Von der Leyen für gemeinsame Anstrengung beim Klimaschutz © Europäische Gemeinschaften, 1998, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

22.04.2021 Washington/Brüssel (dpa) – Beim Klimaschutz fordert EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen einen weltweiten Kraftakt. «Lasst uns gemeinsam einen neuen globalen Standard für Klimaneutralität setzen», sagte von der Leyen am Donnerstag bei dem von US-Präsident Joe Biden einberufenen Klimagipfel. «Lasst uns zusammenarbeiten für eine gemeinsame Verpflichtung und geeintes Handeln zur Senkung der Emissionen bis 2030.»

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sei die «Lebensversicherung der Menschheit», sagte von der Leyen. Bei der nächsten UN-Klimakonferenz in Glasgow Ende des Jahres müssten alle zeigen, dass sie das verstanden hätten. Die globale Erwärmung nähere sich gefährlich dem im Abkommen erwähnten Grenzwert von 1,5 Grad. «Die Wissenschaft sagt uns: Es ist noch nicht zu spät, aber wir müssen uns beeilen», sagte von der Leyen. «Europa macht das.»

Sie verwies auf das neue EU-Klimaziel für 2030, mindestens 55 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase auszustoßen als 1990. Im EU-Klimagesetz werde zudem in Stein gemeißelt, dass Europa bis 2050 klimaneutral werde. Das bedeutet, dass dann alle Treibhausgase vermieden oder gespeichert werden müssen.

Im Juni werde die Kommission mit dem Paket «Fit for 55» Vorschläge zur Umsetzung machen, sagte von der Leyen. Konkret stellte sie bereits eine Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Wirtschaftszweige in Aussicht: «Wir werden dafür sorgen, dass der Emissionshandel nicht nur für Energieerzeugung und Industrie funktioniert, sondern auch für Verkehr und Gebäude.»

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)