Industrieproduktion im Euroraum um 0,9% gestiegen – Zuwachs um 0,8% in der EU28

12.07.2019 Luxemburg – Im Mai 2019 stieg die saisonbereinigte Industrieproduktion gegenüber April 2019 im Euroraum (ER19) um 0,9% und in der EU28 um 0,8% an, laut Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im April 2019 war die Industrieproduktion im Euroraum um 0,4% und in der EU28 um 0,6% zurückgegangen. Gegenüber Mai 2018 ging die Industrieproduktion im Mai 2019 im Euroraum um 0,5% zurück und stieg in der EU28 um 0,4% an.

Monatlicher Vergleich nach industrieller Hauptgruppe und nach Mitgliedstaat

Im Euroraum stieg die Produktion von Verbrauchsgütern im Mai 2019 gegenüber April 2019 um 2,7%, von Gebrauchsgütern um 2,3%, von Investitionsgütern um 1,3% und von Energie um 0,7% an, während die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,2% zurückging.

In der EU28 stieg die Produktion von Investitionsgütern um 1,9%, von Gebrauchsgütern um 1,7%, von Verbrauchsgütern um 1,5% und von Energie um 1,3% an, während die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,1% zurückging. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Dänemark (+4,4%), Irland (+2,3%) und Frankreich (+2,1%) die stärksten Zuwächse in der Industrieproduktion. Die größten Rückgänge wurden in Finnland (-2,9%), Rumänien (-1,9%) und Kroatien (-1,7%) beobachtet.

Jährlicher Vergleich nach industrieller Hauptgruppe und nach Mitgliedstaat

Im Euroraum sank die Produktion von Vorleistungsgütern im Mai 2019 gegenüber Mai 2018 um 2,6% und von Investitionsgütern um 0,7%, während die Produktion von Gebrauchsgütern um 0,4%, von Energie um 0,8% und von Verbrauchsgütern um 3,1% zunahm. In der EU28 nahm die Produktion von Verbrauchsgütern um 2,8%, von Energie um 1,7% und von Gebrauchsgütern um 1,2% zu, während die Produktion von Investitionsgütern um 0,1% und von Vorleistungsgütern um 1,4% zurückging.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Malta (-5,1%), Deutschland (-4,3%) und Rumänien (-2,3%) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse wurden in Dänemark (+12,5%), Irland (+8,2%) und Ungarn (+6,1%) registriert.

Geografische Informationen

Zum Euroraum (ER19) gehören Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Finnland.

Zur Europäischen Union (EU28) gehören Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, die Slowakei, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich.

Methoden und Definitionen

Der Index der Industrieproduktion misst die Entwicklung des Produktionsvolumens der Industrie ohne Baugewerbe auf der Grundlage von kalender- und saisonbereinigten Daten. Die saisonbereinigten Reihen werden für den Euroraum und die EU berechnet, indem die nationalen saisonbereinigten Daten aggregiert werden. Für die Mitgliedstaaten, die ihre Daten nicht um saisonale Effekte bereinigen, führt Eurostat die Saisonbereinigung durch. „Industrie insgesamt” umfasst die Abschnitte B bis D der NACE Rev.2. Fehlende Daten von Mitgliedstaaten für die letzten Monate werden zur Berechnung der Euroraum- und EU-Aggregate geschätzt.

Revisionen und Zeitplan

Gegenüber den in der Pressemitteilung 94/2019 vom 13. Juni 2019 veröffentlichten Daten wurde die monatliche prozentuale Veränderung für April 2019 im Euroraum von -0,5% auf -0,4% revidiert und von -0,7% auf -0,6% in der EU28. Die jährliche prozentuale Veränderung blieb im Euroraum unverändert bei -0,4% und wurde in der EU28 von -0,1% auf 0,0% revidiert.

Pressemitteilung von EUROSTAT