Corona-Lehre: EU stärkt Katastrophenschutz © Europäische Gemeinschaften, 1998, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

09.02.2021 Brüssel (dpa) – Die Europäische Union will künftig schneller und entschlossener auf Naturkatastrophen und andere Unglücke in einem oder mehreren EU-Staaten reagieren können. Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlament einigten sich am späten Montagabend darauf, den Zivilschutz-Mechanismus zu stärken. Damit ziehen sie auch eine Lehre aus der Corona-Krise. Die Übereinkunft muss noch formell von beiden Seiten bestätigt werden.

Die Einigung stelle sicher, dass kein Hilferuf eines EU-Landes mehr ohne Antwort bleibe, sagte der Parlamentsverhandler Nikos Androulakis. Der Grieche verwies auf den Beginn der Corona-Krise, als Italien erfolglos Unterstützung durch das Programm angefragt habe. Damals seien die EU-Staaten jedoch damit beschäftigt gewesen, dass die Pandemie sie selbst bald treffen werde.

Unter anderem darf die EU-Kommission künftig unter bestimmten Bedingungen nötige Ressourcen anschaffen. In den kommenden sieben Jahren soll das Hilfsprogramm dafür mit 1,263 Milliarden Euro ausgestattet sein – drei mal so viel wie zuletzt. Ein bestimmter Anteil soll direkt in Krisenprävention gehen.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)