Borrell in Berlin: Klimaschutz ist Priorität für EU-Außenpolitik in Zentralasien © Europäische Union, 2020, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Adam Berry

28.01.2020 Brüssel/Berlin. Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell hat heute (Dienstag) in Berlin auf der Konferenz „Green Central Asia“ über Klimaschutz in den vom Klimawandel besonders drastisch betroffenen Staaten Zentralasiens gesprochen. „Der Klimawandel zeichnet sich als der Bereich aus, der am dringendsten kollektive Maßnahmen bedarf. Das gilt für Zentralasien ebenso wie für andere Regionen. Die EU kann dabei helfen, einen regionalen, grenzüberschreitenden Ansatz aufzubauen. Wir brauchen globale kollektive Maßnahmen. Deshalb ist der Klimaschutz eine Schlüsselpriorität in unserer gesamten Außenpolitik“, sagte Borrell.

Borrell führte weiter aus: „Zentralasien ist bereits stark vom Klimawandel betroffen. In den vergangenen 30 Jahren sind die durchschnittlichen Jahrestemperaturen um 0,5 Grad Celsius gestiegen. Dürren und Wasserknappheit haben bereits ganze Ökosysteme gestört.“ Die Region Zentralasien ist mit Temperaturanstiegen von bis zu 4 Grad Celsius vom Klimawandel besonders betroffen, wie Prof. Dr. Johan Rockström vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Anschluss an die Rede des Hohen Vertreters erklärte.

Die EU stehe bereit, um den Ländern Zentralasiens dabei zu helfen eine effektive, regionale Zusammenarbeit aufzubauen, um grenzüberschreitende Herausforderungen zu bewältigen, so Borrell weiter. Die EU könne dabei helfen, einen regionalen, grenzüberschreitenden Ansatz aufzubauen, wie es andere Partner nicht können.

Konkret nennt Borrell die EU-Zentralasien-Plattform für die Zusammenarbeit im Bereich Umwelt und Wasser, die 2009 als Hauptforum für die Zusammenarbeit zwischen den Regionen im Bereich Wasser und Umwelt eingerichtet wurde und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich macht. Am 12. und 13. Februar kommt die Arbeitsgruppe EU-Zentralasien zu Umwelt und Klimawandel in Brüssel zusammen, um die weitere Kooperation zu besprechen.

Weitere Informationen:

Mitschnitt der Rede des Hohen Vertreters (ab Minute 10:30)

EU-Zentralasien-Plattform für die Zusammenarbeit im Bereich Umwelt und Wasser

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.