Von der Leyen sieht Beziehungen zur Türkei am Scheideweg © Europäische Gemeinschaften, 1998, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

01.10.2020 Brüssel (dpa) – Die Beziehungen der Europäischen Union zur Türkei stehen aus Sicht von Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Scheideweg. Zum Auftakt des EU-Sondergipfels sagte von der Leyen am Donnerstag in Brüssel: «Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder steigen die Spannungen weiter, das wollen wir nicht. Oder es gibt eine Deeskalation und wir bewegen uns hin zu einer konstruktiven Beziehung. Das wollen wir.» Für beide Fälle habe die EU die nötigen Instrumente zur Hand.

Hintergrund sind die Spannungen der Türkei mit den EU-Staaten Griechenland und Zypern wegen türkischer Erdgaserforschung im östlichen Mittelmeer.

Auch EU-Ratschef Charles Michel sagte vor dem Sondergipfel, es lägen mehrere Optionen auf dem Tisch. Zugleich sicherte er Griechenland und Zypern beim Schutz ihrer Hoheitsrechte volle Solidarität zu. Mit Blick auf das Verhältnis zur Türkei betonte er: «Wir wollen mehr Vorhersehbarkeit, wir wollen mehr Stabilität in der Region.» Die EU müsse deutlich machen, welche Beziehung sie künftig zu diesem Teil der Welt haben wolle.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa)