische Zeitrechnung, die arabische Zeitrechnung und die Mehr-Ehe ab. Unter seinem Nachflger Ismet Inonu (ab 1939) setzte ein Demokratisierungsprozeß ein. 1952 trat die Türkei der NATO bei.
Nationalfeiertag(e) 29. Oktober: Tag der Republik
Nach dem Ersten Weltkrieg und nachdem alle ausländischen Kräfte aus Anatolien vertrieben worden waren, rief Mustafa Kemal (Bild rechts) am 29. Oktober 1923 die Republik Türkei aus. Später erhielt Mustafa Kemal den Beinamen "Atatürk" ("Vater aller Türken") und war der erste Präsident der neuen Republik. |
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Ein Land voller Gegensätze
![]() Die Hagia Sophia in Instanbul, einst byzantische Kirche, heute Museum. |
Die Türkei mit ihren fast 70 Millionen Einwohnern, die zu 99,8 Prozent Muslime sind, steckt voller Gegensätze. Bitterarme Menschen leben häufig im Schatten der Glitzerfassaden modernster Hochhäuser. Während die Wirtschaftsmetropole Istanbul oder auch die Haupstadt Ankara kaum von westlichen Städten zu unterscheiden sind, scheint in vielen ländlichen Gegenden die Zeit still zu stehen.
Mit ihren Monumenten aus der Antike und der Epoche der Sultane des Osmanischen Reichs sowie ihren Traumstränden lockt die Türkei jährlich Millionen Touristen aus aller Welt an. Allein 2003 kamen fast 14 Millionen Fremde, knapp ein Viertel davon Deutsche.
Der Tourismus kann die schwierige wirtschaftliche Lage der Türken aber nur zu einem Teil verbessern. Ein Drittel der türkischen Arbeitnehmer lebt von der Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund zehn Prozent, das Bruttoinlandsprodukt weit unter dem europäischen Durchschnitt. Um der Armut zu entfliehen, wanderten viele Türken nach Deutschland aus. Heute leben dort mehr als 2,6 Millionen Türken und sind damit die mit Abstand größte Gruppe von Ausländern.
Die Türkei liegt geologisch zwischen den Rändern der afrikanischen und der eurasischen Platte. Ihre Verschiebungen haben wiederholt verheerende Erdbeben mit mehreren tausend Toten ausgelöst. Islamistischer Terror hat im November 2003 in Istanbul mehr als 60 Menschen das Leben gekostet.
Die Türkei ist aus dem Osmanischen Reich hervorgegangen, das vom 14. Jahrhundert an herrschte. 1923 rief Mustafa Kemal Atatürk ("Vater der Türken") die Republik aus und sorgte für eine Trennung von Staat und Religion. Eines der vielen ungelösten Probleme aus jener Zeit ist die Frage der Kurden, die sich unterdrückt fühlen. Ihr Streben nach Unabhängigkeit fand im Guerillakrieg (1984-99) der kurdischen Arbeiterpartei (PKK) ihren Höhepunkt. Der Konflikt forderte mehrere 10.000 Menschenleben. Mit der Festnahme des Kurdenführers Abdullah Öcalan 1999 begann sich die Lage zu entspannen. Außerdem trieb die Regierung mit Blick auf einen EU-Beitritt Reformen voran, die den Kurden zumindest Schulunterricht sowie Radio- und Fernsehprogramme in ihrer Sprache erlauben. Etwa jeder fünfte Einwohner ist Kurde.
Quelle: Nachrichtenagentur dpa
Wusstest Du, dass ...
![]() Der Strand von Kudasi an der Küste der Aegeis. |
... das Kaiser Konstantin im Jahr 330 die damalige Metropole Byzanz, die ihm zu Ehren dann Konstantinopel genannt wurde und heute Istanbul heißt, zur Hauptstadt des Oströmischen Reiches machte?
... turmenische Nomadenstämme im 11. Jahrhundert in das Gebiet einwanderten, die dann im 12. Jahrhundert ihre Herrschaft auf Zentral- und Ostanatolien ausweiteten?
... unter dem osmanischen Sultan Suleiman das ungarische Reich geschlagen und im Jahr 1529 sogar Wien von den Türken belagert wurde?
... die Osmanen dann aber im so genannten Großen Türkenkrieg (1683-1699) fast alle ihre Eroberungen von Ungarn bis zum Peloponnes in Griechenland wieder verloren?
... am Ende des Ersten Weltkrieges 1918 das Osmanische Reich aufgelöst wurde und auf alle Gebiete außerhalb Kleinasiens verzichten musste?
... die Kurden die größte Minderheit in der Türkei sind und eine der weltweit größten Volksgruppen ohne eigenen Staat? Ihre Heimat Kurdistan gehört heute zu drei Staaten: Türkei, Iran und Irak.
... heute über zwei Millionen Türken im Ausland leben, davon allein rund 1,9 Millionen in Deutschland?
Ein Tipp:
Noch mehr über das Land erfährst Du im Internet im Wikipedia-Lexikon.
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