Konsultation zur Zukunft des Fernsehens

25.04.2013 Brüssel. Welche Regeln braucht Internet-Fernsehen? Wie soll Fernsehen in Zukunft finanziert werden? Wie können Kinder geschützt werden? Brauchen wir Vorschriften für Filtermechanismen? Diese und andere Fragen stellt die Europäische Kommission in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Konsultation (Grünbuch). Die EU-Kommission bittet alle Interessenträger und die allgemeine Öffentlichkeit, bis Ende August ihre Meinung zur Zukunft des Internetfernsehens zu äußern.

Die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte hierzu: “Connected-TV ist die nächste große Entwicklung in der kreativen und digitalen Welt. Dank der Konvergenz dieser beiden Bereiche erhalten die Menschen eine größere Auswahl aus hochwertigen Inhalten, aber es wird auch Störungen und Probleme geben. Wir brauchen eine EU-weite Diskussion, die beide Bereiche einbezieht, um mit diesen Veränderungen richtig umzugehen. So helfen wir den Unternehmen, fördern die Kreativität und schützen unsere Werte.”

Link zum Thema:

Internet im Fernsehen, Fernsehen im Internet: Kommission holt Meinungen zum rasanten Zusammenwachsen der audiovisuellen Welt ein
PresseInformation der EU-Kommission vom 24. April 2013.

Hinweise:

Grünbücher
Die von der EU-Kommission veröffentlichten Grünbücher sollen auf europäischer Ebene Denkanstöße zu spezifischen Themen liefern. Sie richten sich hauptsächlich an interessierte Kreise (Einrichtungen und Einzelpersonen), die damit zur Teilnahme an einem Prozess der Konsultation und Debatte auf der Grundlage der im Grünbuch enthaltenen Vorschläge aufgefordert werden. In einigen Fällen geben sie den Anstoß zur Erarbeitung von Rechtsvorschriften, die dann in Weißbüchern erläutert werden.

Weißbücher
Die von der EU-Kommission veröffentlichten Weißbücher enthalten Vorschläge für Maßnahmen der Gemeinschaft in einem bestimmten Bereich. Weißbücher knüpfen zum Teil an Grünbücher an, deren Zweck es ist, Konsultationsprozesse auf europäischer Ebene in Gang zu bringen. Wird ein Weißbuch vom EU-Ministerrat positiv aufgenommen, kann es die Grundlage für ein Aktionsprogramm der EU im betreffenden Bereich bilden.