Umfrage: Ansehen der EU bei den Bürgern hat sich stabilisiert

14.02.2018 Berlin (dpa) – Das Ansehen der Europäischen Union bei den Bürgern der EU hat sich nach einem Einbruch vor zwei Jahren wieder stabilisiert. Bei 45 Prozent der Deutschen und 40 Prozent der EU-Bürger insgesamt hat die Union ein positives oder sehr positives Image. Das geht aus dem «Eurobarometer» hervor, das am Dienstag von der EU-Kommission in Berlin vorgestellt wurde.

Die im November erhobenen Zahlen sind seit der letzten Umfrage im Frühjahr 2017 unverändert, der tiefe Einbruch 2015 und 2016 wurde aber überwunden. Im Frühjahr 2016 hatten nur 29 Prozent der Deutschen einen positiven Eindruck von der EU, in den Mitgliedsländern waren es 34 Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist das Ansehen der EU in Deutschland um 14 und in Europa um 10 Prozentpunkte gestiegen.

«Europa feiert ein Comeback», sagte Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland. Es gebe zwar immer noch Probleme und ungelöste Herausforderungen, aber: «Europa ist nicht im Abstieg begriffen.»

Bei der Umfrage bescheinigten in Deutschland 38 Prozent der EU weder ein positives noch ein negatives Image, 16 Prozent ein negatives Bild. EU-weit waren 37 Prozent unentschieden und 21 Prozent negativ eingestellt.

Eine knappe Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) ist nach wie vor der Meinung, dass sich die Dinge in der EU in die falsche Richtung entwickeln. Nur 31 Prozent sehen einen Trend in die richtige Richtung. In Europa sehen 47 Prozent eine falsche Entwicklung. Allerdings ist die Skepsis gegenüber dem Frühjahr 2017 in Deutschland um 5 Prozentpunkte, in der EU insgesamt um 2 Punkte zurückgegangen.

Weitere Ergebnisse: 64 Prozent der Deutschen und 57 Prozent der EU-Bürger sehen positiv in die Zukunft. 91 Prozent der Deutschen bewerten die wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut, EU-weit sind es nur 48 Prozent. 87 Prozent der Deutschen (EU:67) sind der Meinung, dass Flüchtlingen geholfen werden sollte. Aber auch 40 Prozent der Deutschen (EU:22) sehen die Einwanderung als größtes Problem.

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Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).