EU unterstützt weitere Nachforschungen zum Ursprung der Corona-Krise © Europäische Gemeinschaften, 1998, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

10.06.2021 Brüssel (dpa) – Spitzenvertreter der EU haben sich kurz vor dem G7-Gipfel hinter zusätzliche Bemühungen gestellt, die Herkunft des Coronavirus zu klären. «Die Welt hat das Recht, genau zu erfahren, was passiert ist, um die Lehren daraus ziehen zu können», sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Donnerstag in einer Pressekonferenz zum Gipfeltreffen der sieben großen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall. Die EU werde alle Anstrengungen unterstützen, um Transparenz zu schaffen und die Wahrheit herauszufinden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ergänzte, es sei außerordentlich wichtig, dass man die Herkunft des Virus aufkläre.

Mit neuen Untersuchungen amerikanischer Geheimdienste zum Ursprung der Corona-Pandemie hatte zuletzt die US-Regierung den Zorn Chinas auf sich gezogen. US-Präsident Joe Biden hatte die Geheimdienste des Landes damit beauftragt, dem Ursprung der CoronaPandemie auf den Grund zu gehen – und dabei die mögliche Schlussfolgerung im Raum stehen lassen, dass das Virus aus einem Labor im chinesischen Wuhan stammen könnte. Das Außenministerium in Peking warf den USA daraufhin vor, von eigenem Versagen bei der Bekämpfung der Pandemie ablenken zu wollen.

Die Aufklärungsbemühungen sollen nun auch bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten eine Rolle spielen. Es beginnt an diesem Freitag. Zu der G7-Gruppe gehören neben Deutschland die USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien. Die EU ist als Institution vertreten. China ist nicht mit dabei.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)