Fünfter Schengen-Bericht: Schengen-Raum weiterhin für künftige Herausforderungen gerüstet Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission © EU-Kommission - Audiovisueller Dienst 2024 Fotograf : Lukasz Kobus

18.05.2026 Berlin. Der Schengen-Raum bleibt weiterhin widerstandsfähig, dank gemeinsamer Anstrengungen sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene. Das geht aus dem jüngsten Bericht der EU-Kommission hervor.

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und zuständig für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, sagte: „Um den Schengen-Raum sowohl offen als auch sicher zu halten, müssen wir die Art und Weise modernisieren, wie wir Mobilität und Sicherheitsrisiken bewältigen. Wir treiben die Digitalisierung und Interoperabilität groß angelegter IT-Systeme voran. Dies ist von zentraler Bedeutung für strengere Grenzkontrollen, ein besseres Lagebewusstsein und letztlich einen sichereren Schengen-Raum. Gleichzeitig stärken wir insbesondere durch das Migrations- und Asylpaket und die Rückführung, während wir gleichzeitig unsere Bemühungen verstärken, Talente für Innovationen zu gewinnen und die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU zu verbessern.“

Wendepunkt in der Grenz- und Migrationspolitik

Magnus Brunner, EU-Kommissar für Inneres und Migration erklärte: „Wir stehen an einem Wendepunkt in der Grenz- und Migrationspolitik. Wir haben das modernste Grenzverwaltungssystem der Welt eingerichtet, befinden uns in der Endphase der Umsetzung der bislang größten Reform unseres Migrations- und Asylsystems und treiben neue Vorschriften voran, um die wirksame Rückführung von Personen sicherzustellen, die keinen Aufenthaltsanspruch in der EU haben. Gleichzeitig sehen wir uns jeden Tag neuen Herausforderungen und Bedrohungen gegenüber. Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten arbeiten wir eng zusammen, um diese anzugehen und sicherzustellen, dass der Schengen-Raum weiterbesteht und wächst.“

Der Schengen-Raum ist eine der greifbarsten und wertvollsten Errungenschaften der Europäischen Union. Er ermöglicht es mehr als 450 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürgern, frei über Grenzen hinweg zu reisen, zu arbeiten, zu studieren und zu leben, und unterstützt gleichzeitig den Handel, den Tourismus und den freien Warenverkehr, die für die europäische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind, sowie eine enge Zusammenarbeit zum Schutz der Außengrenzen der Union.

Der aktuelle Stand des Schengen-Raums

Im Schengen-Statusbericht 2026 werden wichtige Errungenschaften des vergangenen Jahres hervorgehoben. Dazu gehört ein besserer Schutz der Außengrenzen und ein Rückgang der illegalen Grenzübertritte um 26 Prozent im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024. Gemeinsame Anstrengungen haben auch zu einer wirksameren Rückkehr von Personen ohne Aufenthaltsrecht in der EU geführt, wobei die Rückkehrquote im Jahr 2025 bei 28 Prozent lag – die höchste Rückkehrquote der letzten zehn Jahre. Ein wichtiger Meilenstein für den Schutz der Außengrenzen war die vollständige Einführung des Einreise-/Ausreisesystems (EES) im April 2026, mit dem ein stärkerer und stärker digitalisierter Schengen-Raum geschaffen wurde. Bereits in den ersten sechs Monaten ihres Bestehens registrierten die Mitgliedstaaten mehr als 66 Millionen Ein- und Ausreisen, und 32000 Personen, die kein Recht auf Einreise in die EU hatten, wurde die Einreise verweigert. Darüber hinaus nahm die Kommission im Januar 2026 die allererste EU-Visumstrategiean.

Gleichzeitig zeigte der Bericht, dass weiterhin Herausforderungen bestehen, die Maßnahmen auf EU-Ebene und seitens der Schengen-Staaten erfordern. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage, die eine verstärkte gemeinsame Verantwortung erfordert, um sicherzustellen, dass der Schengen-Raum sicher, geeint und widerstandsfähig bleibt.

Die Prioritäten für den fünften Schengen-Zyklus (2026-2027) werden sich auf die Konsolidierung der Errungenschaften, die Schließung verbleibender Lücken und die Verbesserung der Vorsorge für aktuelle und künftige Herausforderungen konzentrieren.

Ausführliche Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung.

Weitere Informationen 

Schengen-Statusbericht

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Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.