Am 19. Mai 2016 (ab 16:00 Uhr) in Hannover

Der lange Weg zur Demokratie

Vor fünf Jahren begann mit der Jasmin-Revolution in Tunesien der Arabische Frühling und damit der Sturz totalitärer Regierungen in den Ländern des Maghreb und des Mashrek. Was damals mit Hoffnung auf einen Umbruch und demokratische Veränderungen im südlichen und östlichen Mittelmeerraum verbunden war, hat sich inzwischen eher ins Gegenteil entwickelt. Bürgerkriege und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Stämmen und Glaubensrichtungen führen zu Ausweitungen der Konflikte, mit Terrorismus und Millionen von Flüchtlingen bis nach Europa. Nur in Tunesien ist es gelungen, eine parlamentarische Demokratie mit Parteienvielfalt und einer modernen Verfassung aufzubauen. Das nationale Dialogquartett, das nach den Konflikten um die islamistische Übergangsregierung den Weg zur Zusammenarbeit aller Parteien ebnete, wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Allerdings ist es auch in Tunesien nicht sicher, ob Glaubensfreiheit, Gleichberechtigung und eine säkulare Regierung dauerhaft Bestand haben werden. Damit steht ganz besonders die Europäische Union mit ihrer Nachbarschaftspolitik nicht nur im Mashrek, sondern auch im Maghreb weiter vor großen Herausforderungen.

Perspektiven, Chancen aber auch Risiken und Bedrohungen für die weiteren Entwicklungen sind Thema der Konferenz des Europäischen Informations-Zentrums (EIZ) Niedersachsen. Dabei stehen die aktuellen Entwicklungen im Ausgangsland des arabischen Frühlings und ihre Bedeutung für die Nachbarländer im Mittelpunkt.

Wichtiger Hinweis vom 18. Mai 2016:
Als Ehrengäste der Konferenz sollten die Mitglieder des Dialogquartetts und Friedensnobelpreisträger, Frau Ouided Bouchamaoui und Herr Houcine Abassi, die Erfolge wie auch die Perspektiven des tunesischen Demokratisierungsprozesses vorstellen. Manchmal passiert es, dass bei Veranstaltungen in letzter Minute Änderungen notwendig sind. Das ist leider bei dieser Veranstaltung der Fall. Durch ein bedauerliches Versehen auf tunesischer Seite können beide Friedensnobelpreisträger nicht rechtzeitig aus Kanada zu unserer Veranstaltung in Hannover sein. Wir bemühen uns, kurzfristig Vertreter zu bekommen, die am Dialogprozess aktiv beteiligt waren. Ebenso wird der tunesische Botschafter S.E. Kasri in der Veranstaltung die Entwicklung in Tunesien ausführlich darstellen. Alle anderen hochkarätigen Referentinnen und Referenten sind weiterhin im Programm, sodass weiterhin eine spannende und informative Veranstaltung zu erwarten ist. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

PDF-Dokument: Programm der Veranstaltung (Stand: 18. Mai 2016)…