Förderung von Fusionsenergie und Nuklearforschung: EU investiert 330 Millionen Euro © Europäische Union, 2018, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Mauro Bottaro

19.03.2026 Brüssel. Die Europäische Kommission stellt für 2026/2027 330 Millionen Euro über das Forschungs- und Ausbildungsprogramm von Euratom zur Förderung von Forschung, Innovation und Ausbildung im Nuklearbereich bereit. Das Programm wird zur künftigen EU-Fusionsstrategie beitragen und auf das wachsende Interesse an kleinen modularen Reaktoren (SMR) reagieren. Ekaterina Sachariewa, EU-Kommissarin für Start-Ups, Forschung und Innovation erklärte, dass die EU bei innovativen Nukleartechnologien weltweit führend sein wolle. Dies sei entscheidend für die Sicherung der Energieunabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung. „Deshalb arbeiten wir eng mit Forschern, der Industrie, Start-ups und Regulierungsbehörden zusammen, um die Sicherheit von SMRs zu verbessern und die Fusionsenergie zu beschleunigen, mit dem Ziel, die Fusion als erste vom Labor zum Netz zu bringen.

Ziel ist es, die Energieunabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Führungsrolle der EU zu stärken und den Übergang zur CO2-Neutralität bis 2050 zu unterstützen. Das Euratom-Arbeitsprogramm 2026-2027 steht im Einklang mit den Prioritäten des gemeinschaftlichen erläuternden Nuklearprogramms (PINC), der Netto-Null-Industrie-Verordnung, des Clean Industrial Deal und der Strategie für kleine modulare Reaktoren (SMR), die Präsidentin von der Leyen auf dem Kernenergiegipfel am 10. März in Paris vorgestellt hatte. Darüber soll die Entwicklung fusionsrelevanter Technologien unterstützt werden – ein Sprungbrett für die bevorstehende EU-Fusionsstrategie.

Beschleunigung der Fusionsenergie als künftige Energiequelle

Die Fusion birgt das Potenzial, die Energielandschaft Europas zu revolutionieren. Die EU will das erste kommerzielle Fusionskraftwerk an das Netz anschließen und den europäischen Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen saubere, erschwingliche und sichere Energie liefern. Daher werden im Arbeitsprogramm 2026-2027 222 Millionen Euro in die Förderung der Fusionsenergie von den Laboratorien zum Stromnetz investiert. Konkret geht es um

Investitionen in nukleare Innovation, Sicherheit und Talente

Im Bereich der Kernspaltung (108 Millionen Euro) wird sich die durch das Programm geförderte Verbundforschung unter anderem auf die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle, den Strahlenschutz und Innovationen bei Kernmaterialien konzentrieren. Darüber hinaus wird sich das Programm mit der Forschung befassen, die die Sicherheit des langfristigen Betriebs von derzeitigen Kernkraftwerken, Kernkraftwerken, modernen Reaktoren und Kernbrennstoffen umfasst.

Darüber hinaus wird sich das Programm auf Fortschritte in der Nuklearmedizin konzentrieren und die Forschung zur Stärkung der Autonomie der EU bei der Bereitstellung von Isotopen für neuartige nuklearmedizinische Therapien finanzieren.

Talente nach Europa holen

Ziel ist es auch, Talente sowohl innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Union anzuziehen, beispielsweise durch Marie-Sklodowska-Curie-Stipendien. Das Programm wird auch den offenen Zugang zu über 230 Nuklearforschungseinrichtungen in der gesamten EU und die weitere Integration ukrainischer Nuklearforscher in den Europäischen Forschungsraum erleichtern.

 

Links zum Thema:

Vollständige Pressemitteilung

Über das Euratom-Forschungs- und Ausbildungsprogramm

 

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland