Aktuelle Meldungen

Brexit-Minister fordert mehr Entgegenkommen der EU

Kurz vor dem informellen EU-Rat in Salzburg hat die britische Regierung die Europäer zu mehr Entgegenkommen in den stockenden Brexit-Verhandlungen aufgefordert. «Wir haben Kompromisse gemacht und Flexibilität gezeigt. Das müssen wir jetzt auch von der europäischen Seite sehen», sagte Brexit-Minister Dominic Raab der «Welt» (Dienstag) und anderen europäischen Medien.

Europäische Firmen warnen vor schweren Folgen durch Handelsstreit

Europäische Firmen haben wegen des eskalierenden Handelsstreits zwischen China und den USA vor schwerwiegenden Konsequenzen für ihr Geschäft gewarnt. «Die Auswirkungen des Handelskriegs auf europäische Firmen in China sind erheblich und überwiegend negativ», sagte Mats Harborn, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking, anlässlich der Präsentation eines am Dienstag vorgelegten Positionspapiers.

Iran: EU muss sich stärker um Rettung des Atomdeals bemühen

Der Chef der iranischen Atomenergieorganisation hat die EU dazu aufgefordert, sich stärker für die Rettung des Atomdeals einzusetzen. «Wir glauben, dass der bisherige Ansatz der kleinen Schritte nicht der richtige Mechanismus als Antwort auf die Situation ist, die durch die rücksichtslose Politik der USA entstanden ist», sagte Ali-Akbar Salehi am Montag bei der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien.

IWF: Ohne Brexit-Pakt drohen Großbritannien «erhebliche Kosten»

Ein Ausstieg Großbritanniens aus der EU ohne ein Abkommen mit Brüssel wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Wirtschaft der Insel erheblich schwächen. Unvermeidbare Folgen wären ein reduziertes Wachstum, sehr wahrscheinlich ein höheres Defizit und eine Abwertung des britischen Pfundes, warnte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag bei der Vorlage des Jahresberichts zur britischen Wirtschaft in London.

Sefcovic will neuer EU-Kommissionspräsident werden

Der slowakische EU-Kommissar Maros Sefcovic bewirbt sich um die Spitzenkandidatur der Sozialdemokraten für die Europawahl 2019, um neuer Kommissionspräsident zu werden. Dies kündigte der derzeitige Vizepräsident der Behörde am Montag in Brüssel an. Er würde damit ein Konkurrent des CSU-Europapolitikers Manfred Weber, der die Spitzenkandidatur der Europäischen Volkspartei anstrebt.

Rückstand im Klimaschutz könnte Deutschland Milliarden kosten

Das Verfehlen von EU-Zielen beim Klimaschutz könnte Deutschland einer Studie zufolge bis zu 60 Milliarden Euro kosten. Wenn die jetzigen Trends sich fortsetzten, werde Deutschland seine Verpflichtungen beim Treibhausgas-Sparen für die Jahre 2021 bis 2030 «um konservativ geschätzte 616 Millionen Tonnen CO2» verfehlen, heißt es in einer neuen Untersuchung der Denkfabriken Agora Energiewende und Agora Klimaschutz.