Die Wahl zum Europäischen Parlament findet zwischen dem 6. Juni 2024 und dem 9. Juni 2024 in allen Mitgliedsländern der EU statt. In Deutschland wird am Sonntag, den 9. Juni 2024, gewählt.

Die niedersächsische Europaministerin Wiebke Osigus hat ein Jahr vor dem Termin auf die Europawahl 2024 aufmerksam gemacht. Den Aufruf finden Sie hier.

Die nächste Wahl zum Europäischen Parlament findet in Deutschland voraussichtlich heute in genau einem Jahr, nämlich am 9. Juni 2024, statt. Zu diesem Anlass ruft Europaministerin Wiebke Osigus die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen auf, sich über die Europawahl zu informieren und selbst einzubringen. „Ob Klimaziele, Verbraucherrechte oder Standards bei Lebensmitteln und im Beruf ­– das Europäische Parlament gestaltet große Teile unseres Alltags mit. Niedersachsens Bürgerinnen und Bürger können am 9. Juni 2024 mitentscheiden, wie sich Europa entwickelt und wie damit unser Bundesland im Herzen Europas in Zukunft aussehen wird“, sagte die Ministerin.

Bei der zweitgrößten demokratischen Wahl der Welt sind in Deutschland im kommenden Jahr erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren stimmberechtigt ­– bislang lag die Altersuntergrenze hierzulande bei 18 Jahren. „Dies eröffnet gerade jungen Menschen die Möglichkeit, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten“, betonte Osigus.

Einer neuen EU-weiten Umfrage zufolge sind zwar 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass EU-Entscheidungen Einfluss auf ihren Alltag haben. Allerdings interessierten sich gleichzeitig nur 56 Prozent der Befragten für die Europawahl. „Diese Zahlen sind auch ein Auftrag, europäische Themen noch klarer und verständlicher zu kommunizieren. Dieser Herausforderung werden wir uns in Niedersachsen offensiv stellen“, sagte die Ministerin. Im Vorfeld der Europawahl werde das Ministerium eine Vielzahl von Veranstaltungen und Informationen zum Thema anbieten.

Allgemeine Informationen

  • Die Europawahl findet alle fünf Jahre statt.
  • Die Wahl wird in allen EU-Mitgliedstaaten im gleichen Zeitraum abgehalten abgehalten, am 6. bis 9. Juni 2024.
  • Die Wählerinnen und Wähler entscheiden über die Zusammensetzung der Rund 700 Sitze im Europäischen Parlament.
  • Gewählt werden kann im Heimatland oder in einem anderen Mitgliedsstaat, sofern in diesem der Hauptwohnsitz gemeldet ist.

 

 

Wählen ist politische Teilhabe

Wählen zu gehen ist die einfachste Möglichkeit sich in einer Demokratie zu beteiligen. Die Wahl verläuft allgemein, unmittelbar, frei und geheim. Alle Wahlberechtigte Europäerinnen und Europäer sind aufgerufen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments im Juni 2024 neu zu wählen.

Es gibt zahlreiche Gründe zur Wahl zu gehen. Hier sind die wichtigsten:

1. Es ist ein demokratisch zugesichertes Recht! Das Europäische Parlament wird direkt gewählt. Das Wahlrecht garantiert, dass Vertreter vom Volke entsendet werden. Diese Möglichkeit der demokratischen Mitbestimmung ist in anderen Ländern keinesfalls selbstverständlich.

2. Jede Stimme kann den Unterschied machen! Je mehr Stimmen und damit Vertreterinnen und Vertreter eine Partei erhält, kann das Machtgefüge in Europa stark beeinflussen. Daher ist es wichtig der Partei zu wählen, welche die eigenen Interessen am besten vertritt.

3. Bei Nichtwählen geht die Stimme verloren! Wer nicht wählen geht, verschenkt die Möglichkeit seine Interessen und Meinungen auf europäischer Ebene vertreten zu lassen und lässt andere über seine Zukunft entscheiden.

4. Wählen schützt vor Extremismus! Extremistische Strömungen profitieren von nicht abgegebenen Stimmen. Um die politische Entscheidungsfindung keinen Extremisten zu überlassen, sollte der Gang zum Wahllokal selbstverständlich sein.

5. Nichtwählen aus Protest bewirkt nichts! Anstatt die eigene Stimme zu vergeuden ist es sinnvoller die Partei zu wählen, welche die eigenen Interessen am besten vertreten wird. Nicht zu wählen schadet keiner Partei.

6. Wer wählt übernimmt Verantwortung! Die Vertreterinnen und Vertreter entscheiden über zahlreiche wichtige Themen, welche die Zukunft des Kontinents nachhaltig beeinflussen wird. Wählen zu gehen, bedeutet die Verantwortung zu übernehmen, diese Zukunft mitzugestalten.

7. Direkter Einfluss auf die Politik ist möglich! Mit einer Stimme bei der Europawahl lässt sich der Kurs der EU direkt beeinflussen und Einfluss auf wichtige Themengebiete nehmen.

8. Ungültige Stimmzettel zählen ebenfalls! Ungültige Stimmzettel zählen in die Wahlbeteiligung hinein und senden das Zeichen, dass keine der angetretenen Parteien für die Inhalte steht, welche die Wählerin oder der Wähler vertreten sehen möchte.

9. Wählen ist eine Bürgerpflicht! Die Europawahl ist keinesfalls eine Pflichtwahl, aber eine niedrige Wahlbeteiligung führt dazu, dass das Europäische Parlament die Interessen der Bürgerinnen und Bürger nicht angebracht vertreten kann und die Legitimation des Parlaments durch weniger Stimmen als möglich gegeben ist. Die Demokratie lebt von der Beteiligung der Wählerinnen und Wähler.

10. Das Europäische Parlament ist das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union! Durch die Besetzung des Europäische Parlaments wird die Arbeit in anderen EU Institutionen erst möglich. Das Parlament ist unter anderem verpflichtet der Besetzung der Kommission zuzustimmen.

 

Weitere Informationen

Die offizielle Seite des Europäischen Parlaments finden sie hier.

Informationen zur derzeitigen Europaabgeordneten aus Niedersachsen finden Sie hier.

Den Termin und Aufruf zur Teilnahme an der Europawahl 2024 durch die Bundesregierung finden Sie hier.