Nach EU-Gipfel – Fordernde Töne aus Ankara an Staatenblock © Europäische Gemeinschaften, 1998, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

26.03.2021 Istanbul (dpa) – Nach der EU-Ankündigung einer engeren Partnerschaft mit Ankara hat die Türkei mit fordernden Tönen reagiert. Man freue sich zwar über die Ankündigung, die Beziehungen auf Basis einer «positiven Agenda» fortführen zu wollen, teilte das türkische Außenministerium am Donnerstagabend mit. Ankara kritisierte, dass künftige Schritte an Bedingungen geknüpft, manche Themen ausgelassen und Entscheidungen auf Juni verschoben worden seien.

Die 27 Mitgliedsstaaten hatten am Donnerstag vor dem Hintergrund der Entspannung im Erdgasstreit im östlichen Mittelmeer entschieden, mit den Vorbereitungen für eine Ausweitung der Zollunion zu beginnen. Dies könnte etwa den Handel im Agrar- und Dienstleistungsbereich ankurbeln. Endgültige Entscheidungen sollen aber erst im Juni fallen.

In der türkischen Mitteilung hieß es außerdem, es verstoße zudem gegen internationales Recht, die «Bohrtätigkeiten» der Türkei und Nordzyperns als illegal zu bewerten. Die EU-Erklärung sei unter dem Einfluss «engstirniger Behauptungen einiger Mitgliedsländer und mit einem eindimensionalen Blick auf die Türkei-EU Beziehungen verfasst» worden. Zwischen Griechenland und der Türkei schwelt seit langem ein Konflikt um Erdgas. Jüngst hatte sich die Situation aber entspannt.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)